Kategorie: inspiration

Männer und Gefühle

Wer als Frau einen männlichen Partner an seiner Seite hat, kam bestimmt auch schon mal in die Situation, sich unverstanden von ihm zu fühlen, weil er nicht die Emotionalität an den Tag legte, wie wir es (als Frau) von unserem Gegenüber erwartet hatten, nachdem wir unser Herz ausschütteten. Vielleicht kam sogar direkt ein Lösungsansatz, statt der Worte: „Ich versteh was du meinst und fühle mit dir.“

Tatsache ist, dass Männer und Frauen verschieden sind, und das nicht nur im Schritt. Unsere Gehirne sind unterschiedlich ausgerichtet, aufgrund der unterschiedlichen Hormone die durch unseren Körper strömen. Diese verursachen, dass unsere Körper geringfügig anders auf Situation reagieren.

Es ist erforscht worden, warum Männer und Frauen unterschiedlich auf Situationen wie der oben beschriebenen reagieren. Es gibt zwei Gefühlssysteme: das System der Spiegelneuronen und das System der temporal-parietalen Verknüpfungen.

Beide Systeme werden von Männern als auch Frauen verwendet. Unsere unterschiedlichen Hormoncocktails im Körper bewirken jedoch, dass Frauen das System der Spiegelneuronen bevorzugt beanspruchen und damit hauptsächlich mit ihrem Gegenüber mitfühlen und das im wahrsten Sinne des Wortes, weil sie dank dieser Spiegelneuronen das fühlen, was der Gegenüber fühlt. Männer benutzen nach einer kurzen Aktivierung der Spiegelneuronen hauptsächlich die temporal-parietalen Verknüpfungen und sind dadurch in der Lage, eine scharfe Abgrenzung zwischen dem „Ich“ und dem „Anderen“ vorzunehmen. Das versetzt sie in die Lage, klar denken zu können um gezielt nach Lösungen zu suchen.

Diese analytische Vorgehensweise kommt bei uns als gefühlskalt rüber. Schnell bewerten Frauen eine solche Vorgehensweise als Zeichen dafür, dass der Partner die Gefühle nicht versteht und sie ihm gleichgültig ist. Oft sind Frauen von dem unbewegten Gesichtern ihrer Männer abgestoßen.

„Das männliche Gehirn ist nicht dafür konzipiert sich Ängsten hinzugeben: Wenn es ein Gefühl wahrgenommen hat, zapft es sehr schnell die temporal-parietalen Verknüpfungen an, um die kognitive Gefühlsverarbeitung abzuschließen.“ Zitat aus „Das männliche Gehirn“ von Louann Brizendine auf Seite 129.

Liebe Frauen, solltet ihr erneut in eine solche Situation kommen, wisset: Euer Partner ist in solchen Momenten bemüht Euer Leiden zu lindern, in dem sie versuchen, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Er drückt dadurch seine Liebe und Zuneigung zu Dir aus.

In dieser Hinsicht können wir uns eine Scheibe abschneiden. Es ist im Grunde genommen von Vorteil nicht gelähmt vor Angst oder Schmerz dazusitzen, sondern das Problem bei der Wurzel zu packen.

Für mich ist das Wissen darum Gold wert und ich hoffe, dass es auch Dir ein bisschen die Augen öffnet und Du für die kommenden Konversationen sensibilisiert bist, dass wir einfach verschieden sind und die Dinge auf unterschiedliche Art und Weise anpackt.

Die 5 Sprachen der Liebe nach Gary Chapman

Im Feng Shui ist es nicht nur wichtig im Wohnraum aufzuräumen. Auch das Innere darf unter die Lupe genommen werden. Die Bedürfnispyramide nach Maslow beschreibt, dass zu aller erst, die Grund- und Existensbedürfnisse gesichert werden müssen. Sicherheitsbedürfnis bilden die Grundlage, diesem folgt das Sozialbedürfnis, Individualbedürfnis, Selbstverwirklichung und schließlich, an oberster Spitze, ist die Transzendens. Das sind die Schritte die gegangen werden müssen um ein „erfülltes“ Leben zu führen.
Zu einem der Grundpfeiler, das Sozialbedürfnis, gehört Zuwendung und das Bedürfnis, wahrhaft geliebt zu werden.

Gary Chapman hat sich zur Aufgabe gemacht, seine Beobachtungen in die Welt zu tragen und da mich seine Erkenntnisse so bewegen, möchte ich Dich nun meinerseits auch daran teilhaben lassen und hoffe, dass es auch Dir ein Stück weit die Augen für neue Herangehensweisen, im liebevollen Miteinander öffnet. Denn noch so viel Materielle Sicherheit und Reichtum, erfüllen nicht das Bedürfnis nach wahrer Liebe, denn jede Isolation zerstört die Seele.

Gary geht davon aus, dass jeder Mensch eine Art „Liebestank“ in sich trägt. Ist dieser gefüllt, fühlen wir uns geliebt.
Um diesen Tank zu füllen, bedarf es einer (oder mehrerer) Sprachen. Er hat insgesamt 5 Sprachen extrahieren können. Jeder Mensch spricht auf eine bestimmte Sprache an.
So wie es auch die großen Sprachen der Welt gibt, mit denen wir uns verständigen (oder auch nicht), so verstehen wir auch in Liebesdingen ausschließlich ausgewählte Signale als Liebesbeweis.

Die wenigsten Ehepartner sprechen von Haus aus die selbe Sprache.
Im schlimmsten Falle, sprechen beide vollkommen versciedene Sprachen und wissen und verstehen nicht, dass der Gegenüber Gefühle der Liebe zum Ausdruck bringt, weil die Vokabeln nicht die Selben, wie in der eigenen Muttersprachen sind und deshalb nicht als Liebesbeweis verstanden werden.

Das klingt im Moment noch sehr abstrakt, deshalb möchte ich ein kleines Beispiel geben:

Es gibt die 5 Sprachen der Liebe:

Lob und Anerkennung
Zweisamkeit
Zärtlichkeit
Geschenke
Hilfsbereitschaft

Spricht also der Mann vor allem die Sprache des Lobes und der Anerkennung, wird er höchstwahrscheinlich auch seine Frau oft für das schön gekochte Essen loben und ihr damit seine Anerkennung zollen. Für sie ist das jedoch eine Selbstverständlichkeit für ihn zu kochen und registriert diese Anerkennung nur nebenher. Was sie sich wünscht, als Zeichen seiner Liebe, ist eine Umarmung zur Begrüßung und ein Guten-Morgen-Kuss, um sich seiner Liebe gewiss zu sein. Sie spricht die Sprache der Zärtlichkeit.
Beide sprechen eine vollkommen andere Sprache und zeigen sich ihre Liebe auf ihrer eigenen Muttersprache und so kommt es vor, dass sie ihn möglicherweise nicht dafür lobt, dass er, trotz das er bis spät gearbeitet hat, noch das Regal im Kinderzimmer angebracht hat. Stattdessen streichelt sie ihm vielleicht liebevoll über die Hand, küsst ihm auf die Wange und bedankt sich schlicht. Er kann mit Zärtlichkeiten nur wenig anfangen und ist enttäuscht, keine Anerkennung für sein Werk zu bekommen. Was ist passiert?
Diese kleinen und feinen Details der unterschiedlichen Ausdrucksweise der Zuneigung führen über Jahre hinweg zu dem Gefühl, nicht geliebt zu werden, da keiner von beiden das vom Partner erhält, was sein Verständnis von Zuneigung und Liebe ist, dabei sprechen beide auf ihre Weise ihre Gefühle aus. Das führt auf lange Sicht dazu, dass sich der „Liebestank“ leert und das Gefühl entsteht, vom Partner nicht geliebt zu werden.

