Kategorie: gedanken

brief an Bärchenjäger

first cut is the deepes
gute 2 jahre liegt nun die trennung zurück.

es ist so viel passiert. ich habe so viel verstanden. ich habe so viel gelernt. ich habe viel durchlebt.

ich sitze jetzt hier. an genau der stelle wo wir einst saßen, als es zu ende ging. der raum hat sich komplett verändert. dort wo einst die couch stand ist jetzt mein bücherregal, die poledancestange und meine yogamatte… ich sitze auf dem boden, habe kerzen an und möchte endlich die dinge sagen – schreiben – die mir unausgesprochen auf dem herzen liegen und mich festhalten, an längst vergangenem. gleichzeitig blicke ich mit dem herzen schon nach vorn in eine liebevolle Zukunft.

ich möchte verzeihen. mir. dir.
ich möchte meinen glauben an liebe und Loyalität,
möchte mein vertrauen und mein offenes herz zurück.

ich möchte sagen:
es tut mir leid.

es tut mir leid, dass ich meinen willen durchdrücken wollte. ich entschuldige mich, dass ich dir so viel leid zugefügt habe. mir ist völlig klar, dass ich dich tief verletzt habe.  es tut mir von herzen leid.

ich habe nach dem unfall so wahnsinnig viel in frage gestellt. es war wie ein wach rütteln und ich sah mit so völlig klaren augen, dass das leben das ich, das wir führten, nicht das leben war, das ich wollte und gleichzeitig wusste ich keinen ausweg aus der situation und ich fühlte mich so wahnsinnig gefangen, verzweifelt und unfähig zu handeln. das war auch der grund, warum ich vorgelebte muster abspielte, die ich mir in der beziehung meiner eltern abgeguckt hatte, die ich selbst garnicht für richtig erachte.

ich habe dich nicht mehr gesehen.

du hast so viele schöne dinge gemacht.
du hast mir die glasscheiben von deiner alten arbeit organisiert, dass ich darauf malen konnte. du hast dafür gesorgt dass unsere ausrangierten, alten klamotten abgeholt wurden. du hast die regale in unserer abstellkammer gebaut. du hast eine neue couch organisiert, da meine alte schon in einzelteile zerfallend durch die wohnung flatterte. du hast die gardinenstangen angebracht.
du hast mich zum lachen gebracht.
du hast erkannt dass mir deine berührung so unsagbar wichtig war, dass du ein kuschelritual etabliert hast. du hast super gut gekocht. du hast mich jeden tag im krankenhaus besucht, obwohl das so weit von zu hause entfernt lag. du hast mir ein so zauberhauftes willkommen vorbereitet, als ich aus dem krankenhaus kam. du hast dich so sehr bemüht es mir recht zu machen und musst den eindruck gehabt haben, dass ich das in keiner weise sehe, geschweige denn wertschätze. das tut mir sehr leid. ich habe das alles gesehen und konnte dir nicht genug zeigen, wie sehr ich das wertschätze.

danke. danke für dein ziel, Mausi jeden tag glücklich machen zu wollen.
um so mehr fragte ich mich, wie du glauben kannst, dass ich schlecht über dich bei unseren freunden geredet habe?
schon in unserer beziehung habe ich so oft zu dir gesagt, dass ich es nicht verstehen kann, dass expartner schlecht von- und übereinander reden, haben sie sich doch einmal geliebt. warum glaubst du nun, ich würde das tun? kennst du mich so schlecht?
ich habe nicht schlecht von dir geredet. ich habe immer gesagt wie sehr ich dich liebe, dass ich fehler gemacht habe und habe ganz sicher auch meine enttäuschung über deine entscheidung zum ausdruck gebracht, darüber hinaus, habe ich kein schlechtes wort über dich verloren. wie könnte ich das auch? es gibt nichts schlechtes das ich erzählen könnte, zumal ich selbst auch genug bockmist fabriziert habe.

und warum war dein megafreund dein bester freund? er wusste garnichts von unseren problemen. du hast alles mit deinem bandkollegen bequatscht, der zum damaligen zeitpunkt selbst nicht eine einzige beziehung auf die reihe gekommen hat. dein megakumpel wusste von garnichts. wegen der dankeskarten meldete ich mich damals bei ihm und wir hatten kontakt und was sollte ich ihm sagen, außer die wahrheit, dass du mich verlassen hast? glaubst du wirklich ich bin zu ihm gerannt um dich vor ihm schlecht zu reden? um ihn auf „meine seite“ zu ziehen?  warum denkst du soetwas von mir?
erst vor kurzem schrieb er mich an, um mich zu fragen, wie es mir geht. und da du mir mehrmals vorgeworfen hast, ich hätte dich schlecht gemacht, weswegen er nicht mehr mit dir in kontakt sein möchte, fragte ich ihn, ob das wirklich so war. er versichter mir, dass ich dich nicht schecht gemacht habe.
wie oft habe ich vor anderen gesagt, dass ich dich liebe und dass ich einen fehler gemacht habe. es war seine alleinige entscheidung den kontakt zu dir abzubrechen. er trift eigenverantwortlich entscheidung, unabhängig von mir.

