Monat: Juli 2019

Sagenumwobenes Heil aller Schäden

Altes Wissen über Heilpflanzen ist vollkommen verschwunden, dafür kenne wir Marken wie Addidas und Puma. Neu aufbereitete Heilkräuterkunde.
Altes Wissen über Heilpflanzen ist vollkommen verschwunden, dafür kenne wir Marken wie Addidas und Puma. Neu aufbereitete Heilkräuterkunde.

In Untersuchungshaft heute: die Schafgarbe.

Wie jedes begabte Wunder, ist auch dieses unter vielen Namen im Volksmund bekannt. Es ist ein Achilleskraut, ein Bauchwehkraut, ein Tausendblatt, ein Blutstillkraut und Frauendank. 

In alten Kräuterbüchern wird das Heilkraut oft als „Heil aller Schäden“ bezeichnet. Es wird dort angewendet, wo bereits vermutet wird, das Hopfen und Malz verloren sei. Die blutreinigende Kraft kann jedoch so mach jahrelang eingenistete Krankheit aus dem Körper verbannen.

 

Wo es steht und geht

Das Kraut tummelt sich gern auf Kalkböden, die nährstoffreich und trocken sind. 

Wie im Urlaub am Strand liebt das Tausendblatt den Sonnenschein und verweilt dann mehrjährig an Ort und Stelle. 

Oft treibt es sich auf Wiesen und an Wegesrändern in ganz Europa herum. Sie sucht sich gleichzeitig auch manchmal ruhigere Plötzlich wie auf Ödland oder Schuttplätzen. 

Optische Merkmale

Du erkennst das Achilliskraut an den gefiederten Blättern. Diesen Blättern ist sein Name Tausendblatt geschuldet. Der Prachtkerl kann bis zu einem Meter hoch wachsen. Die Blütenkörbe setzen sich aus mehreren kleinen rispenartigen Blütenständen zusammen und wirken dadurch wie eine Dolde. Je nach Bodenbeschaffenheit passt sich der Frauendank optisch an seine Umgebung an. Sein Blütenkleid kann von weiß, über zartrosa bis hin zu pink oder rot ausfallen.

Wofür ist es bekannt?

Man sagt dem Blutstillkraut nach ein „Allheilmittel“ bei fast allen Krankheiten zu sein. Bei Frauen lindert es Monatsbeschwerden. Alles rund um die Unterleibsbeschwerden und Wechseljahresleiden können gemildert werden. Migräne vertreibt sie ganz und gar. 

Mit Magen- und Darmerkrankungen versteht sie sich auch nicht gut und vertreibt diese aus dem Leib. Husten und Erkältungskrankheiten fürchten sie. Sie ist ein absoluter alleingänger und vertreibt sogar Gicht, Rheuma, Geschwüre, Hämorriden, Fieber, Krämpfe, Leber- und Nierenleiden. Wo das Achilliskraut auftaucht, da wird sauber gemacht, denn sie mag er reinlich und gesund. 

Heldensagen – der Ruf der ihr vorauseilt

In den Kreisen der KräuterMafia ist die Schafgabe auch unter dem Namen Achilles millefolium bekannt. 

Achillis, der Kämpfer der griechischen Mythologie heilte seine Soldaten mit der Schafgabe. Als Soldatenkraut war sie dafür bekannt Blutungen von Wunden zu stoppen und die Schmerzen zu lindern. Achillis hatte dieses Wissen vom Zentaur Chiron erhalten und gab es an seinem Waffengefährten Patroklos weiter. Die zerdrückte Schafgarbenwurzel wird mit einem Verband auf die Wunde gegeben und entfaltet dort seine Wirkung.

Millefolium bedeutet Tausendblatt. 

Die Macht der Worte: Ja, aber…

Wie auch im NLP praktiziert, ist der bewusste Umgang mit den eigenen Worten sehr wichtig. Ob wir uns groß machen oder klein, ob wir in uns vertrauen oder uns als Dummkopf bezeichnen wirkt sich auf unser Leben aus.