Was wäre, wenn sie wüsste, dass ihm Lob und Anerkennung zeigen würde, wie sehr sie ihn liebt? Vielleicht würde sie nicht nur ihrem eigenen Bedürfnis nach Zärtlichkeit Raum geben und ihm Zärtlichkeiten zukommen lassen, sondern auch, um seinen „Liebestank“ zu füllen, mehr als einem schlichten „Danke“ ein paar lobende Worte finden: „Ach wie schön du das gemacht hast! Es sieht genauso aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Du bist eben ein sehr talentierter Handwerker.“ Merkst Du den Unterschied?

Liebe ist ein Willensakt.

Die erste Phase des Verliebtseins hat nichts mit Liebe zu tun. Wir suchen uns nicht aus in wen wir uns verlieben. Und mit der rosaroten Brille auf, sehen wir nicht mehr die störenden, nervigen Macken des anderen, im Gegenteil, sie sind sogar noch bezaubernd. Wir sind verstrickt in einem Phantasiegebilde vom Partner. Wir lassen außer acht, dass auch er seine ganz eigene Vorstellung vom Leben haben könnte, da wir ja so gut zusammen passen und können uns im Traum nicht vorstellen, dass uns unser Partner einmal verletzen könnte.
Sind dann, nach durchschnittlich 2 Jahren, alle Hormone wieder auf dem Normalzustand abgesunken und aus der rosaroten Brille ist wieder eine durchsichtige geworden, kommen die ersten Macken zum Vorschein, die nicht mehr so liebenswert sind, sondern einfach nur noch nervig. Ab jetzt beginnt der Willensakt. Ich entscheide mich willentlich dafür, meinen Teil dazu beizutragen, dass es meinem Partner gut geht, dass er glücklich ist und sich geliebt fühlt. Genau aus diesem Grund, ist es von entscheidender Wichtigkeit, zu wissen, wie ich meinem Partner überhaupt das Gefühl geben kann, geliebt zu sein. Ist das eine ganz andere, mir vielleicht völlig fremde Sprache, dem Chinesischen gleich, kann es anstrengend sein, sich an die neue Sprache heranzutasten und erfordert Willensstärke.

Wie haben wir uns ineinander verlieben können, wenn wir doch so unterschiedlich sind?

In der Phase der Verliebtheit sind wir ohne große Mühe in der Lage alle Sprachen zu sprechen, erst im Laufe der Zeit, kommen wir wieder in unsere Muttersprache zurück. Am Anfang, wenn wir auf Wolke 7 schweben, bringen wir unserem Liebsten vielleicht eine kleine Blume vom Feldrand (Geschenke). Wir können die Hände nicht voneinander lassen (Zärtlichkeit), wollen jede freie Minute miteinander verbringen (Zweisamkeit), sind begeistert vom Gegenüber und was er alles kann (Lob und Anerkennung) und sind sofort da, wenn er neue Projekte startet und Unterstützung bei der Umsetzung braucht (Hilfsbereitschaft).
Ist der Hormonrausch der ersten Zeit abgeebbt, bedarf es unserer willentlichen Entscheidung unserem Partner das zu geben, was er als Liebesbeweis versteht.

Ich finde diese Beobachtung von Gary absolut herausragend und bin davon überzeugt, dass dieses Wissen, die Qualität vieler Ehen und Verbindungen rasant anheben würde, denn nichts ist frustrierender, als aneinander vorbei zu reden. Jeder sagt dem anderen auf seine Weise, dass er ihn liebt, nur ist die Sprache nicht verständlich und kommt nicht an. Das führt zu Frust und im Ernstfall zur Trennung, denn wer möchte schon mit einem Partner leben, von dem man meint, keine Liebe zu bekommen?

Um diese Erkenntnisse ein Stück nach draußen zu tragen, möchte ich nicht nur sein gleichnamiges Buch empfehlen, sondern auch in 5 weiteren Artikeln die 5 Sprachen der Liebe einzeln vorstellen. Das hilft, zu verstehen, warum es in den letzten Jahren immer und immer wieder um die selben lästigen Vorwürfe im Streit ging.

all you need is love

ich heiratete mich selbst

die überschrift lässt vieles vermuten…zu beginn wollte ich auch erst garnicht darüber schreiben, es war mir sogar peinlich meine freundinnen zu diesen anlass einzuladen, doch wenn ich es aus scham schon nicht mit meinen liebsten teilen kann, wie ernst ist es mir dann mit meiner idee?

der gedanke der hinter dem akt sich selbst zu heiraten steckt, ist die simple tatsache, dass ich, ob ich es will oder nicht, mein ganzes leben mit mir selbst verbringen muss. und wenn ich die wahl habe, dann tue ich dass doch lieber in liebe und freude am leben und nicht in zweifel an mich selbst und hasserfüllten gedanken wie dumm ich doch wieder war. doch wie schnell haben wir manchmal den gedanken. wie oft verlangen wir dinge von uns selbst, die wir einem freund, dem partner, einem gast oder der familie nicht abverlangen würden, aber uns selbst gegenüber gibt es kein erbarmen.

nach der trennung von Bärchenjäger habe ich viele parallelen zu meiner mtter erkannt. einen rucksack voll mit eigenschaften und handlungsweisen, die ich nicht leben wollte. den satz: „du bist wie deine mutter!“ oder eben für die männlichen leser: „du bist wie dein vater!“ hören, so schätze ich, die wenigsten gerne und sehen es schon garnicht als kompliment, da dieser satz auch in den seltensten fällen in einem positiven kontext fallen gelassen wird.
im grunde ist sein weggang das beste das mir hätte passieren können, da er mich dadurch auf eine reise geschickt hat, die ich in der form nicht hätte erfahren können, wären wir noch zusammen.