und wie kommst du dazu meine wohnung als liebeshöhle zu bezeichnen?
warum? nachdem du selbst die entscheidung getroffen hattest zu gehen, war das mein zu hause. mein alleiniges zu hause. ich darf hier schlafen mit wem ich will, so oft ich will. in unserer beziehung habe ich nicht mit einem einzigen mann in unserer wohnung geschlafen. dass ich nicht auf dich warten würde und schon garnicht ins kloster gehen würde, war auch klar. warum also schreibst du mir soetwas?

ich möchte sagen:
ich habe einen fehler gemacht.

ich weiß, dass ich einen fehler gemacht habe. ich habe alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte. so hätte ich nicht mit dir reden und umgehen dürfen. ich fühlte mich im recht und war so hilflos und verzweifelt, ohne eine idee für eine lösung, dass ich einzig und allein davon überzeugt war, mein weg sei der richtige und ließ keine anderen perspektiven zu. das war falsch von mir, das sehe ich jetzt ein.

es gibt so viele gründe, warum ich damals die dinge sagte, die ich sagte, warum ich die dinge verlangte, die ich verlangte, warum ich alles so tat, wie ich es tat.  es geht mir heute besser. ich habe so vieles verändert. sie vieles gelernt und erkannt. ich weiß jetzt, dass ich einfach hätte gehen sollen.
mir ging es beschissen. also hätte ich gehen sollen, statt dass ich verlangte, dass du mich gefälligst glücklich zu machen hast.
ich bin für mein glück selbst zuständig und ich habe mein glück damals nicht mehr hier gesehen. ich hätte gehen sollen, um wieder zu mir zu finden. um überhaupt mal meinen weg zu finden. du hättest mir ganz sicher den freiraum gegeben.

selbst nach der trennung warst du noch so bemüht mir alles recht zu machen.
du hast dir sogar gedanken über ein geschenk gemacht.
und gleichzeitig hast du damit meine bitte übergangen, mir nichts zu schenken.
du wolltest es mir auch mit der steuererklärung erleichtern. das habe ich alles gesehen. du hast dir gedanken gemacht. statt, dass wir uns zusammensetzen müssen, hast du einen steuerhilfeverein in anspruch genommen. doch warum? ohne mich vorher zu fragen? es war doch klar, dass wir am ende drauf zahlen würden, statt auch nur einen einzigen cent zurückzubekommen, und genau aus dem grund, ging die rechnung dann auch an dich, da DU den verein in anspruch genommen hast. ganz sicher mit ausschließlich guten absichten. bei mir kam das als: hinterrücks entscheidung an. bei mir kam an: du ziehst dein ding durch, ohne mich zu fragen, also im endeffekt, genau das, was du bei meinem ultimatum das ich dir gestellt hatte, zu deiner entscheidung führte, die du getroffen hast.

und warum habe ich dir deine hindernislaufkarten vorenthalten?
ich denke das weißt du.
wir haben abgemacht, dass du die miete bis märz bezahlst, ja, bis einschließlich märz, und du die karten auch noch bezahlst. das hatten wir mehrmals abgesprochen. und nach meinem 2. krankenhaus aufenthalt teiltest du mir mit, dass aus deiner sicht, die karten damit bezahlt wurden, dass du einen monat länger, als du wolltest, die miete mitbezahlt hast. ein streitpunkt, bei dem wir, zu meinem bedauern, nie zu einer einigung gelangten. hätten wir damals die wohnung gekündigt, wäre das im januar passiert. mit 3 monaten kündigungsfrist, wäre es ebenso bis märz gelaufen. und ich stand da. plötzlich mit der aufgabe 500€ mehr pro monat zu verdienen, denn nachdem ich 2 vorstellungsgespräche für potentielle mitbewohner hatte, war mir klar, dass ich das nicht konnte. ich war dir so dankbar, dass du bis märz zahltest, dass ich die zeit hatte, mein einkommen aufzustocken, um die wohnung alleine halten zu können.

und umso trauriger machte mich im mai deine entscheidung für die karten, nicht wie verabredet, zu zahlen.
ich glaube wir beide hatte wirklich kein ohr mehr für die belange des anderen. keinen respekt und kein bemühen mehr, empathisch auf den anderen für eine lösung zuzugehen.

ich möchte sagen:
es soll nie wieder vorkommen.

ich weiß, dass ich dich mit meinem verhalten tief verletzt habe und ich habe daraus gelernt. für die zukunft. und ich weiß, dass ich das nie wieder jemandem antun werde. ich werde vor allem nie wieder jemandem ein ultimatum stellen.

ich selbst mag es kein stück in die ecke gedrängt zu werden, keine möglichkeit meine eigenen bedürfnisse zu leben – mich auszudrücken. warum also habe ich das von dir verlangt? vielleicht, weil wir die regel mit dem veto hatten. vielleicht aus angst. ausweglosigkeit. verzweiflung.
ich wollte geliebt werden.

ich möchte gern sagen:
wie kann ich es wieder gut machen?

