Kategorie: rezepte

es ist zeit meine kilos zu füttern!

nach dem mein mann von mir gegangen war, hatte ich überhaupt keinen appettit mehr. ich bekam kaum einen bissen runter. diese neue situation an die ich mich gewöhnen musste, der halt der mir entrissen wurde, schlug mir sehr stark auf den magen.

aber mit der zeit, kommt auch das gras das drüber wächst und die lebensfreude und der sinn im leben kehren wieder. und ein kommentar meiner besten freundin, die mit nachdruck sagte, dass ich von mal zu mal wie wir uns sehen immer weniger werde, gab mir die kraft und die nötige motivation einen kompletten neustart hinzulegen. da ich sowieso derzeit in einer rehamaßnahme stecke steht mein gesamter focus nun auf meiner gesundheit.

also fuhr ich wieder zu meinem lieblingsbuchladen und stöberte stunde um stunde nach einem kochbuch, das mich zum essen verführten sollte. und ich fand eines. „gutes karma food“ von sibylle sturm. ein veganes kochbuch ohne ellen lange rezepte deren zutaten man nur in ganz speziellen läden beziehen kann. nein. es sind simple, aber effektive rezepte und ich habe endlich einen plan in die tat umgesetzt, den ich mir schon in der ausbildung immer wieder vorgenommen habe: einen essenplan für die woche.

ich ging es also an: regelmäßig zu essen und frisch kochen! als „druckmittel“ legte ich mir ein instagram account zu um mein essen zu dokumentieren und man glaube es kaum, aber es funktioniert!

seit nun mehr einem monat esse ich sehr gut und regelmäßg und wie ich mit fug und recht behaupten kann auch super gesund und ausgewogen. ich startete meine reha am 05.05.17 und der unterschied zu heute ist enorm! ich bin sehr dankbar, dass ich die chance zu diesem neustart hatte und ihn nutzen konnte. wenn ich jetzt meine yogaroutine mache, merke ich, wie sich ein richtig gut anfühlendes muskelkorsett in meinem unteren rückenbereich gebildet hat und ich denke das ich das auch zu einem guten teil meiner regelmäßigen und eiweisreichen ernährung zu verdanken habe.

dieses kochbuch ist wirklich ausgezeichnet und ich kann es nur weiterempfehlen! die rezepte sind simpel, treffen aber meinen geschmack auf den punkt!
von der lauchsuppe, über den nussbraten bis hin zu geröstetem blumenkohl hat mir bisher alles ausgezeichnet gut geschmeckt! und die zeit die man in der küche steht und zubereitet ist wirklich sehr überschaubar und es lohnt sich alle male!

also wer lust hat einmal reinzuschauen was ich mir zaubere, sei herzlich eingeladen einmal durchzuklicken:
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viel spaß beim stöbern! und wer mag, kann mir gerne neue buchtipps oder rezeptideen zukommen lassen! ich freu mich drauf und wünsche euch guten appettit!

selbstrührer – erfahrungen

wie versprochen und angekündigt folgen nun meine erfahrungen die ich bei der herstellung meiner glycerinfreien kosmetikprodukte machte und es wäre zu simpel, berichtete ich nur davon wie ich die rezepte aus dem buch nachmachte und fertig und zufrieden gewesen wäre.
nein. ganz so einfach ist es wie so oft im leben natürlich nicht.

den anfang wollte ich mit meiner tagescreme machen. das rezept in dem buch „vegane kosmetik“ von dr. Claudia Lainka dafür ist sehr überschaubar:
traubenkernöl, sheabutter, tegomuls, wasser, sanddornfruchtfleisch und vitamin e.

sechs bestandteile fand ich sehr wenig, wenn man dagegen die handersüblichen inhaltsstofflisten der tagescremes betrachtet. doch eines der zutaten war mir ein dorn im auge: tegomuls. diesen stoff kannte ich zwar schon aus meiner ersten selbstrührerzeit vor fünf jahren, doch jetzt wollte ich nicht einfach blind nachmachen also recherchierte ich.