ich bin das kind meiner eltern und das ist auch gut so. meine eltern sind wundervolle, genauso imperfekte menschen wie jeder andere auch. ich habe sehr viel gutes von ihnen gelernt, das mich schon sehr weit gebracht hat. und ich habe auch einige steine in meinen rucksack gepackt bekommen, die ich nun alle mal hervorkramen kann und sie betrachten darf und am ende anerkennen und mit etwas durchhaltevermögen vielleicht sogar auspacken kann. und an dieser stelle wandelt sich der satz: „du bist wie…!“ in einen einfachen satz, der keinen angriff mehr darstellt. weil ich mich liebe, so wie ich bin. es erfordert richtiges in sich hineinhorchen um das bedürfnis zu erkennen, das hinter dem steckt, was mich gerade in eine auserordentliche gefühlsladung wie wut versetzt. warum bin ich wütend auf den und den? was steckt dahinter? welches bedürfnis von mir wurde nicht erfüllt oder angegriffen und was kann ich dagegen unternehmen?

ich bin ein wundervoller mensch. ich lebe ein leben, wie ich es gestalte und ich habe den freien willen es auf die weise zu tun, wie es mir am besten gefällt. und dafür bin ich dankbar. sich so anzunehmen wie man ist, setzt sehr viel kraft frei, weil aus meiner erfahrung der fokus nicht mehr auf sich selbst und seine unzulänglichkeiten liegt, sondern auf die stärken und die daraus resultierenden möglichkeiten die sich eröffnen (soll aber nicht heißen, die augen vor den fehlern zu verschließen, ganz im gegenteil. hinschauen, bewusst werden und entscheidungen treffen). es erfordert richtiges in sich hineinhorchen um das bedürfnis zu erkennen, das hinter dem steckt, was mich gerade in eine auserordentliche gefühlsladung wie wut versetzt. warum bin ich wütend auf den und den? was steckt dahinter? welches bedürfnis von mir wurde nicht erfüllt oder angegriffen und was kann ich dagegen unternehmen?

am 13.05.2018 war es dann so weit. ich lud meine liebsten mädels ein, zeuge meines schwurs an mich selbst zu sein. ich bereitete eine kleine lauschige ecke in einem park ganz in der nähe meines zu hauses mit decken, kissen, kerzen und girlanden vor und wie wir alle beieinander saßen bedankte ich mich für ihre unterstützung. dass sie immer für mich da waren und das ich weiß, dass ich niemals allein sein werde. dass ich ein teil vom großen ganzen bin und ich dankbar bin, sie an meiner seite zu wissen.
das war ein wirklich sehr bewegender moment für mich und ich muss zugeben, geweint zu haben, womit ich garnicht gerechnet hatte, doch wie ich so in die runde sah und meine liebsten um mich rum betrachtete, war ich einfach dankbar und voller liebe für jeden moment, den ich mit ihnen hatte und noch haben werde.

und dann, verlaß ich meinen ehegelübde:
Ich liebe mich. Ich liebe mich von ganzem Herzen.
Heute möchte ich mir vor Euch allen das Versprechen geben mich zu lieben und zu ehren. Ich verspreche mir selbst Sicherheit zu geben, mir Trost zu spenden, mich um mich zu kümmern in guten wie in schlechten Zeiten.
Ich schwöre mir immer Mut zu machen, meine Träume zu verwirklichen, auf meine Bedürfnisse zu hören und für mich selbst einzustehen.
Ich wertschätze mich und werde das in Wort und Tat für alle Zeit unter Beweis stellen.
Ich bin meine einzig wahre Liebe.
Ich werde ehrlich zu mir sein, freundlich, geduldig und nachsichtig.
Ich werde mich darauf Konzentrieren meinen Zweck der Existenz zu erfüllen, zu lieben, zu lernen, zu inspirieren und zum Denken anzuregen.
Ich verspreche meine Worte mit Bedacht zu wählen.
Ich verspreche nichts persönlich zu nehmen.
Ich verspreche keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.
Ich verspreche immer mein Bestmögliches zu geben.
Ich verspreche richtig zuzuhören.

zu guter letzt und wie sich das zu einer hochzeit gehört, steckte ich mir einen ring an den finger und all meine trauzeuginnen unterzeichneten meinen schwur. dann stießen wir an und aßen kuchen, der tag hätte nicht schöner sein können!

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es ist wichtig zu verstehen, dass wir alle verantwortung für unser leben haben und dass wir wie das sprichwort es schon seit jahrhunderten sagt: unser eigenen glückes schmied sind. wenn wir das verstanden haben, ist es egal was andere menschen tun oder eben nicht tun, es ist meine alleinige entscheidung wie ich damit umgehe.

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seit her, gerade an tagen, an denen alles schief zu laufen scheint, betrachte ich meinen ring und ich erinner mich an das verprechen das ich mir gegeben habe. auch wenn es für den ein oder anderen mehr als absurd oder sogar lächerlich klingt, so kann ich nur für mich selber sprechen und sagen, dass mir diese zeremonie, nach vielen jahren in denen ich oft über selbstmord nachgedach habe ein echter und sehr befreiender moment war und mir das vertrauen in mich und meine zukunft gegeben hat, dass es immer weiter gehen wird, solange ich an mich selbst glaube. ich bin mir sicher, dass es auch weiterhin momente geben wird, an denen ich vor einem so tiefen abgrund stehen werde, dass mir alles perspektivlos erscheinen wird, aber genau dann, und davon bin ich überzeugt, genau dann, kommen meine trauzeuginnen, die für mich da sind und die mir aufhelfen werden, denn jeder von uns braucht ein mal ein bisschen hilfe. danke, an all die lieben helfer da draußen.

alles ist miteinander verflochten

da es ja keine zufälle gibt, war es wohl vorsehung, dass ich mit einem sehr wichtigen menschen wieder im Dussmann, meinem lieblingsbuchladen, landete. dort bekamen wir ein mini roulettspiel in die hand, bei dem es viele JA’s und vereinzelte NEINˋs zu erspielen gab. wir fragten das roulett, ob wir uns heute jeder etwas aussuchen durften und siehe da. unser beider kugel landete auf einem JA-feld.

ich nutze die gelegenheit und griff zu einem buch, dass ich schon sehr lange ins auge gefasst hatte.
The Bond – Die Wissenschaft der Verbundenheit von Lynne McTaggart

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dieses buch ist absolut empfehlenswert!

