Monat: November 2015

Armors internetseite

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letzten donnerstag hatte mein mann wieder einmal ein date mit einer Kinderfrau. das frustrierte mich, wollte ich doch auch so gern ein date haben. doch die zwei männer die ich so, so gern sehen möchte sind 600km entfernt und tuen sich schwer mit mir ein datum zu finden.
also gab mir mein mann den tip mich bei okcupid anzumelden. was ich auch umgehend tat. es beruhigte mich zu sehen, dass ich dort ausschließlich berliner jungs vorgeschlagen bekomme, was für mich bedeutete: kein ewiges schmachten mehr.

innerhalb von zwei tagen bekam ich 200 likes und zig anfragen – einige davon originell…andere nicht ganz so…originell.
und doch schreibe ich nun mit vier männern und habe mich schon mit zweien getroffen.
die bereitschaft sich schon nach kurzer zeit zu treffen ist sehr hoch. das gefällt mir. es lenkt mich vor allem von den gefühlen ab, die ich zu jemandem hunderte kilometer von hier aufgebaut habe.

es gibt so viele spannende persönlichkeiten und ich freue mich darauf noch mehr menschen kennen zu lernen die vielleicht mein leben bereichern werden.

3 herzen im einklang

das mit den Gefühlen ist son eine Sache…sie harmonieren mit der linear-, luft- und farbperspektive:
zu beginn sind sie am horizont nur ganz klein und blass…fast garnicht wahrnehmbar…mit der zeit kommen sie langsam auf einem zu und werden immer größer bis sie groß und intensiv vor einem stehen und man merkt, dass es liebe ist.

Baby habe ich internet kennen gelernt. wir sind verschieden, ziehen uns aber an (und im geiste aus), doch haben wir uns noch nie gesehen. 2 jahre lang ist er nun völlig allein und single gewesen. seit monaten schreiben wir und mein verlangen ihn endlich einmal zu sehen wird immer stärker, denn ich habe gefühle aufgebaut. und wie kann es da anders sein, als das eine alte freundin wieder in sein leben tritt und sich etwas zwischen ihnen entwickelt.

sie hat den entscheidenen vorteil vor ort zu sein. ihn in den arm nehmen zu können…in die augen zu schauen…
wie sehr ich ihm diese direkte zuneigung wünsche und mich freue kann ich nicht in worte fassen, und doch…macht es mich traurig nach den regeln der gesellschaftsnormen eine zu viel im bunde zu sein.
der ärmste hat nun gleich 2 frauen den kopf verdreht und ist mit der gesamten situation überfordert.

genau aus den gründen mich nicht entscheiden zu müssen wollte ich eine offene beziehung. es gibt so viele spannende und liebenswerte menschen, warum sollte ich mich nur auf einen konzentrieren?

spielregeln

erst neulich wurde ich gefragt, was wir für regeln haben, denn eine beziehung, ob offen oder nicht, funktioniert nicht ohne regeln.
da musste ich ersteinmal kurz drüber nachdenken…es ist schon eine weile her das wir darüber geredet haben – ein gutes zeichen, denn sie funktionieren so weit so gut.

in stein gemeißelt sind sie deswegen noch lange nicht.
sie sind felxibel und immer wieder neu verhandelbar. sobald man das bedürfnis hat die kreise enger oder weiter ziehen zu müssen ist ein gespräch fällig.
reden, reden, reden ist soweiso das a & o einer jeden beziehung, denn wenn man nicht weiß was falsch läuft, kann auch nichts besser werden.

und so überlegte ich zusammen mit meinem mann, was genau unsere regeln sind…und hier kommen sie:

• geschützter verkehr (auch oral)
• wir können ein veto einlegen, wenn uns ein sexpartner nicht gefällt
• vor eventuellem verkehr bescheid geben
• der feste partner hat immer vorrang
• wenn ein fester externer partner vorhanden ist, muss man auch über dessen weitere geschlechtspartner bescheid wissen
• keine spontanen sexpartner (also nicht mal eben im club abschleppen…man sollte sein gegenüber etwas kennen und einschätzen können)

sobald ein neues „problem“ dazu kommt, müssen diese regeln wieder neu ausgelotet werden, so dass jeder die chance hat sich wohl und glücklich in der beziehung zu fühlen.

so komisch es für den ein oder anderen auch klingen mag, aber diese art der beziehungsform hat uns mehr zusammengeschweißt. man lernt sich selbst besser kennen und den partner viel mehr schätzen.

viel zu schnell verliebt

hach…diese frauen immer. sie verlieben sich schneller als man Indiana Jones sagen kann und fordern immer gleich sich regelmäßig zu melden, erwarten verantwortung und halten die beziehugn für verpflichtend, dabei hatte man doch eigentlich an was ganz unkompliziertes gedacht…

meine lieben männer: frauen ticken da einfach grundsätzlich anders. NICHTS ist simpel. wir sind immer auf der sozialen welle unterwegs. wir wollen eine wohlige beziehung, wo man einander einfach alles erzählt – heute abend gehe ich zum sport und danach treff ich mich noch mit Jutta aus der werbeabteilung auf nen drink – cool, mach das…ich wüsste aber gerne bescheid. nicht das man sich wundert, wenn man auf die geschriebene sms mit der gefühlt wichtigste frage des jahrhunderts stundenlang keine antwort bekommt. gut…zugegeben…wir kennen uns erst einen monat…trotzdem interessiert mich das…
wir reden einfach über ALLES…von sex, über essen, über weltanschauungen…einfach alles…ich baue eine bindung auf und denke fortwährend: WOW, was für ein mann!!!