Alltägliche Sprache beeinflusst, wie wir die Welt um uns herum wahrnehmen. Worte haben eine gewaltige Kraft, die wir zu unseren Gunsten nutzen können.

Formulierungen die die Wahrnehmung abschneiden

Ein Aber bewirkt, dass wir statt ins Bewusstsein direkt in den Verstand wechseln – unsere imaginäre Vergangenheit oder Zukunft. Es verhindert, dass wir ins fühlen kommen.
Aber errichtet direkt eine Wand, wo das Gefühl, die Argumente oder Anliegen meines Gegenüber zu verstehen und zu empfinden, damit ich mich auf seine Welt einlassen kann. Es verhindert also eine gemeinsame Sprache und geht hin zu einem Kampf – jeder gegen jeden. Jeder behauptet sich und seine Wahrheit ohne zu fühlen, was vielleicht verbindende Glieder sind.

Alles was vor Aber steht ist eine Lüge

Das was dem aber folgt fügt der Wahrheit nicht noch mehr Information zu. Es versucht sie auszulöschen um der eigenen Wahrheit mehr Gewicht zu geben. Wir verteidigen auf diese Weise unsere Wirklichkeit. Das Resultat ist die ständige Selbstbehauptung. Meine Belange sind mehr wichtig, mehr richtig, wahrer…

„Wer denkt, er weiß oder habe begriffen, ohne es bewusst verinnerlicht zu haben, weiß nicht wirklich. Es fehlt ihm das Gefühl, es als wahr-(an)-genommen zu haben. Ein Manko, dass er vergeblich versucht, mit „aber“ zu kompensieren. Wer aber sagt, ist also nicht, wie es scheint, ein Besserwisser, sondern einer, der unbewusst sein Wissen verbessern will.“ Lelia Kühne de Hahn, „Ja, aber… – Die heimliche Kraft alltäglicher Worte und wie man durch bewusstes Sprechen selbstbewusster wird“, Seite 18, 2004, Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH München

Bewusste Kommunikation

Alle Theorie nütz nichts, wenn wir es nicht am eigene Leib erfahren haben. 
Nehme ich folgendes Beispiel, das kenn wir sicher alle aus unserer alltäglichen Sprache:
„Das möchte ich gern machen, aber ich habe keine Zeit und es kostet so viel.“

Auf welche Stelle des Satzes hast Du Dich am meisten konzentriert? Lag Dein Fokus darauf das Du das gerne machen möchtest?
Welchem Teil des Satzes hast Du die größte Bedeutung beigemessen?
Und nun versuch es einmal ohne das Aberanhängsel.

„Das möchte ich gern machen.“

Wie hat sich das für Dich angefühlt?
Nimmst Du wahr, dass Du das machen möchtest? 
Spürst Du Schranken die DIch abhalten oder hast Du Lust darauf loszulegen?
Wie hat sich deine Wahrnehmung verändert?

Alte Schranken lösen

Denke vielleicht mal an etwas, dass Du schon lange einmal machen wolltest. Wie lange hast Du Dir das mit diesem Aber-Glauben bereits versagt? Vielleicht erreichst Du Dein Ziel nicht heute oder morgen. Durch die Bewusstwerdung dass Du das möchtest, indem Du aber weg lässt, kommst Du Deinem Traum in jedem Falle ein Stückchen näher. Das Aber schneidet Dich dann nicht mehr von Deinen Gefühlen ab, die Du Dir sonst vorenthältst.

Aber-los zu leben, bedeutet nicht, nicht auch anderer Meinung sein zu können. Es fördert einen respektvollen Umgang miteinander, weil Gefühle und Emotionen zugelassen werden können, die das beiderseitige Verständnis erhöhen. 

Wahrzunehmen, worum es dem Gegenüber geht hat zur Folge, dass wir nicht mehr erpicht darauf sind, uns von den Argumenten des Anderen abzugrenzen und sie niederzumachen. Eine aberlose Auseinandersetzung überwindet Grenzen und Abschottung und fördert eine gemeinsame Sprache. 