„was mit der quantenphysik begann, setzt sich in vielen anderen wissenschfatsrichtungen fort: neue forschungen liefern immer mehr beweise dafür, dass kein ding isoliert für sich existiert, sondern alles durch ein unsichtbares energetisches band miteinander verbunden ist. nicht auf das trennende sollten wir uns konzentrieren, sondern auf das verbindende: THE BOND.
wenn wir diese erkenntnis berücksichtigen, verändert das unsere art zu leben von grund auf. konkurrenz und kampf ums dasein werden abgelöst von gegenseitiger hilfe und verantwortung füreinander. die bekannte wissenschaftsjournalistin Lynne McTaggart ermöglicht ein neues verständnis von sein und bewusstsein und öffnet uns die augen für die wechselseitige verbundenheit allen lebens.“ (buchrücken)

noch während ich das buch las, entwickelte sich bei mir ein umfassenderes verständis für unsere existenz und unser zusammenleben. ich bin so fasziniert von dem geschriebenen, dass ich euch gerne in folgeartikeln an dem gelesenen teilhaben lassen möchte. mit zahlreichen beschriebenen experimenten belegt sie ihre thesen, so dass ich als leser nicht einfach vor unbewiesenen, unglaublichen behauptungen sitzen gelassen werde, sondern mit beweisen belegte theorien, die es leichter machen, das unlaubliche zu glauben.
zu beginn steht das verhalten der kleinsten aller teilchen (quantenphysik) im vordergrund und zum ende des buches beschreibt sie bewegungen von netzwerken in denen sich menschen als eine einheit zusammengeschlossen haben, so dass jeder sich als individuum und einzigartigen menschen wahrnehmen kann und doch den zusammenhalt der gruppe spürt in der man als einheit zusammenfindet.

ein sehr inspirierendes werk das lust auf folgeliteratur zu diesem thema macht und zum glück: das literaturverzeichnis am ende des buches umfasst stolze 32 seiten.
doch fürs erste werde ich dieses buch ein zweites mal lesen und wie wild anstreichungen machen. es ist wie beim film gucken: je öfter du einen film sieht, desto mehr details entdeckst du.
freut euch auf die artikelreihe zu diesem buch, es wird euch in staunen versetzten, wie sehr uns der raum zwischen uns miteinander verbindet.

konmari-methode

letztes jahr entrümpelte ich meine gesamte bude. ich schmiss alles raus, dass mich nicht mehr berührte. wie viel platz und raum zum atmen ich dadurch gewann, kann ich garnicht in worte fassen. es war sehr erfüllend altes, überflüssiges loszulassen und es war auch höchste zeit. wenn ich dies an der stelle einmal zugeben darf, dann hätte ich das schon viel früher machen sollen, doch alles kommt und geht zu seiner zeit. und so soll es auch sein.

im zuge meines unterfangens leihte mir eine sehr hoch geschätze kollegin den bestseller „magic cleaning“ von Marie Kondo und ich tat mich schwer damit es zu lesen, da es fast wie eine art roman anmutet, in dem sie über sich selbst schreibt und wie ihr langer weg zur perfekten ordnung aussah. kurz, das interessierte mich nicht.51QvdNaJfIL._SX327_BO1,204,203,200_
aber zwischen den ganzen geschichten über ihre erfahrungen filterte ich mir die infos raus, die ich gut gebrauchen konnte und die an Karen Kingston anknüpften.

Maries alles zu grunde liegende theorie ist die, dass dich all deine gegenstände, deine besitztümer glücklich machen müssen.
das mag abgedroschen klingen, weiß ich doch nicht, wie mich ein wischmop glücklich machen soll. doch geht es hier eben auch sehr um den nutzen der dir ein gegenstand bringen soll.
in der theorie nimmst du beim aufräumprozess jeden einzelnen gegenstand in die hand und fragst dich: erfüllt es mich?
lautet die antwort ja, behälst du ihn. lautet sie nein, schmeißt oder gibst du ihn weg.

Marie Kondo vertritt die ansicht, dass wir nicht von raum zu raum aufräumen sollten, sondern den ganzen wohnraum mit einbeziehen, denn ähnliche dinge gehören zusammen. das bedeutet, dass du alle gegenstände zusammensuchst, die gleich oder ähnlich sind, damit sie dann einen logischen ort zur aufbewahrung bekommen. das ist ihrer meinung nach der schlüssel zu dauerhaften ordnung.

wenn ich also meine klamotten sortieren möchte, nehme ich mir nicht nur den kleiderschrank vor. ich suche auch alle anderen kleidungsstückte die eventuell im wohnraum vertreilt untergebracht sind zusammen. alle auf einen haufen, fange ich dann an sie zu sortieren. macht mich diese hose glücklich? wenn ja bleibt sie, wenn nicht, geht sie. habe ich dann meinen haufen mit glücksfördernden kleidungsstücken, verstaue ich sie an einem ort der sinn macht und nicht dort wo sie einfach schon immer lagen auch wenn das unsinnig ist. also alte muster hinterfragen und einen ort zur aufbwahrung suchen der logisch ist, wo alle gleichen teilen ihren festen wohnsitz erhalten.

wichtig für alle gegenstände ist, dass sie in die familie integriert werden. das bedeutet, dass nach dem kauf, die verpackung und das preisschild entfernt werden. geschiet das nicht, ist die wahrscheinlichkeit hoch, dass der neuankömmling aus unserem bewusstsein verschwindet, weil er „nicht dazugehört“. die anderen gegenstände wecken bereits ein gefühl des vertrauten – damit kann ein neuer gegenstand, der immer noch so aussieht wie im laden, nicht mithalten und gerät dadurch in ein trauriges schattendasein.

ein positiver nebeneffekt beim prozess des aufräumens ist, dass wir unsere entscheidungsfähigkeit schulen und mehr und mehr vertrauen in uns selbst und unsere bedürfnisse erlangen. unser urteilsvermögen wird geschult und wir stärken unser vertrauen in die zukunft.
denn viele menschen schieben oftmals gründe vor, warum sie dies und das nicht wegwerfen können: „das könnte man noch mal gebrauchen“ heißt es dann.
also was genau steckt hinter dieser entsorgungshemmung?
es ist einerseits das hängen an der vergangenheit, das nicht-loslassen-können und auf der anderen seite ist es das unsichere gefühl was in der zukunft noch passieren könnte. hinzu kommt oftmals der gedanke, dass wir dinge nicht wegschmeißen können, weil wir ihnen dadurch nicht die nötige wertschätzung zukommen lassen, doch hand aufs herz, wie viel wertschätzung bringen wir dem gegenstand schon gegenüber, wenn er ungenutzt in der schublade liegt?! dann doch lieber den mut fassen ihn wegzugeben damit ihn jemand bekommt, der ihn wieder „zum leben erweckt“. an dieser stelle schöne grüße von Woody.

wichtig ist auch, gegenstände nicht zu stapeln. der vergleich von Marie, dass wir auch nicht gern lange etwas schweres tragen erscheint mir an der stelle auch sehr passend. seit ich das gelesen habe achte ich darauf was passiert, wenn ich dinge doch mal stapel, weil ich denke dass es praktischer ist. ich werde bequem und mache mir nur ungern die mühe den unteren gegenstand vorzukramen. die folge daraus auf lang sicht ist die, dass die dinge in vergessenheit geraten und sie vollkommen ihren „geist“ verlieren, für den wir ihn einmal gekauft haben.

