So langsam gehen wir wieder auf die kalte Jahreszeit zu. Im Winter offenbaren sich dann am Himmel Sternenbilder, die wir im Sommer nicht sehen können.

Der kleine Hund ist auch eines der nördlichen Sternbilder, die in unseren Breitengraden ausschließlich im Winter zu sehen sind.

Klein und immer der Erste

Das Sternenbild des Canis Minor besteht lediglich aus 2 Sternen. Wie darin ein Hund gesehen werden kann entzieht sich leider meiner Vorstellungskraft.
Der hellste Stern ist Procyon, was aus dem griechischen übersetzt „Vorhund“ oder „vor dem Hund“ bedeutet. Es steht sinnbildlich dafür, dass der kleine Hund früher am Himmelszelt zu sehen ist als der große Hund. Sirius, der hellste Stern des gesamten Himmels ist Teil des großen Hundes und geht später auf als Procyon.

Sirius als auch Procyon sind sogenannte Doppelsterne. Sie haben, ähnlich unserer Erde, einen Stern, der sie umrundet.
Der Begleiter von Procoyn braucht ca. 40 Jahre für die komplette Runde um ihn herum und ist ohne professionelle Technik nicht zu sehen.


Der zweite Stern des Sternbildes des kleinen Hundes ist Gomeisa. Dieser Name übersetzt sich aus dem arabischen mit „die mit den von Tränen gefüllten Augen“.

Das Sternbild des kleinen Hundes knüpft an die mythologische Geschichte des großen Wagen an. Maira war der Hund des Ikarios und nahm sich das Leben.

Selbstmord aus Trauer

Am Sternenhimmel erscheint der kleine Hund als einer der Jagdhunde des Orion, weil Orion in unmittelbarer Umgebung zum großen, wie zum kleinen Hund am Himmel zu sehen ist.

In der Mythologie handelt es sich um den Hund Maira.
Maira war der Hund des Ikarios. Von diesem begeisterten Kelterer hast DU schon in der Geschichte des großen Wagens gehört.
Ikarios bekam zum Dank für den Obdach, den er Dionysos gab, das Wissen der Weinherstellung.
Mit Hilfe diesen Wissens kelterte er seinen ersten Wein und ließ ihn von Hirten kosten, denen er auf seinen Reisen begegnete.

Da diese die vernebelnden Eigenschaften des Alkohols nicht kannten, brachten sie Ikarios um, in dem Glauben, er hätte sie vergiftet.

Maira lief nach seinem Ableben los um seine Tochter zu holen.
Er bellte und zerrte an dem Gewand der Erigone, um sie zum Leichnam des Vaters zu führen. Sie verstand bald, dass sie ihm folgen sollte und so fand sie ihren toten Vater unter einem Baum liegend.

Vor Trauer und Verzweiflung erhängte sie sich noch am selben Baum und der Hund ertrank sich in einem nahegelegenen Brunnen.

Zeus versetzte anschließend die Bilder des kleinen Hundes und der Erigone an den Himmel um an den tragischen Irrtum der Hirten zu erinnern.

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