mir ist klar, dass es zu spät ist, doch in gedanken zurück versetzt vor 2 jahren, würde ich dich gern fragen: ich weiß dass ich dich tief verletzt habe und ich habe das starke bedürfnis, dir etwas zukommen zu lassen um den zugefügten schmerz lindern zu können. was könnte ich dir gutes tun?

kurz vor der trennung lernte ich diesen einen mann kennen, mit dem ich im Liquidrom war. er erzählte mir eine geschichte von sich und seiner frau, die mich zu tiefst berührte.

sie verlor ihre mutter an krebs. das ließ sie sehr tief fallen und sie hielt sich an ihrer masterarbiet fest, in die sich sich stürzte, um in ihrer trauer darin zuflucht zu finden. doch als die masterarbeit mit 1+ abgegeben und bestanden war und sie erfolgreich aus dem studium ging, viel sie in ein so großes loch, dass sie psychisch ein völliges wrack wurde und unter anderem einen waschzwang entwickelte. sie war in der schlimmsten zeit so von ihren zwängen beherrt, dass sie nicht mehr in der lage war auf ihrer arbeit auf die toilette zu gehen und sich eines tages in die hose machte. ihr mann wurde benachrichtigt und er holte sie ab.
an sex oder zärtlichkeiten war in der beziehung schon lange nicht mehr zu denken. wovon also lebte diese beziehung noch?
das fragten sich die zwei auch. sie machten sich dazu gedanken. jeder für sich. jeder schrieb auf, was ihm zu dem anderen und der bezeiung einfiel und so vorbeiretet setzten sie sich wieder zusammen.
und sie kamen zu dem ergebnis, dass sie unterm strich, immer noch liebe füreinander empfanden.
und so fanden sie nach und nach, in so einer beschissenen lebensphase, den weg aus dem dunklen tal zurück. gemeinsam.
wie er mir das alles, detailliert im vertrauen, erzählte (und dafür bin ich ihm bis heute sehr dankbar), war mein gedanke, dass du das nicht machen würdest. ich war mir sicher, würde ich an soeinem absoluten tiefpunkt in meinem leben stehen, dass ich vor dir stehe, mit vollgeschissener hose, ich war mir sicher, du würdest nicht bei mir bleiben um mir bei seite zu stehen.

ich glaube, ich tat dir damit unrecht. denn du hast mich so gut du konntest auf händen getragen. ich habe es oftmals garnicht zugelassen. und ich habe es nicht ausreichend gewürdigt.
mittlerweile glaube ich, dass es durch meinen gedanken, du würdest das nicht machen, eine selbsterfüllende prophezeiung gleichte. wie kann ich dieses unrecht nur wieder gut machen?

ich möchte dir sagen:
möchtest du mir vergeben?

es war absolut nicht richtig was ich von dir verlangt habe, was ich gesagt habe, wie ich gehandelt habe und ich möchte dich um vergebung bitten.
ich selbst hadere mit mir, dass ich nicht anders gehandelt habe. ich wünschte, ich wäre dir gegenüber wertschätzender gewesen.
ich bin so dankbar für jeden augenblick den ich mit dir hatte und es erstaunt mich zu sagen, dass ich dankbar bin, dass du gegangen bist. nur auf diese weise konnte ich zu mir finden. und auch, wenn ich weiß, dass ich einen so großen schatz verloren habe, so weiß ich auch, dass es ein wichtiger teil meines weges war, da ich nur auf diese weise den weg finden konnte, auf dem ich jetzt unterwegs bin.

ich möchte danke sagen. danke für die schönen momente mit dir. danke für deine fröhlichkeit, dein lächeln und dein lachen. danke für deine fürsorge. danke für deine kreativität. danke für deine entdeckerlust. danke für deine verspieltheit. danke für deine entscheidungen und danke, dass du so bist, wie du bist. du bist perfekt. und ich wünsche dir von herzen das aller beste. ich wünsche dir von herzen, dass du das leben führen kannst, dass du dir von herzen wünschst. ich bin so glücklich über alles was in den letzten 3 jahren passiert ist, denn ich habe den eindruck, dass mein leben geordnet wurde, um in den bahnen zu laufen, die meine berufung auf direktem wege ansteuern. das fühlt sich unbeschreiblich gut an und ich bin einfach nur dankbar und glücklich.

ich hoffe auch du kannst mir nach den jahren verzeihen und hast dein glück gefunden.

i carry your heart with me, i carry it in my heart

ich heiratete mich selbst

die überschrift lässt vieles vermuten…zu beginn wollte ich auch erst garnicht darüber schreiben, es war mir sogar peinlich meine freundinnen zu diesen anlass einzuladen, doch wenn ich es aus scham schon nicht mit meinen liebsten teilen kann, wie ernst ist es mir dann mit meiner idee?