auch mein kleiderschrank ist nun umgestaltet worden. mit der Konmariefalttechnik steht alles aurecht und kann von keinen anderen kleidungsstücken mehr erdrückt werden. auf einen blick kann ich meinen gesamten schrankinhalt erfassen und mich für genau die klamotte entscheiden, auf die ich heute lust habe, ohne dass ein kleidungsstück vergessen wird.
einen weiteren vorteil außer der hohen effektivität, hat IMG_2453diese falttechnik noch: sie macht unglaublich viel spaß! das hab ich zuvor auch nicht gedacht, wenn jetzt die skeptischeren leser denken, die hat sie nicht alle, ich hasse zusammenlegen!
so habe ich zu beginn auch gedacht! ich schwöre!
aber jetzt freue ich mich richtig darauf nach dem waschen die klamotten zusammen zu legen (selbst die bettlaken!).
da es ein ganz wundervolles video von ihr zu dieser falttechnik gibt, werde ich es einmal verlinken. missionarisch soll dieses wissen weitergegebe werden, hat es doch mein leben sehr bereichert – in vielerlei hinsicht.

den abschluss möchte ich mit einer weisheit von Marie bilden:
je mehr wir die ding pflegen, desto nützlicher sind sie.

jahresziele

das neue jahr hat begonnen und wie jedes jahr, wird die frage nach guten vorsätzen gestellt.
hast du vorsätze für 2018?

vor ein paar monaten war ich eine der auserwählten, die den kassenschlager „ein gutes ziel“ als e-book geschenkt bekamen. ein schöner leitfaden für die träume, die zu zielen umdefiniert werden wollen.
was sind deine träume?

um eben jene träume nun endlich zu verwirklichen, möchte ich im folgenden die schritte nennen, die den erfolg der umsetzung enorm steigern können.

Bildschirmfoto 2018-01-16 um 16.42.14ich habe mir zu haus bereits ein „visionboard“ zusammengestellt, an dem ich haufenweise bilder zu kleben habe, die etwas mit meinem zukünftigen leben zu tun haben… wichtig ist aber nicht die bider einfach aufzuhängen. du musst ein gefühl dabei haben. die bilder oder zitate die ein visionboard ausmachen müssen etwas in die auslösen, so dass du deine ziele wie ein magnet anziehen kannst.

ich picke mir einmal einen traum von mir raus, den ich dieses jahr verwirklichen möchte:
ich möchte eine ausstellung. mit meinen bildern.
und nun kommt es:
WARUM?
…weil ich schon lange davon träume mal eine ausstellung zu machen.
WARUM?
…weil ich meinen werken einmal wertschätung gegenüber bringen möchte und denke, dass sie auch anderen gefallen könnten.
WARUM?
…weil ich selbst kunst anderer menschen auch sehr gerne ansehe und sie mich inspiriert.
WARUM?
…weil die eindrücke anderer, mit anderen wahrnehmungen/meinungen/kontexten den eigenen blick auf die welt erweitern, persönliches wachstum fördern und nicht zuletzt auch einfach, weil es schön ist. ästhetik ist mir in meinem leben sehr wichtig.
WARUM?
…weil es mir wichtig ist meine gefühle und eindrücke darzustellen, sie raus zu lassen, so dass sie gesehen werden – sie wertschätzen wie sie sind und ihnen raum geben, weil sie zu mir gehören. vielleicht inspirieren sie ja auch andere menschen…wer weiß das schon…

5x warum. am ende erhälst du dein wahres warum. deinen grund, warum du weiter machst, auch wenn es schwieriger wird und genau in diesen momenten nimmst du dir dein 5. warum und liest es, um wieder kraft zu schöpfen.

auf dem weg deinen traum zum ziel zu formen ist es als nächstes wichtig es SMART zu machen.
• spezifisch – was willst du genau erreichen?
ich möchte eine ausstellung mit meinen photographien.
• messbar – ab welchem punkt gilt für dich dein ziel als erreicht? wie lässt es sich quantifizieren?
das ziel ist erreicht, wenn ich meine bilder gerahmt an der wand eines ausstellers hängen sehe.
• attraktiv – welche bedeutung hat dein ziel für dich, dein leben, deine liebsten, die welt? warum lohnt es sich für dich, dein ziel zu verfolgen?
es bedeutet, dass ich endlich meine eigenen werke wertschätze.
• realistisch – ist es dir möglich dein ziel zu erreichen? !wichtig! dein ziel soll dich herausfordern, nicht überfordern!
es ist sehr realistisch dass ich dieses ziel umsetzten kann.
• terminiert –  z.b. 3 monate wie in dem buch „Ein gutes Ziel“
ich möchte im september/oktober mein ziel erreicht haben.

sich über die genannten punkte bis ins detail gedanken zu machen formt deinen traum zu etwas greifbarem und es schwebt nicht mehr einfach so über deinem kopf. es entsteht ein richtiges bild vor dem inneren auge. halte es fest und fühle es!
denn jetzt kommt der teil an dem du anfängst konkrete schritte zu planen.
es ist besser jeden tag ein bisschen zur zielerreichung beizutragen, als sich nur an einem einzigen tag in der woche damit zu beschäftigen. deshalb ist es wichtig sich meilensteine und zwischenziele zu setzten (und eine belohnung wenn du sie erreicht hast zur motivationsteigerung) um am ball zu bleiben und den wald vor lauter bäumen sehen zu können. prioritäten zu setzten ist eine wichtige voraussetzung um nun deinen plänen treu zu bleiben, denn ob du die neueste folge von „Game of Thrones“ gesehen hast, ist für dein ziel unrelevant, auch wenn pausen und erholung sehr wichtig sind…

in dem buch „Ein gutes Ziel“ ist im zweiten teil, nach der theorie, ein wochenplan zu finden, bei dem du deine meilensteine und zwischenschritte woche für woche genau abarbeiten kannst. und genau das werde ich jetzt auch tun. konkrete schritte von der aufarbeitung meiner bilder, druck bis hin zur aquise bis ins detail zu planen. jeden tag ein bisschen. und ehe ich mich versehe, stehe ich zur vernissage vor meinen gerahmten bildern. ich freue mich schon jetzt darauf!

schmuck als rüstung

es gibt viele arten sich einen emotionalen panzer anzulegen und diese zeigen sich bisweilen auch im äußeren. in diesem artikel möchte ich mich der frage widmen ob die these aus meinem ersten Feng Shui buch für mich sinn macht.

