Kategorie: feng shui

konmari-methode

letztes jahr entrümpelte ich meine gesamte bude. ich schmiss alles raus, dass mich nicht mehr berührte. wie viel platz und raum zum atmen ich dadurch gewann, kann ich garnicht in worte fassen. es war sehr erfüllend altes, überflüssiges loszulassen und es war auch höchste zeit. wenn ich dies an der stelle einmal zugeben darf, dann hätte ich das schon viel früher machen sollen, doch alles kommt und geht zu seiner zeit. und so soll es auch sein.

im zuge meines unterfangens leihte mir eine sehr hoch geschätze kollegin den bestseller „magic cleaning“ von Marie Kondo und ich tat mich schwer damit es zu lesen, da es fast wie eine art roman anmutet, in dem sie über sich selbst schreibt und wie ihr langer weg zur perfekten ordnung aussah. kurz, das interessierte mich nicht.51QvdNaJfIL._SX327_BO1,204,203,200_
aber zwischen den ganzen geschichten über ihre erfahrungen filterte ich mir die infos raus, die ich gut gebrauchen konnte und die an Karen Kingston anknüpften.

Maries alles zu grunde liegende theorie ist die, dass dich all deine gegenstände, deine besitztümer glücklich machen müssen.
das mag abgedroschen klingen, weiß ich doch nicht, wie mich ein wischmop glücklich machen soll. doch geht es hier eben auch sehr um den nutzen der dir ein gegenstand bringen soll.
in der theorie nimmst du beim aufräumprozess jeden einzelnen gegenstand in die hand und fragst dich: erfüllt es mich?
lautet die antwort ja, behälst du ihn. lautet sie nein, schmeißt oder gibst du ihn weg.

Marie Kondo vertritt die ansicht, dass wir nicht von raum zu raum aufräumen sollten, sondern den ganzen wohnraum mit einbeziehen, denn ähnliche dinge gehören zusammen. das bedeutet, dass du alle gegenstände zusammensuchst, die gleich oder ähnlich sind, damit sie dann einen logischen ort zur aufbewahrung bekommen. das ist ihrer meinung nach der schlüssel zu dauerhaften ordnung.

wenn ich also meine klamotten sortieren möchte, nehme ich mir nicht nur den kleiderschrank vor. ich suche auch alle anderen kleidungsstückte die eventuell im wohnraum vertreilt untergebracht sind zusammen. alle auf einen haufen, fange ich dann an sie zu sortieren. macht mich diese hose glücklich? wenn ja bleibt sie, wenn nicht, geht sie. habe ich dann meinen haufen mit glücksfördernden kleidungsstücken, verstaue ich sie an einem ort der sinn macht und nicht dort wo sie einfach schon immer lagen auch wenn das unsinnig ist. also alte muster hinterfragen und einen ort zur aufbwahrung suchen der logisch ist, wo alle gleichen teilen ihren festen wohnsitz erhalten.

wichtig für alle gegenstände ist, dass sie in die familie integriert werden. das bedeutet, dass nach dem kauf, die verpackung und das preisschild entfernt werden. geschiet das nicht, ist die wahrscheinlichkeit hoch, dass der neuankömmling aus unserem bewusstsein verschwindet, weil er „nicht dazugehört“. die anderen gegenstände wecken bereits ein gefühl des vertrauten – damit kann ein neuer gegenstand, der immer noch so aussieht wie im laden, nicht mithalten und gerät dadurch in ein trauriges schattendasein.

ein positiver nebeneffekt beim prozess des aufräumens ist, dass wir unsere entscheidungsfähigkeit schulen und mehr und mehr vertrauen in uns selbst und unsere bedürfnisse erlangen. unser urteilsvermögen wird geschult und wir stärken unser vertrauen in die zukunft.
denn viele menschen schieben oftmals gründe vor, warum sie dies und das nicht wegwerfen können: „das könnte man noch mal gebrauchen“ heißt es dann.
also was genau steckt hinter dieser entsorgungshemmung?
es ist einerseits das hängen an der vergangenheit, das nicht-loslassen-können und auf der anderen seite ist es das unsichere gefühl was in der zukunft noch passieren könnte. hinzu kommt oftmals der gedanke, dass wir dinge nicht wegschmeißen können, weil wir ihnen dadurch nicht die nötige wertschätzung zukommen lassen, doch hand aufs herz, wie viel wertschätzung bringen wir dem gegenstand schon gegenüber, wenn er ungenutzt in der schublade liegt?! dann doch lieber den mut fassen ihn wegzugeben damit ihn jemand bekommt, der ihn wieder „zum leben erweckt“. an dieser stelle schöne grüße von Woody.