der gedanke der hinter dem akt sich selbst zu heiraten steckt, ist die simple tatsache, dass ich, ob ich es will oder nicht, mein ganzes leben mit mir selbst verbringen muss. und wenn ich die wahl habe, dann tue ich dass doch lieber in liebe und freude am leben und nicht in zweifel an mich selbst und hasserfüllten gedanken wie dumm ich doch wieder war. doch wie schnell haben wir manchmal den gedanken. wie oft verlangen wir dinge von uns selbst, die wir einem freund, dem partner, einem gast oder der familie nicht abverlangen würden, aber uns selbst gegenüber gibt es kein erbarmen.

nach der trennung von Bärchenjäger habe ich viele parallelen zu meiner mtter erkannt. einen rucksack voll mit eigenschaften und handlungsweisen, die ich nicht leben wollte. den satz: „du bist wie deine mutter!“ oder eben für die männlichen leser: „du bist wie dein vater!“ hören, so schätze ich, die wenigsten gerne und sehen es schon garnicht als kompliment, da dieser satz auch in den seltensten fällen in einem positiven kontext fallen gelassen wird.
im grunde ist sein weggang das beste das mir hätte passieren können, da er mich dadurch auf eine reise geschickt hat, die ich in der form nicht hätte erfahren können, wären wir noch zusammen.

ich bin das kind meiner eltern und das ist auch gut so. meine eltern sind wundervolle, genauso imperfekte menschen wie jeder andere auch. ich habe sehr viel gutes von ihnen gelernt, das mich schon sehr weit gebracht hat. und ich habe auch einige steine in meinen rucksack gepackt bekommen, die ich nun alle mal hervorkramen kann und sie betrachten darf und am ende anerkennen und mit etwas durchhaltevermögen vielleicht sogar auspacken kann. und an dieser stelle wandelt sich der satz: „du bist wie…!“ in einen einfachen satz, der keinen angriff mehr darstellt. weil ich mich liebe, so wie ich bin. es erfordert richtiges in sich hineinhorchen um das bedürfnis zu erkennen, das hinter dem steckt, was mich gerade in eine auserordentliche gefühlsladung wie wut versetzt. warum bin ich wütend auf den und den? was steckt dahinter? welches bedürfnis von mir wurde nicht erfüllt oder angegriffen und was kann ich dagegen unternehmen?

ich bin ein wundervoller mensch. ich lebe ein leben, wie ich es gestalte und ich habe den freien willen es auf die weise zu tun, wie es mir am besten gefällt. und dafür bin ich dankbar. sich so anzunehmen wie man ist, setzt sehr viel kraft frei, weil aus meiner erfahrung der fokus nicht mehr auf sich selbst und seine unzulänglichkeiten liegt, sondern auf die stärken und die daraus resultierenden möglichkeiten die sich eröffnen (soll aber nicht heißen, die augen vor den fehlern zu verschließen, ganz im gegenteil. hinschauen, bewusst werden und entscheidungen treffen). es erfordert richtiges in sich hineinhorchen um das bedürfnis zu erkennen, das hinter dem steckt, was mich gerade in eine auserordentliche gefühlsladung wie wut versetzt. warum bin ich wütend auf den und den? was steckt dahinter? welches bedürfnis von mir wurde nicht erfüllt oder angegriffen und was kann ich dagegen unternehmen?

am 13.05.2018 war es dann so weit. ich lud meine liebsten mädels ein, zeuge meines schwurs an mich selbst zu sein. ich bereitete eine kleine lauschige ecke in einem park ganz in der nähe meines zu hauses mit decken, kissen, kerzen und girlanden vor und wie wir alle beieinander saßen bedankte ich mich für ihre unterstützung. dass sie immer für mich da waren und das ich weiß, dass ich niemals allein sein werde. dass ich ein teil vom großen ganzen bin und ich dankbar bin, sie an meiner seite zu wissen.
das war ein wirklich sehr bewegender moment für mich und ich muss zugeben, geweint zu haben, womit ich garnicht gerechnet hatte, doch wie ich so in die runde sah und meine liebsten um mich rum betrachtete, war ich einfach dankbar und voller liebe für jeden moment, den ich mit ihnen hatte und noch haben werde.

und dann, verlaß ich meinen ehegelübde:
Ich liebe mich. Ich liebe mich von ganzem Herzen.
Heute möchte ich mir vor Euch allen das Versprechen geben mich zu lieben und zu ehren. Ich verspreche mir selbst Sicherheit zu geben, mir Trost zu spenden, mich um mich zu kümmern in guten wie in schlechten Zeiten.
Ich schwöre mir immer Mut zu machen, meine Träume zu verwirklichen, auf meine Bedürfnisse zu hören und für mich selbst einzustehen.
Ich wertschätze mich und werde das in Wort und Tat für alle Zeit unter Beweis stellen.
Ich bin meine einzig wahre Liebe.
Ich werde ehrlich zu mir sein, freundlich, geduldig und nachsichtig.
Ich werde mich darauf Konzentrieren meinen Zweck der Existenz zu erfüllen, zu lieben, zu lernen, zu inspirieren und zum Denken anzuregen.
Ich verspreche meine Worte mit Bedacht zu wählen.
Ich verspreche nichts persönlich zu nehmen.
Ich verspreche keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.
Ich verspreche immer mein Bestmögliches zu geben.
Ich verspreche richtig zuzuhören.

zu guter letzt und wie sich das zu einer hochzeit gehört, steckte ich mir einen ring an den finger und all meine trauzeuginnen unterzeichneten meinen schwur. dann stießen wir an und aßen kuchen, der tag hätte nicht schöner sein können!