auf den letzten seiten des buches „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ von Karen Kingston schreibt sie: “ falls ihr zu hause sehr vollgerümpelt ist, haben sie vielleicht auch das bedürfnis, große megen schmuck zu tragen, möglicherweise in dem maße, dass sie sich ohne halb nackt fühlen. wie hausgerümpel ist auch schmuck in überfülle eine form von emotionaler rüstung. nachdem sie ihr haus entrümpelt haben, werden sie ganz natürlich dazu tendieren, ihren schmuck ebenfalls zu reduzieren, weil sie sich sicherer und in der lage fühlen, ihr natürliches ich strahlen zu lassen.“ (seite 214)

als ich das laß musste ich ersteinmal das buch zur seite legen, denn ich fühlte mich sehr ertappt.
bereits in der grundschule war ich diejenige die sich am frühsten die meisten ohrlöcher stechen ließ. da meine eltern mir keine piercings erlaubten wartete ich geduldig bis auf den tag genau auf meinen 18. geburtstags und ließ mich umgehend mehrmals durchstechen. es folgten tattoos und seit dem kam immer mehr körperschmuck dazu.
doch es stagnierte. je länger ich mit meinem mann liiert war, desto weniger schmuck trug ich. selbst der nagellack war am ende farblos. das zeigt wohl wie wohl und sicher ich mich in seiner gegenwart gefühlt habe, denn direkt nach der trennung legte ich mir knallig roten lippenstift auf, kramte meinen schmuck vor, ließ mich mehrmals im gesicht piercen und großflächig tätowieren.
also wenn dass kein panzer ganz nach der definition Karen Kingstons ist?!

doch es geschah etwas interessantes. nachdem ich meine ganze bude ausgemistet hatte schaute ich in den spiegel und fand meine ohren viel zu vollgehangen und wirr geschmückt.
ich nahm tatsächlich 3 meiner ohringe raus und reduzierte die verbliebene schmuckstücke von ring auf stecker und wechselte auf fablose silkon tunnel.
ich war überrascht was ich für schöne ohren habe, jetzt wo ich sie „sehen“ kann.

doch es ist so, wie frau Kingston es sagt. es ist eine rüstung. denn die vorstellung keine tattoos zu haben würde mich unverzüglich beschämen. ich würde mich in der tat „nackig“ fühlen.
vor was schütze ich mich also?
es ist kein modeschmuck, keine kette, die ich abnehme, wenn mir danach ist oder sie mir nicht mehr gefällt.
dieser schmuck geht mir unter die haut. ich kann diesen farbpanzer nicht einfach abnehmen.

die haut steht in der integralen medizin für den schutz der individualität („ich fühle mich sicher ich selbst zu sein.“) und stellt die landkarte der seele dar. es ist die grenze nach außen.

wenn ich andere tätowierte menschen sehe, kommen sie mir unweigerlich viel „härter“ vor, als menschen ohne. es strahlt für mich etwas rohes aus, aggressives, auch wenn ich festgestellt habe, dass oft genau das gegenteil der fall ist. die meisten mir bekannten, stark tätowierten menschen sind sogar sehr weich und verletzlich, was die these stützen würde, dass ein panzer zum schutz errichtet wurde.

ich kann aus meiner sicht also bestätigen, dass es vor allem bei mir ein schutzfilm ist. wäre ja nicht schlecht, wenn tatsächlich angriffe dadurch abprallen würden, doch leider ist es eben am ende doch nur farbe.

durch selbstliebe loslassen

wie oft wurde mir im vergangenen jahr etwas vom „loslassen“ erzählt.
es hing mir zum halse raus.

durch meine neue liebe, die mich über mich hinauswachsen lässt, lerne ich so unfassbar viel über meine schatten und wie ich sie überwinden kann.
und dabei ist mir eines aufgefallen: loslassen gelingt nur durch selbstliebe.

das mag total logisch und plausibel sein, doch mit selbstliebe meine ich nicht das übliche: jaja, doch. ich mag mich schon.
selbstliebe umfasst etwas mehr.

A.K.T.

achtsamkeit. klarheit. tat.

selbstliebe umfasst diese 3 grundzutaten, die der schlüssel zur befreiung von seelischen schmerzen sind und den weg des loslassens ebnen.

achtsamkeit ist denke ich vielen von uns ein begriff und deshalb möchte ich es an dieser stelle nur kurz anschneiden, da es sehr praxisbezogene literatur und andere medien in großer zahl gibt, die zu rate gezogen werden können.
mit meinen eigenen worten der vollständigkeit halber, beschreibt achtsamkeit in der selbstliebe das aktive im hier und jetzt sein, in der tätigkeit oder dem gedanken zu sein, in der ich gerade stecke. ganz bei mir sein und nicht multi tasking ähnlich so viel wie möglich in einen moment stopfen – auf meine bedürfnisse hören. das erfordert übung und disziplin.

klarheit beschreibt die frage nach den persönlichen werten.
was sind meine werte? passiert gerade das, was ich wirklich will? die kunst liegt darin sich klarheit über eigene ziele zu schaffen. der grund, für den wir jeden morgen aufstehen, die vorstellung von einem erfüllten leben zu definieren. dieses große fragezeichen mit leben zu füllen, genau zu definieren ist ein wichtiger schritt zur selbstliebe. zu lauschen, was das eigene herz wirklich möchte und sich diesbezüglich auch immer wieder zu hinterfragen. gerade wenn der geist dabei ist müll zu produzieren, stelle fragen um dadurch ans ziel, einem ergebnis von deinem wert zu kommen.

diese ziele und werte, die in der klarheit erkannt wurden, weil man ihnen raum gegeben hat um gehört zu werden, müssen dann in die tat, dem t in der eselsbrücke a.k.t., umgesetzt werden.
die ersten 2 schritte mögen zu allermeist noch schaffbar sein, doch bei der tat wird es meistens etwas holperig.
stehen wir z.b. für den wert: biologisch angebaute lebensmittel sind die bessere wahl für mensch und umwelt. kaufen wir dann auch genau diese produkte, um unserem wert und schließlich dadurch auch uns selbst treu zu bleiben?
das nennt sich mind-behavior-gap. die diskrepanz zwischen dem geist und dem was man eigentlich tut. unser unterbewusstsein bekommt mit, wenn wir unsere eigenen werte übergehen und merkt dadurch, dass wir uns selbst und unsere belange nicht ernst nehmen. an dieser stelle sollten wir uns fragen, ob wir authentisch sind. tue ich wirklich das, was ich sage oder spiele ich theater um vor anderen gut dazustehen?

zu seinen überzeugungen und werten zu stehen ist sehr oft alles andere als leicht und erfordert in gewissen situationen wirklich durchhaltevermögen. doch sind wir uns das nicht selbst wert?

es sind meist kleine dinge wie: das ganz besonders intensive putzen bevor angekündigter besuch kommt. bin ich es mir selbst nicht wert die wohnung in schuss zu halten? ich kann im „dreck“ und der unordnung leben, aber für den besuch muss es schick sein.

wenn wir zu uns stehen. für uns einstehen. definieren was unsere bedürfnisse sind, ist es, wie in der wahren liebe im vorherigen artikel beschrieben, auch ein leichtes „loszulassen“, denn was ich brauche habe ich bereits bei mir. mich selbst.