natürlich nimmt man nicht gleich das „große“ wort: BEZIEHUNG in den mund. wie schnell kann man damit menschen in die flucht schlagen, doch ich habe auch eine beziehugn zu meiner besten freundin. ich liebe sie. ich hab sie so unsagbar lieb. von ihr möchte ich auch so gern wissen was sie den tag über treibt. von ihr erwarte ich auch, dass sie sich regelmäßig bei mir meldet…umgekehrt mache ich das auch. ist das eine lästige verpflichutng? jemanden, den man mag mitzuteilen was einem schönes passiert ist…oder auch schlechtes?

warum ist es nur für so viele männer befriedigend etwas so plänkelndes unverpflichtendes haben zu wollen?
„och, ich find es eigentlich ganz schön so wie es ist.“
ja…ja, doch…is total toll…du kannst dich vollkommen frei bewegen, kannst machen was du willst…ohne konsequenzen…
das denkst du! ALLES was du machst hat konsequenzen. für dein gegenüber ist es aber vlt schon etwas viel tiefereres. frauen ticken so – viele zumindest. wir bauen schneller bindungen auf. wir sind darauf getrimmt alles zusammenzuhalten, denn wir müssen unser und das leben des nachwuchs sicherstellen können. jeder aufrecht gehende mann mit halbwegs statue und vollständigen haupt- und nebensätzen kommt da in frage…und das auch schon innerhalb kürzester zeit, wenn die chemie stimmt.

was ist an etwas verbindlichkeit so schwer?

erfolgreich absolviert

geschafft und motivierter denn je. die 90 tage challenge liegt nun hinter mir und ich habe mir einen wochenplan für die zeit danach aufgestellt.
gerade die letzten tage waren für mich mit die schwersten, doch zum glück waren es die letzten, denn das motivierte genau jetzt nicht aufzuhören, so kurz vor dem ziel.

ich fühle mich fitter denn je, schaffe mehr am tag und verwirkliche meine träume. ich halte mich an dinge die ich mir vornehme und habe das gefühl muskelbepackter zu sein, auch wenn das vorhernacherbild keinen unterschied zeigt – ganz zu meiner Freude, wo ich mich doch so abgemüht habe. mein immunsystem scheint stärker zu sein, allerdings nur unter voraussetzung genug geschlafen zu haben, sonst passiert das gegenteil: man wird schlagartig krank.

also, mein neuer vorsatz: wie gehabt 4 mal die woche training, plus tägliches yoga und ausreichend schlaf, bei haufenweise gemüse, obst und wasser.

für die challenge konnte ich sogar noch den Matthias begeistern. der ist jetzt bei seinem 10. tag und ich bin ganz stolz auf ihn dass er sich ebenfalls an das projekt gewagt hat. danke dafür! an dieser stelle wünsche ich ihm durchhaltevermögen und ganz viel spaß!

 

ommmmmmm

vom yoga zur meditation. das ist nicht gerade die ungewöhnlichste wegbeschreibung.
und so fand ich mich, nach drei monaten auf dem pfad des yoga wandelnd nun vor den meditationshallen einer gruppe wieder, die mit einer selbstverstädnlichkeit meditation kostenfrei lehrt, als wäre es das normalste der welt, denn nach ihrer auffassung, ist meditation ein grundrecht für alle.

das einzige was man mitbringen muss ist die bereitschaft täglich eine halbe stunde lang zu meditieren.
nichts leichter als das dachte ich mir, nachdem ich nun die 90tagechallenge schon ganz zu meinem verwundern völlig unbeirrbar durchgezogen habe. doch ganz so einfach sollte es am ende doch nicht sein.

denn auch wenn ich der bedingung nachkomme, so ist das doch mit unglaublich viel anstrengung verbunden, denn meine gedanken wollen alles andere als still sein. das problem sind songs die mich fangen und nicht loslassen…oder liebesangelegenheiten…haushalt…organisatorisches…aber am subtilsten und unumgänglich wie mir scheint sind die bilder…selbst wenn mein gemüt nicht zu mir spricht und ich scheinbar in meinem dritten auge konzentriert bin, schickt es mir bilder, denen ich mich nicht entziehen kann. das heißt also – um mal ein anschauliches, wenn doch noch nicht vorgekommenes beispiel zu nennen – statt zu denken: „ich muss noch abwaschen“ würde ich ein bild vor augen sehen, mit dem abwaschberg in der küche.

ich hoffe meine gedanken beruhigen sich etwas, sonst bin ich am verzweifeln und geb das unterfangen auf, denn meine motivation zu meditieren gründete darauf weniger zu denken.
zu dem täglichen meditieren müssen wir eine art tagebuch führen: die uhrzeit und welche erfahrungen wir gemacht haben und welche probleme uns dabei behinderten. doch auch das stellt sich ebenfalls als schwieriger heraus als man annehmen könnte. ich weiß schlicht und ergreifend einfach nichts mehr nach der meditation. ich kann nur sagen, ob ich viel oder wenig gedacht habe – immerhin etwas, das ich aufschreiben kann…