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es ist wichtig zu verstehen, dass wir alle verantwortung für unser leben haben und dass wir wie das sprichwort es schon seit jahrhunderten sagt: unser eigenen glückes schmied sind. wenn wir das verstanden haben, ist es egal was andere menschen tun oder eben nicht tun, es ist meine alleinige entscheidung wie ich damit umgehe.

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seit her, gerade an tagen, an denen alles schief zu laufen scheint, betrachte ich meinen ring und ich erinner mich an das verprechen das ich mir gegeben habe. auch wenn es für den ein oder anderen mehr als absurd oder sogar lächerlich klingt, so kann ich nur für mich selber sprechen und sagen, dass mir diese zeremonie, nach vielen jahren in denen ich oft über selbstmord nachgedach habe ein echter und sehr befreiender moment war und mir das vertrauen in mich und meine zukunft gegeben hat, dass es immer weiter gehen wird, solange ich an mich selbst glaube. ich bin mir sicher, dass es auch weiterhin momente geben wird, an denen ich vor einem so tiefen abgrund stehen werde, dass mir alles perspektivlos erscheinen wird, aber genau dann, und davon bin ich überzeugt, genau dann, kommen meine trauzeuginnen, die für mich da sind und die mir aufhelfen werden, denn jeder von uns braucht ein mal ein bisschen hilfe. danke, an all die lieben helfer da draußen.

schmuck als rüstung

es gibt viele arten sich einen emotionalen panzer anzulegen und diese zeigen sich bisweilen auch im äußeren. in diesem artikel möchte ich mich der frage widmen ob die these aus meinem ersten Feng Shui buch für mich sinn macht.

auf den letzten seiten des buches „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston schreibt sie: “ falls ihr zu hause sehr vollgerümpelt ist, haben sie vielleicht auch das bedürfnis, große megen schmuck zu tragen, möglicherweise in dem maße, dass sie sich ohne halb nackt fühlen. wie hausgerümpel ist auch schmuck in überfülle eine form von emotionaler rüstung. nachdem sie ihr haus entrümpelt haben, werden sie ganz natürlich dazu tendieren, ihren schmuck ebenfalls zu reduzieren, weil sie sich sicherer und in der lage fühlen, ihr natürliches ich strahlen zu lassen.“ (seite 214)

als ich das laß musste ich ersteinmal das buch zur seite legen, denn ich fühlte mich sehr ertappt.
bereits in der grundschule war ich diejenige die sich am frühsten die meisten ohrlöcher stechen ließ. da meine eltern mir keine piercings erlaubten wartete ich geduldig bis auf den tag genau auf meinen 18. geburtstags und ließ mich umgehend mehrmals durchstechen. es folgten tattoos und seit dem kam immer mehr körperschmuck dazu.
doch es stagnierte. je länger ich mit meinem mann liiert war, desto weniger schmuck trug ich. selbst der nagellack war am ende farblos. das zeigt wohl wie wohl und sicher ich mich in seiner gegenwart gefühlt habe, denn direkt nach der trennung legte ich mir knallig roten lippenstift auf, kramte meinen schmuck vor, ließ mich mehrmals im gesicht piercen und großflächig tätowieren.
also wenn dass kein panzer ganz nach der definition Karen Kingstons ist?!

doch es geschah etwas interessantes. nachdem ich meine ganze bude ausgemistet hatte schaute ich in den spiegel und fand meine ohren viel zu vollgehangen und wirr geschmückt.
ich nahm tatsächlich 3 meiner ohringe raus und reduzierte die verbliebene schmuckstücke von ring auf stecker und wechselte auf fablose silkon tunnel.
ich war überrascht was ich für schöne ohren habe, jetzt wo ich sie „sehen“ kann.

doch es ist so, wie frau Kingston es sagt. es ist eine rüstung. denn die vorstellung keine tattoos zu haben würde mich unverzüglich beschämen. ich würde mich in der tat „nackig“ fühlen.
vor was schütze ich mich also?
es ist kein modeschmuck, keine kette, die ich abnehme, wenn mir danach ist oder sie mir nicht mehr gefällt.
dieser schmuck geht mir unter die haut. ich kann diesen farbpanzer nicht einfach abnehmen.

die haut steht in der integralen medizin für den schutz der individualität („ich fühle mich sicher ich selbst zu sein.“) und stellt die landkarte der seele dar. es ist die grenze nach außen.

wenn ich andere tätowierte menschen sehe, kommen sie mir unweigerlich viel „härter“ vor, als menschen ohne. es strahlt für mich etwas rohes aus, aggressives, auch wenn ich festgestellt habe, dass oft genau das gegenteil der fall ist. die meisten mir bekannten, stark tätowierten menschen sind sogar sehr weich und verletzlich, was die these stützen würde, dass ein panzer zum schutz errichtet wurde.