knipsen wo man steht und geht

durch handykameras und dank des digitalen zeitalters ist photographieren so einfach und schnell wie nie zuvor. mittlerweile hat sich eine richtige photowelt erschlossen die auf seiten wie instagram, tumblr, pinterest und co in einer wahren flut aus bilderdaten mündet.

da ich ja, wie ihr wisst, im aufräumwahn war, stieß ich natürlich auch auf das thema photos.

was kann ich auch bei diesen gegenständen ziehen lassen und welche erinnerungen sind mir wirklich wichtig?
doch wäre dass nicht nur eine art symptombehandlung? steht vor dem ausgedrucken photo nicht das photographieren selbst?

in der literatur die ich ums thema aufräumen las wurde von der autorin auch die frage gestellt, warum wir heutzutage überhaupt so viel knipsen. und sie hat recht.
was verleitet uns dazu unser essen im restaurant oder den kaffee in der mittagspause und all die anderen doch relativ „nichtigen“ alltagssituationen festzuhalten und sie für die welt zu posten?

12019929_763569083789550_4673785324080091178_nals ich über diese frage nachdachte musste ich schmunzel, da mir bewusst wurde, dass auch ich vermehrt allen mist um mich herum abzulichten und festzuhalten versuchte.
und ich hinterfragte mein handeln.

die einfache antwort war:
ich wollte gesehen werden.
anerkennung.
anerkennung für das was ich so geiles in meinem leben mache…sei es noch so sinnfrei.

20108253_1197339663745821_2969283058192220626_ndoch das war nicht immer so.
wenn ich an die zeit mit Bärchenjäger zurück denke, dann weiß ich noch als wäre es heute, wie er sich darüber ärgerte, dass ich im urlaub…dem wohl geilsten urlaub meines lebens…so wenig photographierte, obwohl ich meine große kamera mitgeschleppt hatte.
er war am ende derjenige, der die meisten photos machte.

ich dachte damals es lege daran, dass ich ohnehin als photographin den ganzen tag am knipsen sei, doch es steckt etwas ganz anderes dahinter.
ich war schon immer der meinung, dass man als photograph nie richtig beim geschehen dabei ist. du bekommst alles nur wie durch eine art schleier mit…der sucher durch den du schaust ist wie eine art schutzschild…ein schleier, der dich passiv am geschehen teilhaben lässt. und genau das wollte ich in meinem urlaub nicht. ich stand lieber da und schaute mir die landschaft und Bärchenjäger mit meinen eigenen augen an.
genoss jeden augenblick in vollkommenheit.

und warum hat sich das gewandelt?
als ich plötzlich vor meiner kaputten welt stand, habe ich versucht alles krampfhaft festzuhalten. ein versuch mir surreale sicherheit zu schaffen. wenn ich es ablichte, ist es auch wirklich passiert und bleibt bei mir.
mit der zeit wurde das weniger, doch ich orientierte mich an den influencern…was für ein tolles und schillerndes leben sie doch führen.

aber im ernst?! was gucke ich denn nach links und nach rechts. verbringe stunden damit den anderen zuzusehen was die so treiben statt selbst meine träume zu leben?!

werde dir bewusst was du in deinem leben alles machen und erleben willst…was du erreichen willst und fange an. egal wie. schritt für schritt bis du am ziel bist!
orientiere dich an anderen, keine frage, das ist völlig richtig sich von anderen menschen inspirieren zu lassen. doch bitte, bitte, fangt an den menschen einen mehrwert zu bieten und nicht einfach die linse auf alles zu halten was nicht niet und nagelfest ist.

mir ist durch diese gedanken bewusst geworden wie viel mich Bärchenjägers herz in meinem ausgefüllt hat. das ist auch der grund warum ich nie über sexstories mit ihm geschrieben habe. sie haben mich erfüllt. dafür wollte ich keinerlei anerkennung von außen…das brauchte ich nicht. ich war ganz eins mit ihm und es bedurfte keinerlei veröffentlichung um mich dadurch „größer“ zu fühlen.
ich bin dankbar das einmal erlebt zu haben und ich vermute sehr stark, dass es vielen so geht, dass sie in solch berührenden momenten, in denen sie ganz bei sich sind, nicht daran denken ein photo zu schießen, das würde aus der situation herausziehen – du bist nicht mehr ganz dabei, sondern mit den gedanken schon wieder ganz wo anders…bei der kamera und dem gedanken was mit dem photo einmal werden soll (erinnerung, post auf diversen networkingseiten, photobuch…).

ich fülle mich nun selbst aus, denn die beste anerkennung kann wohl nur die eigene sein…selbstliebe und ein positives selbstwertgefühl. ist das nicht das größte geschenk dass wir der menschheit geben können? wenn wir selbst zufrieden und glücklich sind (und unser glück hängt einzig und allein von uns selbst ab. wer das begreift trägt den schlüssel in seiner hand!) können wir anderen helfen, denn nur dann sind wir offen für andere und können zu wahrer erfüllung finden.

dazu noch eine kleine anekdote:
in einer vorlesung an einer universität bringt der professor ein leeres großes glas mit und stellt es auf den tisch vor sich.
dort füllt er große steine rein und fragt seine schüler: „ist das glas nun voll?“
die schüler sitzen da und meinen alle: „ja. das glas ist voll.“
und der lehrer fragt: „ist das glas wirklich voll?“
nach einer weile meldet sich ein schüler zu wort und gibt zu bedenken: „naja, zwischen den großen steinen sind ja noch zwischenräume…“
der professor stimmt zu und schüttet noch einmal sand dazu, so dass auch die zwischenräume gefüllt sind und fragt: „ist das glas nun voll?“
schon meldet sich ein student und meint: „wir könnten noch wasser einfüllen.“
gesagt getan und wieder überlegen alle ob das glas nun voll ist…es kommt keiner mehr auf eine weitere idee und so beschließen sie geminsam, dass das glas nun voll ist.
der professor ergreift wieder das wort: „dass ist das was viele menschen mit ihrem leben machen. sie gucken immer ‚was passt noch rein?‘. bis wir rand voll sind mit belanglosen und nebensächlichen dingen, anstatt uns auf die „big rocks“ die großen steine des lebens zu konzentrieren. anstatt von anfang an dafür sorge zu tragen dass die dinge die uns am wichtigsten sind auf jeden fall gut in unserem kalender geblockt sind. und unser fehler ist oft, dass wir nicht mit den big rocks anfangen, sondern schon mit einem haufen sand und wasser gefüllt sind und nur noch hier und da ein großer stein reinpasst.“

überleg dir welche deine ganz persönlichen BIG ROCKS sind und fang an sie in deinen kalender zu tragen, dass für diese auf jeden fall jede woche zeit ist, bevor die verpflichtungen und alltäglichen dinge…der sand…sich drum herum mischen kann – nicht umgekehrt.