dabei fand ich heraus, dass tegomuls ein Glycerinmonostearat ist. und was ist an dieser tatsache so falsch?!
richtig! die ersten drei silben widersprachen meiner motivation glycerinfreie kosmetika herzustellen. auf dem ersten blick schien das buch ausschließlich glycerinfreie rezepte zu bieten. nun wurde ich eines besseren belehrt, aber das gab mir keinen grund gleich alles in den wind zu schlagen und ich stöberte weiter im buch. und schon fand ich ein rezept für ein feuchtigkeitsgel in dem guarkernmehl als bindemittel verwendet wird.

sämtliche wissenschaftler und erfinder kamen in ihren forschungen nur durch experimentieren weiter, also tat ich das selbe und ersetzte das tegomuls ganz einfach durch guarkernmehl. das war ja bereits als veganerin in meinem küchenschrank vorrätig. alle weiteren inhaltsstoffe erwarb in ich in der spinnrad-ecke des reformhauses Vitalia.

nun konnte es losgehen. ich ging bei der zubereitung genauso vor, wie im buch beschrieben und es schien gut zu funktionieren…den nächsten morgen als ich meine neue creme dann aber nutzen wollte, hatte sich das öl abgesetzt und ich cremte mich quasi nur mit dem öl ein. störte mich nicht weiter und meiner haut tat es auch gut nur war eine optimale tagescreme doch etwas anderes als des klumpen-öl-gemisch in meinem bad.

ein erneuter blick ins buch ließ mich auf ein rezept für körperbutter stoßen: sheabutter, calendulaöl, blutorangenöl, estragonöl und vitamin e. fast alles fette und kein einziger emulgator. großartig!
das sollte die grundlage meines ganz eigenen rezeptes werden:

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meine tagescreme rührte ich nun folgendermaßen zusammen:
10g sheabutter
2tr rosenwasser
2tr traubenkernöl
1tr vitamin e
10tr aloe vera
2tr sanddornöl
2tr kokosöl

sie ist wundervoll geworden! und sie tut meiner haut bis jetzt sehr gut. und es hat nur zwei anläufe gebraucht!
also ein problem weniger.IMG_9592

nun wandte ich mich meinem deo zu. denn auch wenn ich penibel darauf geachtet
hatte dass keine aluminiumsalze enthalten waren, so stand doch glycerin bei der inhaltsangabe. also, deo ersetzten!
auch das rezept wandelte ich sofort etwas ab und rührte dann folgendes zusammen:
50ml rosenwasser
1el natron
1el kieselerde
10tr teebaumöl
2tr aloe vera
1tr vitamin e

das deo hält sehr gut! und ich liebe rosenduft! ich liebe rosengeschmack! ich liebe alles rund um rosen, also ist das deo für mich der absolute knaller! den einzigen makel den ich bisher leider ziehen muss, und das kann sich eigenllich jeder gut denken: durch die bestandteile natron und kieselerde wird die düse eines pumpsprays, was eigentlich sehr praktisch für ein flüssiges deo wäre, verstopft und so muss ich mir das deo erst in die hand kippen und dann an die achsel schmieren…etwas steinzeitlich, aber bisher meine einzige option (die ich aber in kauf nehme – es gibt weitaus schlimmeres). ich werde einmal sehen, ob ich dafür vlt. eine bessere lösung finden kann.

jüngst habe ich ein duschgel sowie ein shampoo hergestellt. beides habe ich so gut wie eins zu eins nach den rezepten im buch angefertigt und bin noch skeptisch. die probe aufs exempel war reichlich gewöhnungsbedürftig.
das shampoo schäumte nicht (seeeehr ungewohnt) und das duschgel funktionierte aus meiner sicht überhaupt nicht. also heißt es wohl wie zuvor bei den rezepten: selbst ist die maus. aber diese erfahrungen lassen mich besser an eigene rezepte herangehen.