ich kann aus meiner sicht also bestätigen, dass es vor allem bei mir ein schutzfilm ist. wäre ja nicht schlecht, wenn tatsächlich angriffe dadurch abprallen würden, doch leider ist es eben am ende doch nur farbe.

durch selbstliebe loslassen

wie oft wurde mir im vergangenen jahr etwas vom „loslassen“ erzählt.
es hing mir zum halse raus.

durch meine neue liebe, die mich über mich hinauswachsen lässt, lerne ich so unfassbar viel über meine schatten und wie ich sie überwinden kann.
und dabei ist mir eines aufgefallen: loslassen gelingt nur durch selbstliebe.

das mag total logisch und plausibel sein, doch mit selbstliebe meine ich nicht das übliche: jaja, doch. ich mag mich schon.
selbstliebe umfasst etwas mehr.

A.K.T.

achtsamkeit. klarheit. tat.

selbstliebe umfasst diese 3 grundzutaten, die der schlüssel zur befreiung von seelischen schmerzen sind und den weg des loslassens ebnen.

achtsamkeit ist denke ich vielen von uns ein begriff und deshalb möchte ich es an dieser stelle nur kurz anschneiden, da es sehr praxisbezogene literatur und andere medien in großer zahl gibt, die zu rate gezogen werden können.
mit meinen eigenen worten der vollständigkeit halber, beschreibt achtsamkeit in der selbstliebe das aktive im hier und jetzt sein, in der tätigkeit oder dem gedanken zu sein, in der ich gerade stecke. ganz bei mir sein und nicht multi tasking ähnlich so viel wie möglich in einen moment stopfen – auf meine bedürfnisse hören. das erfordert übung und disziplin.

klarheit beschreibt die frage nach den persönlichen werten.
was sind meine werte? passiert gerade das, was ich wirklich will? die kunst liegt darin sich klarheit über eigene ziele zu schaffen. der grund, für den wir jeden morgen aufstehen, die vorstellung von einem erfüllten leben zu definieren. dieses große fragezeichen mit leben zu füllen, genau zu definieren ist ein wichtiger schritt zur selbstliebe. zu lauschen, was das eigene herz wirklich möchte und sich diesbezüglich auch immer wieder zu hinterfragen. gerade wenn der geist dabei ist müll zu produzieren, stelle fragen um dadurch ans ziel, einem ergebnis von deinem wert zu kommen.

diese ziele und werte, die in der klarheit erkannt wurden, weil man ihnen raum gegeben hat um gehört zu werden, müssen dann in die tat, dem t in der eselsbrücke a.k.t., umgesetzt werden.
die ersten 2 schritte mögen zu allermeist noch schaffbar sein, doch bei der tat wird es meistens etwas holperig.
stehen wir z.b. für den wert: biologisch angebaute lebensmittel sind die bessere wahl für mensch und umwelt. kaufen wir dann auch genau diese produkte, um unserem wert und schließlich dadurch auch uns selbst treu zu bleiben?
das nennt sich mind-behavior-gap. die diskrepanz zwischen dem geist und dem was man eigentlich tut. unser unterbewusstsein bekommt mit, wenn wir unsere eigenen werte übergehen und merkt dadurch, dass wir uns selbst und unsere belange nicht ernst nehmen. an dieser stelle sollten wir uns fragen, ob wir authentisch sind. tue ich wirklich das, was ich sage oder spiele ich theater um vor anderen gut dazustehen?

zu seinen überzeugungen und werten zu stehen ist sehr oft alles andere als leicht und erfordert in gewissen situationen wirklich durchhaltevermögen. doch sind wir uns das nicht selbst wert?

es sind meist kleine dinge wie: das ganz besonders intensive putzen bevor angekündigter besuch kommt. bin ich es mir selbst nicht wert die wohnung in schuss zu halten? ich kann im „dreck“ und der unordnung leben, aber für den besuch muss es schick sein.

wenn wir zu uns stehen. für uns einstehen. definieren was unsere bedürfnisse sind, ist es, wie in der wahren liebe im vorherigen artikel beschrieben, auch ein leichtes „loszulassen“, denn was ich brauche habe ich bereits bei mir. mich selbst.

vom geben und nehmen

mein großes fragezeichen des vergangenen jahres, das mich beschäftigte lautet: gibt es bedingunglose liebe einem liebespartner gegenüber wirklich?

ich habe es bis gestern nicht fühlen können, doch der knoten ist geplatzt.
seit einiger zeit bin ich super verknallt in einen so wundervollen mann.
wir haben beide eine schmerzliche vergangenheit und unsere biographischen wunden mit scheidung und gesundheitlichem leidensweg. es liegt distanz zwischen uns, und damit ist nicht die räumliche gemeint, doch durch genau diese ferne, komme ich ihm nahe und spüre nun, was es bedeutet, bedinungslos zu lieben.