was sind deine BIG ROCKS?

gerümpel. frei.

mir ist wiedermal etwas ganz erstaunliches passiert.
wie schon sehr oft in meinem leben werden mir unglaubliche geschenke zu teil.
und auch dieses nahm ich sehr dankbar an.

es fiel mir ein buch in die hände das etwas in mir bewegt hat.
ich kann schrecklich rührseelig werden, wenn es um die vergangeheit geht. und das liegt mit unter daran, dass es mir schwer fällt das hinter mich zu lassen, was ich alles getan habe als kleines Mausi.

als ich das buch las und ein anderes hörbuch parallel hörte, wurde mir jedoch etwas sehr stark bewusst:

ich bin das alles nicht mehr.

schon bei dem zusammenzug von Bärchenjäger und mir war ich diejenige mit dem meisten krempel. ich war stolz und peinlich berührt zu gleich, hatte ich doch gelernt, dass materieller besitz ein zeichen von hohem status war. viel zu haben bedeutete also einen gewissen reichtum und damit macht zu haben. aber auf der anderen seite war ich peinlich berührt weil es schlich „zu viel“ war.

mit diesen glaubensgrundsätzen bin ich aufgewachsen genau wie das immer und immer wieder durchleben und aufleben der vergangenheit. wenn ich nach hause fahre, werden immernoch die witze gemacht, wie wir sie vor 10 jahren gemacht haben…ist das nicht eher ein leben in der vergangenheit? oder verbindet uns JETZT einfach nichts mehr, dass wir es nicht schaffen neue witze zusammen als running gag zu etablieren?

sich an haufenweise erinnerungen zu klammern ist also ein familienerbe dessen ich mir nun bewusst geworden bin, dabei mag ich die kleine Mausi von früher garnicht. ich habe dinge getan auf die ich nicht stolz bin und die ich schon ewig mit mir rumschleppe ohne dass ich sie verarbeitet habe.

doch im hörbuch das ich mir bestimmt 5 mal angehört habe wurde etwas entscheidendes gesagt:
jede zelle eines menschlichen körpers wird innerhalb von 11 monaten erneuert, also ist jeder rein körperlich betrachtet nach 11 monaten ein komplett neuer mensch.
die dinge, die ich als kind getan habe liegen viel, viel  länger zurück und ich schäme mich dafür. doch bin ich schon längst ein neuer mensch und das nicht nur auf physischer ebene. auch psychisch bin ich gewachsen und würde mich heute jemand fragen ob ich die selben dinge noch einmal tun würde für die ich mich heute noch schäme, könnte ich mich ganz klar davon distanzieren, da ich mich nicht mehr mit dieser handlungsweise identifizieren kann.
also was verbindet mich noch mit all dem von früher?!

nur mein krampfhaftes daran festhalten.
und nun angestachelt von dem buch, nahm ich mir meinen ganzen kram und mistete alles aus, dass mich heute nicht mehr bewegt. ich weiß garnicht wie oft ich zum müll runter gegangen bin, es waren viel. viele tüten voll, die ich einfach weggeschmissen habe.

ein kleiner raum meiner wohnung steht nun voll der sachen, die ich verschenken oder anderweitig loswerden möchte, über die sich vielleicht ein anderer mensch riesig freuen wird.

ich schaffe platz. platz für freiheit. platz für neues, dass mich JETZT bewegt und inspiriert. raum zum atmen.

gestern nun habe ich meinen schreibtisch leer geräumt. soetwas gab es noch nie. in meinem gesamten leben hatte ich noch nie einen solch kahlen schreibtisch.
als ich vom 100.000. entsorgungsgang in die wohnung kam und der blick auf meinen leeren schreibtisch fiel fühlte es sich nicht gut, sehr leer und unpersönlich an.

und da habe ich mich gefragt, zeigt ein belegter schreibtisch wirklich mehr perönlichkeit?
zeigt dieser ganze kram wirklich mehr von „mir“?  und wenn ja, was sagt dieser kram über mich aus? was sagt mir die jetzt herrschende leere? oder zeigt es eher positiv wie aufgeräumt ich jetzt bin. wie gesetzt und angekommen?

ich bin gespannt was diese neue leere, die raum für entwicklung gibt, mit mir macht. ich sehe es als abenteuer, da ich mich immer sehr wohl in kramigen buden gefühlt habe, solange sie eine gewisse sauberkeit aufzeigten. für mich machte das etwas persönliches aus. hier und da etwas zum entdecken. was gibt es bei aalglatten wohnungen schon zu entdecken?! es hat ein wenig hotelflair kommt man in eine so leere wohnung.

ich habe auch endlich eine kiste mit all meinen unfertigen projekten gemacht. sobald ich mit ausmisten wirklich fertig bin und ich den kopf wieder frei habe (denn im moment möchte ich die ganze zeit zu hause sein und aussortieren), schreibe ich das datum auf. von diesem tage an ein jahr lang, habe ich zeit diese projekte zum abschluss zu bringen, denn wenn ich eines gelernt habe, dann, dass man nur mit zielen in seinem leben wahrhaft voran kommt. deadlines, die einem die nötige motivation geben die ziele anzupacken und letztlich auch zu verwirklichen, denn, arbeiten wir nicht fast alle gut und effektiv, wenn in 2 tagen abgabe ist?
was habe ich in 10 jahren erreicht? wo stehe ich in 5 jahren? wie werde ich in einem jahr leben?
was soll am ende des montas erledigt sein? was ist mein ziel für diese woche? und was habe ich heute abend alles erreicht, das mich meinen lebensträumen näher bringt?

macht euch mal über eure ziele gedanken und tauscht euch mit euren partnern aus. nichts ist wichtiger als gemeinsame ziele zu haben, denn nur das verbindet auf lange sicht. wie sollte man auch gemeinsam einen weg gehen, der in 10 jahren jeweils in anderen bahnen laufen soll?

jetzt da ich mein ehrenamt im hospiz angetreten bin und ich immer wieder mit dem thema tod konfrontiert werde, frage ich mich immer wieder was wirklich wichtig ist?
ist es die lampe auf dem tisch? mein buch im regal? mein haus, mein auto, mein hund? nichts von alledem nützt mir etwas wenn ich schlussendlich aufhöre zu atmen.
jeder von uns zieht all das in sein leben, dass er oder sie gerade braucht. wen verwundert es da, dass ich genau das buch fand, dass mir half, mich von alle dem zu lösen, dass mich wie ballast an das band, dass ich eigentlich endlich vergessen und meinen frieden mit machen wollte?!

ich fühle mich viel ruhiger. tatsächlich aufgeräumter und klarer.
dafür danke ich sehr. nach genau so einem gefühl habe ich mich sehr, sehr, sehr lange gesehnt.