nach den ganzen wochen des blanken gefühltschaos‘ die nun hinter mir und den anderen dreien liegen ist mir nun endlich bewusst geworden, dass polyAMORIE wohl nur bei absolut durchorganisierten hippiekommunen funktionieren kann, bei dem keiner mehr ein ego besitzt und sich tatsächlich ALLE lieb haben.

außerehelicher sex ist vollkommen ok. wirkt erfrischend…belebend, doch sobald mehr im spiel ist wird es nicht nur kompliziert…ich glaube dafür gibt es garkeinen passenden ausdruck…

aus meiner gegenwärtigen sicht, muss ich gestehen, dass der gedanke, so wie ich ihn im kopf hatte bei weitem nicht zu ende gedacht war, da ich viele dinge nicht berücksichtigt habe, da ich sie, wenn es so weit ist, auf mich zukommen lassen wollte. und nun, wo die dinge so sind, dass sie nah genug an mich herangetragen wurden, sehe ich, dass es nicht aufgeht. es ist unfair den neuen partner gegenüber, denn können Bärchen und ich ihnen überhaupt das bieten was wir bereits haben?

es ist schon fast egoistisch gewesen, zu denken es könne so klappen, doch bleibt am ende nicht einer der liebenden auf der strecke, wenn wir nicht alle zusammen in ein großes haus ziehen?

träumt nicht jeder davon eine bezugsperson im leben zu haben, mit der er alle seine wundervollen und ebenso weniger schönen momente durchleben kann?
doch wie priorisiert man das, wenn nicht nur eine, sondern mehrere bezugspersonen die mitte darstellen?

sind nicht Bärchenjäger und ich die mitte und alle anderen kommen dazu?

die partner die dazukommen haben sich auch eine verbindung gewünscht, so wie Bärchen und ich sie haben, nur dass sie gefühlt immer die nummer 2 sein werden, auch wenn es kein treppchen samt nummerierung gibt…so wird doch trotzdem immer nur einer der oder diejenige sein, die oder der zu erste angerufen werden kann…

manchmal muss man dinge erst auf sich zukommen lassen um zu sehen dass sie nicht funktionieren…allerdings ist nun das kind schon in den brunnen gefallen…und die gefühle die verletzt wurden sind reichlich…