du kannst dir nur dann zurückgewiesen vorkommen, wenn du versuchst etwas an dich zu reißen

immer wenn wir uns verletzt fühlen von einem menschen den wir lieben, hat das zur folge, dass wir etwas erwarteten…dass wir etwas bestimmtes von jemandem wollten.
oftmals geben wir etwas von uns, mit der meist unbewussten annahme, im gegenzug dafür etwas zu bekommen, z.b. ebenfalls die zuneigung, die wir unserem partner als beispiel haben zu teil werden lassen. erhalten wir das nicht, fühlen wir uns zurückgewiesen, enttäuscht, verletzt. doch stellt sich an dieser stelle nicht die frage:

geben wir nur um etwas zu bekommen?

enttäuschung und damit gefühlte zurückweisung resulitert nur auf unerfüllte erwartungen. ist das nicht die falsche herangehensweise?

als kleinkinder geben und helfen wir ohne eine gegenleistung zu erwarten. es ist für uns eine natürliche vorgehensweise. erst durch erziehung und soziale anpassung lernen wir, dass wir eine gegenleistung erhalten, wenn wir etwas getan haben: „wenn du artig bist, bekommst du einen lolli.“ „wenn du jetzt schön auf isst, dann…“

es ist nicht so einfach seine gefühle nicht mit erwartungen zu schmücken. zu geben und zu geben ohne etwas im gegenzug zu erwarten.

ist das nicht selbstaufgabe?!
das dachte ich lange zeit.

wenn ich über mein verhältnis zu meinen eltern nachdenke, dann is dort für alles was sie mir geben ein gewisser druck im rücken.
oft sagen sie: „wir haben so viel für euch getan! und wie dankt ihr es uns?!“
auch dort habe ich mich schon oft gefragt, ob sie meinem bruder und mir nur helfen, weil sie im gegenzug erwarten, dass wir uns um sie kümmern.

ist diese zuwendung dann aufrichtig? entspringt sie wahrer liebe?

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es erscheint eher wie ein handel. und wenn mir persönlich druck im nacken sitzt, gebe ich nicht mehr so gerne wie ich es unter anderen umständen tun würde.
ich bin also schon mit der subtilen regel groß geworden: wenn wir dir etwas geben, erwarten wir, dass du es uns auf ebenbürtige weise zurück gibst.
dass man aus dieser situation nur mit seelischen schmerzen, verletzungen und enttäuschen hervorgeht, ist so gut wie vorprogrammiert.

wahre zuneigung und liebe kann dir keiner nehmen. und wenn ich einen menschen wahrhaft liebe, gebe ich ihm gerne, auch wenn nichts zurück kommt. mein gegenüber ist nicht dazu da, meine bedürfnisse zu befriedigen. das kann nur ich allein. und wenn es mein bedürfnis ist ihm etwas zukommen zu lassen tue ich es, denn wenn ich gebe, um zu geben, kann mich niemand zurückweisen, da ganzheit keine ansprüche kennt.

ich merke dass es eine schmale gradwanderung ist, wieder in alte muster umzuschwenken. schnell bauen sich doch wieder erwartungen auf, gerade wenn der partner einen schritt auf uns zugeht. der trick dabei ist, sich dessen immer wieder bewusst zu machen – wahre liebe ist grenzenlos.

knipsen wo man steht und geht

durch handykameras und dank des digitalen zeitalters ist photographieren so einfach und schnell wie nie zuvor. mittlerweile hat sich eine richtige photowelt erschlossen die auf seiten wie instagram, tumblr, pinterest und co in einer wahren flut aus bilderdaten mündet.

da ich ja, wie ihr wisst, im aufräumwahn war, stieß ich natürlich auch auf das thema photos.

was kann ich auch bei diesen gegenständen ziehen lassen und welche erinnerungen sind mir wirklich wichtig?
doch wäre dass nicht nur eine art symptombehandlung? steht vor dem ausgedrucken photo nicht das photographieren selbst?

in der literatur die ich ums thema aufräumen las wurde von der autorin auch die frage gestellt, warum wir heutzutage überhaupt so viel knipsen. und sie hat recht.
was verleitet uns dazu unser essen im restaurant oder den kaffee in der mittagspause und all die anderen doch relativ „nichtigen“ alltagssituationen festzuhalten und sie für die welt zu posten?

12019929_763569083789550_4673785324080091178_nals ich über diese frage nachdachte musste ich schmunzel, da mir bewusst wurde, dass auch ich vermehrt allen mist um mich herum abzulichten und festzuhalten versuchte.
und ich hinterfragte mein handeln.

die einfache antwort war:
ich wollte gesehen werden.
anerkennung.
anerkennung für das was ich so geiles in meinem leben mache…sei es noch so sinnfrei.