wichtig ist auch, gegenstände nicht zu stapeln. der vergleich von Marie, dass wir auch nicht gern lange etwas schweres tragen erscheint mir an der stelle auch sehr passend. seit ich das gelesen habe achte ich darauf was passiert, wenn ich dinge doch mal stapel, weil ich denke dass es praktischer ist. ich werde bequem und mache mir nur ungern die mühe den unteren gegenstand vorzukramen. die folge daraus auf lang sicht ist die, dass die dinge in vergessenheit geraten und sie vollkommen ihren „geist“ verlieren, für den wir ihn einmal gekauft haben.

auch mein kleiderschrank ist nun umgestaltet worden. mit der Konmariefalttechnik steht alles aurecht und kann von keinen anderen kleidungsstücken mehr erdrückt werden. auf einen blick kann ich meinen gesamten schrankinhalt erfassen und mich für genau die klamotte entscheiden, auf die ich heute lust habe, ohne dass ein kleidungsstück vergessen wird.
einen weiteren vorteil außer der hohen effektivität, hat IMG_2453diese falttechnik noch: sie macht unglaublich viel spaß! das hab ich zuvor auch nicht gedacht, wenn jetzt die skeptischeren leser denken, die hat sie nicht alle, ich hasse zusammenlegen!
so habe ich zu beginn auch gedacht! ich schwöre!
aber jetzt freue ich mich richtig darauf nach dem waschen die klamotten zusammen zu legen (selbst die bettlaken!).
da es ein ganz wundervolles video von ihr zu dieser falttechnik gibt, werde ich es einmal verlinken. missionarisch soll dieses wissen weitergegebe werden, hat es doch mein leben sehr bereichert – in vielerlei hinsicht.

den abschluss möchte ich mit einer weisheit von Marie bilden:
je mehr wir die ding pflegen, desto nützlicher sind sie.

feng shui college

und schon gehe ich wieder zur schule.
wie bereits vor über 5 jahren eine freundin von mir, die ich in der ausbildung kennen lernte (sie war damals mitte 20 und fing ihre zweite ausbildung an), so habe auch ich mich dazu entschlossen endlich einen zweiten weg zu gehen, denn ich habe etwas gefunden, dass mein herz höher schlagen lässt, da es so viele interessensgebiete von mir vereint.
vergangenes wochenende startete meine ausbidlung zur feng shui beraterin.

so viel ist in meinem leben in der letzten zeit passiert das an magie grenzt, denn es ist alles genau so eingetroffen, wie ich es mir vorgestellt hatte und auch wenn letztendlich manches in die realität umgesetzte nicht so war wie ich es dachte, war es doch das resultat meines wunschdenkens.
wir sollten uns alle wirklich gewiss sein WAS wir uns wünschen, denn wenn wir diese wunscherfüllung wirklich FÜHLEN, wird sie wirklichkeit – so ist es meine erfahrung.29103505_1360669007412885_3155673147097743360_o

und so führten mich sehr viele wege an das Feng Shui College. schon im januar besuchte ich dort ein wochenende lang das grundlagenseminar und ich war begeistert von Peter, der sein wissen sehr holistisch an seine schüler weitergibt. sofort wusste ich: diese ausbildung möchte ich machen!

vergangenen samstag startete ein jahr ausbildung.
vieles das ich im laufe der jahre gelesen habe ergibt nun einen viel allumfassenderen sinn.
ich bin sehr dankbar dass ich diese schule gefunden habe, denn gerade in den büchern kommt feng shui sehr dogmatisch rüber: delphinpärchen in die partnerschaftsecke, einen zimmerbrunnen in die reichtumsecke. das ist eher peinlich und abschreckend.
Peter verfolgt einen ganz anderen ansatz – kreativ und lösungsorientiert; für den menschen und nicht für den raum.

wir sind ein bunter haufen an interessierten – von architekten über mediengestalter bis hin zu motivierten hobbyausstattern, sogar ein kleiner Chihuahua lauscht den begeisterten reden unseres lehrers.
ein jahr lang, ein wochenende im monat und einige hausaufgaben und besprechungen und am ende die prüfung, lassen mich meinem traum, noch etwas anderes als die photographie zu machen ein stück näher kommen.
die vorstellung für den rest meines lebens nur einen job zu haben macht mir angst, da das für mich nach einem albtraum klingt.

wer gerne von mir beraten werden möchte (noch weiß ich ja nur die grundlegensten dinge) kann sich gerne an mich wenden, ich freue mich auf eure unterstützung! je mehr grundrisse ich analysieren darf, desto besser!
in diesem sinne: namaste!