Miteinander statt Gegeneinander

Indianern ist das Wort aber völlig fremd. Sie kennen und nutzen einzig und allein das verbindende Wort auch. Wer aber sagt und glaubt, will insgeheim etwas oder jemanden besiegen. Wer  auch denkt und sagt, will etwas dazu gewinnen.  

Lynne fühlt Verbundenheit

Die Verbundenheit zwischen allem zeigt sich selbst im Kleinen, denn das Gesetz der Anziehung sorgt dafür, dass Du genau da bist, wo Du Dich siehst bzw. wo Du Dich fühlst.

Es gibt keine Zufälle

Es war wohl Vorsehung, dass ich mit einem sehr wichtigen Menschen wieder im Dussmann, meinem Lieblingsbuchladen, landete. Dort bekamen wir ein Mini-Roulettspiel in die Hand. Die Spielplatte wies statt der üblichen roten und schwarzen Zahlen viele JA’s und vereinzelte NEINˋs auf. Wir fragten das Roulett, ob wir uns heute, jeder, etwas aussuchen durften. Unser beider Kugel landete auf einem JA-Feld.

Ich nutze die Gelegenheit und griff zu einem Buch, dass ich schon sehr lange ins Auge gefasst hatte.
The Bond – Die Wissenschaft der Verbundenheit von Lynne McTaggart

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Dieses buch ist absolut empfehlenswert!

Von der Quantenphysik zur Gesellschaft

„Was mit der Quantenphysik begann, setzt sich in vielen anderen Wissenschaftsrichtungen fort: Neue Forschungen liefern immer mehr Beweise dafür, dass kein Ding isoliert für sich existiert, sondern alles durch ein unsichtbares energetisches Band miteinander verbunden ist. Nicht auf das Trennende sollten wir uns konzentrieren, sondern auf das verbindende: THE BOND.
Wenn wir diese Erkenntnis berücksichtigen, verändert das unsere Art zu leben von Grund auf. Konkurrenz und Kampf ums Dasein werden abgelöst von gegenseitiger Hilfe und Verantwortung füreinander. Die bekannte Wissenschaftsjournalistin Lynne McTaggart ermöglicht ein neues Verständnis von Sein und Bewusstsein und öffnet uns die Augen für die wechselseitige Verbundenheit allen Lebens.“ (Buchrücken)

Noch während ich das Buch las, entwickelte sich bei mir ein umfassenderes Verständnis für unsere Existenz und unser Zusammenleben. Ich bin so fasziniert von dem Geschriebenen, dass ich euch gerne in Folgeartikeln an dem Gelesenen teilhaben lassen möchte. Mit zahlreichen beschriebenen Experimenten belegt sie ihre Thesen, so dass ich als Leser nicht einfach vor unbewiesenen, unglaublichen Behauptungen sitzen gelassen werde. Sie belegt mit praxisnahen Beweisen ihre Theorien, die es leichter machen, das Unglaubliche zu glauben.

Vom Kleinsten zum Größten

Zu Beginn steht das Verhalten der kleinsten aller Teilchen (Quantenphysik) im Vordergrund. Zum Ende des Buches beschreibt sie Bewegungen von Netzwerken in denen sich Menschen als eine Einheit zusammengeschlossen haben. Sie zeigt, dass jeder sich als Individuum und einzigartigen Menschen wahrnehmen kann und doch den Zusammenhalt der Gruppe spürt, in der wir als Einheit zusammenfindet.

Ein sehr inspirierendes Werk das Lust auf Folgeliteratur zu diesem Thema macht. Zum Glück umfasst das Literaturverzeichnis am Ende des Buches stolze 32 Seiten.
Doch fürs Erste, werde ich dieses Buch ein zweites Mal lesen und wie wild Anstreichungen vornehmen. Es ist wie beim Film gucken: Je öfter du einen Film sieht, desto mehr Details entdeckst du.
Freut euch auf die Artikelreihe zu diesem Buch, es wird euch in Staunen versetzten, wie sehr uns der Raum zwischen uns miteinander verbindet.

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