20108253_1197339663745821_2969283058192220626_ndoch das war nicht immer so.
wenn ich an die zeit mit Bärchenjäger zurück denke, dann weiß ich noch als wäre es heute, wie er sich darüber ärgerte, dass ich im urlaub…dem wohl geilsten urlaub meines lebens…so wenig photographierte, obwohl ich meine große kamera mitgeschleppt hatte.
er war am ende derjenige, der die meisten photos machte.

ich dachte damals es lege daran, dass ich ohnehin als photographin den ganzen tag am knipsen sei, doch es steckt etwas ganz anderes dahinter.
ich war schon immer der meinung, dass man als photograph nie richtig beim geschehen dabei ist. du bekommst alles nur wie durch eine art schleier mit…der sucher durch den du schaust ist wie eine art schutzschild…ein schleier, der dich passiv am geschehen teilhaben lässt. und genau das wollte ich in meinem urlaub nicht. ich stand lieber da und schaute mir die landschaft und Bärchenjäger mit meinen eigenen augen an.
genoss jeden augenblick in vollkommenheit.

und warum hat sich das gewandelt?
als ich plötzlich vor meiner kaputten welt stand, habe ich versucht alles krampfhaft festzuhalten. ein versuch mir surreale sicherheit zu schaffen. wenn ich es ablichte, ist es auch wirklich passiert und bleibt bei mir.
mit der zeit wurde das weniger, doch ich orientierte mich an den influencern…was für ein tolles und schillerndes leben sie doch führen.

aber im ernst?! was gucke ich denn nach links und nach rechts. verbringe stunden damit den anderen zuzusehen was die so treiben statt selbst meine träume zu leben?!

werde dir bewusst was du in deinem leben alles machen und erleben willst…was du erreichen willst und fange an. egal wie. schritt für schritt bis du am ziel bist!
orientiere dich an anderen, keine frage, das ist völlig richtig sich von anderen menschen inspirieren zu lassen. doch bitte, bitte, fangt an den menschen einen mehrwert zu bieten und nicht einfach die linse auf alles zu halten was nicht niet und nagelfest ist.

mir ist durch diese gedanken bewusst geworden wie viel mich Bärchenjägers herz in meinem ausgefüllt hat. das ist auch der grund warum ich nie über sexstories mit ihm geschrieben habe. sie haben mich erfüllt. dafür wollte ich keinerlei anerkennung von außen…das brauchte ich nicht. ich war ganz eins mit ihm und es bedurfte keinerlei veröffentlichung um mich dadurch „größer“ zu fühlen.
ich bin dankbar das einmal erlebt zu haben und ich vermute sehr stark, dass es vielen so geht, dass sie in solch berührenden momenten, in denen sie ganz bei sich sind, nicht daran denken ein photo zu schießen, das würde aus der situation herausziehen – du bist nicht mehr ganz dabei, sondern mit den gedanken schon wieder ganz wo anders…bei der kamera und dem gedanken was mit dem photo einmal werden soll (erinnerung, post auf diversen networkingseiten, photobuch…).

ich fülle mich nun selbst aus, denn die beste anerkennung kann wohl nur die eigene sein…selbstliebe und ein positives selbstwertgefühl. ist das nicht das größte geschenk dass wir der menschheit geben können? wenn wir selbst zufrieden und glücklich sind (und unser glück hängt einzig und allein von uns selbst ab. wer das begreift trägt den schlüssel in seiner hand!) können wir anderen helfen, denn nur dann sind wir offen für andere und können zu wahrer erfüllung finden.

dazu noch eine kleine anekdote:
in einer vorlesung an einer universität bringt der professor ein leeres großes glas mit und stellt es auf den tisch vor sich.
dort füllt er große steine rein und fragt seine schüler: „ist das glas nun voll?“
die schüler sitzen da und meinen alle: „ja. das glas ist voll.“
und der lehrer fragt: „ist das glas wirklich voll?“
nach einer weile meldet sich ein schüler zu wort und gibt zu bedenken: „naja, zwischen den großen steinen sind ja noch zwischenräume…“
der professor stimmt zu und schüttet noch einmal sand dazu, so dass auch die zwischenräume gefüllt sind und fragt: „ist das glas nun voll?“
schon meldet sich ein student und meint: „wir könnten noch wasser einfüllen.“
gesagt getan und wieder überlegen alle ob das glas nun voll ist…es kommt keiner mehr auf eine weitere idee und so beschließen sie geminsam, dass das glas nun voll ist.
der professor ergreift wieder das wort: „dass ist das was viele menschen mit ihrem leben machen. sie gucken immer ‚was passt noch rein?‘. bis wir rand voll sind mit belanglosen und nebensächlichen dingen, anstatt uns auf die „big rocks“ die großen steine des lebens zu konzentrieren. anstatt von anfang an dafür sorge zu tragen dass die dinge die uns am wichtigsten sind auf jeden fall gut in unserem kalender geblockt sind. und unser fehler ist oft, dass wir nicht mit den big rocks anfangen, sondern schon mit einem haufen sand und wasser gefüllt sind und nur noch hier und da ein großer stein reinpasst.“

überleg dir welche deine ganz persönlichen BIG ROCKS sind und fang an sie in deinen kalender zu tragen, dass für diese auf jeden fall jede woche zeit ist, bevor die verpflichtungen und alltäglichen dinge…der sand…sich drum herum mischen kann – nicht umgekehrt.

was sind deine BIG ROCKS?