grundsätzlich bin ich dadurch schon auf neue und wie ich finde sehr spannende informationen gestoßen. in den rezepten im buch wird tonerde verwendet. ich habe nun einige reformhäuser abgeklappert und alle verwiesen mich nur auf lavaerde. schließlich kaufte ich eben jene und konnte dem beipackzettel entnehmen, dass es sich dabei auch um tonerde, das kaolin, handelt, also genau dem inhaltsstoff, der im buch verwendet wird. zwei namen für ein und das selbe. wie verwirrend.
weiterhin konnte ich durch den beipackzettel erfahren, dass der name kaolin von dem ortsnamen abgeleitet wurde, in dem es entdeckt wurde: Gaolin in China.
der hersteller listet auch noch weitere für mich spannende informationen auf: lavaerde ist absolut reizfrei und sehr hautverträglich, dadurch wird es vor allem für allergiker sehr interessant. mit lavaerde gewaschenes haar wird seidenweich, glänzend und geschmeidig und muss wohl als folge auf dauer weniger gewaschen werden. es ist absolut umweltverträglich da es keine tenside enthält und damit die abwässer nicht verschmutzt.
laut herstellerangaben kann man sich auch mit reiner lavaerde haut und haare waschen und gibt folgende zubereitung an:
für mittellanges haar, solle man 3-6el mit der doppelten menge wasser anrühren und kurz quellen lassen. dieses „gel“ verteilt man dann im haar und spült es gründlich aus.

es ist doch reichlich seltsam. wie kann erde sauber machen?
die reinigung beruht dabei auf einem rein physikalischen wirkprinzip: die feinen partikel haben eine besonders hohe austauschkapazität, das heißt, sie haben die fähigkeit schmutzpartikel und überschüssiges fett aufzusaugen und abspülbar zu machen. normale tensidhaltige produkte reinigen durch die herabsetzung der wasseroberflächenspannung, wodurch schmutz und fett gelöst werden. spannend oder?!

also ist lavaerde grundsätzlich ein sehr spannendes produkt, dessen anwendung ich weiter „erforschen“ werde.
mein haar hat es gereinigt. es fässt sich allerdings auch irgendwie rau an, aber es liegt gut. meine mutter schwört auf eine essigspülung am ende jeder haarwäsche. vlt sollte ich diese noch mit anhängen um das ergebnis zu optimieren.

wichtig an dieser stelle für mich noch zu erwähnen ist die nutzung von waschnüssen.
vor einer halben ewigkeit habe ich mir einmal einen kleinen karton voller waschnüsse gekauft. und zur herstellung meines selbstrührer shampoos und duschgels musste ich jeweils drei hälften besagter waschnüsse auskochen. das bildete in beiden fällen die grundlage.
waschnüsse kommen allerdings aus fernen ländern und da die nachfrage in europa stark anstieg, können sich nun die menschen in z.b. indien keine waschnüsse mehr leisten und nutzen dadurch nun chemische waschmittel die meistens direkt in flüsse geleitet werden.

hierzulande gibt es aber äquivalent zu den nüssen die kastanienwaschmittel. und auch efeu enthält, wenn auch weit weniger dosiert, saponine. (einfach über nacht unzerkleinert in ein glas wasser legen. doch hier ist für meine begriffe vorsicht geboten! in zu hohen dosen wirkt efeu giftig! auf erfahrungen kann ich an dieser stelle auch noch nicht zurückgreifen.)

es bleibt also spannend.
ich werde von weiteren erfahrungen als bald berichten!

 

sonntagsbrötchen

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gestern abend, nachdem mein mann schon zum wiederholten male gefragt hat, ob wir nicht mal wieder dieses geile energiebrot machen wollen, sah ich mich gezwungen zu handeln. er, auf konzert; ich, zu hause, mit der motvation etwas zu machen. also schlug ich meine neues low carb vegan kochbuch auf, in dem wissen, dass da auch etwas brotähnliches zu finden war. und so nahm ich mir die brötchen vor:

•100g sojajoghurt
•60g mandelmehl
•30g geschroteter leinsamen
•20g weizmehl
•1/2 päckchen backpulver
•1 TL salz

den sojajughurt soll man 12 stunden durch einen kaffeefilter filtern, doch da mir dazu gestern abend die zeit fehlte, habe ich einfach frei nach schnauze joghurt zu den vorher vermengten zutaten dazugegeben.
außerdem habe ich noch etwas zimt und paprikapulver hinzugefügt, um ein wenig aroma in die angelegenheit zu bringen. ich habe es am ende nicht einmal rausgeschmeckt, doch mein mann war begeistert und das ist die hauptsache!

und um nocheinmal zu dem rezept zu kommen, so vermengt man alle trockenen zutaten miteinander und fügt zum schluss den joghurt hinzu und wenn man keine geschrotetten leinsamen daheim hat, so nimmt man sich einfach die ganzen leinsamen, gibt sie in den mixer und siehe da, schon hat man den schrot. nix anderes machen die hersteller und ich musste es gestern auch fix selber machen.

und beim blick in den schrank musste ich außerdem noch feststellen kein backpulver mehr zu haben, also griff ich auf soda zurück (also natron), hat die selbe wirkung, nur finde ich den penetranteren geschmack nicht so prickelnt.
das rezept ist für ganze 2 kleine brötchen ausgelegt. daher habe ich eeeetwas  mehr gemacht. auf diese weise spart man sich früh den gang zum bäcker und weiß sogar noch, was im rötchen drin steckt.

viel erfolg und lasst es euch schmecken!

fruchtleder – vitaminreiche süßigkeiten

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als veganer kommt einem das wort fruchtleder im ersten moment doch etwas befremdlich vor, doch ist es eine sehr vitaminreiche süßigkeit.
aus den früchten deiner wahl von ca 250g kannst du mit 1-2 löffeln flohsamenschalen und ein paar trockenfrüchten zum „nachsüßen“ und einem mixer einen muß machen. den streichst du 1 cm dick auf eine dörrfolie (oder falls nur ein ofen vorhanden ist auf backpapier) aus und lässt ihn dort bis zum gewünschten trocknungsgrat (mindestens aber 8 stunden) bei 42° trocknen.
wenn du es als geschenk oder einfach aus der leibe zum detail noch etwas hübsch herrichten möchte, kannst du es dann in dreiecksförmige streifen schneiden und zusammen rollen. so ist es mundgerecht portioniert und sieht gut aus. auf diese weise hast du dir ganz fix und mit relativ wenig aufwand die gesündesten süßigkeiten der welt gemacht.
viel spaß beim nachmachen!

trockenkirschen im test

rokostkuchen mir trockekirschen

zu aller erst hatte ich ein ganz anderes rezept im sinn um meine trocken kirschen als ersatz für die datteln auszuprobieren…doch iwie hat mich m wochenende die wut gepackt und ich war si inspiriert am rohkostbücherdruchblättern, dass ich mich letzlich für die beerentart aus one-week-detox entschieden habe…zumindest gab sie mir das grundgerüst für den kuchen der es wurde…
dafür bin ich extra mit meinem mann noch fix um 23 uhrin den kaisers die straße runter geflitzt um die restlichen zutaten zu besorgen (und noch ien paar mehr, da ich noch ein rohkost zwiebelbrot ausprobieren wollte).
als ich dann vermeintlich alles zutaten besammen hatte stellte ich fest, dass ich stat der walnüsse mandeln besorgt hatte da mir anscheinend ein andere rezept im kopf herumschwirrte als ich den einkaufszettel schrieb, also kreiierte ich letzlich meinen ganz eigene tart-kuchen-veriation:

•150g eingeweichte mandeln
•1 El sirup nach wahl
•prise zimt
•prise salz
•50g trocken kirschen

das ergibt einen lecht lilanen teig, wenn man es mit dem standmixer zu einer masse mixt…der allerdings flüssiger ist, als er wohl sein sollte…
das in eine form geben…und heidelbeeren und himbeeren drauf…

für die creme habe ich

•120g cashews eingeweicht
•1 reife birne
•geraspelte vanileschote*

*(wenn man die mark rausgekratzt hat braucht man die gute schote nicht wegzuschmeißen! verwende sie einfach weiter als gewürz, nur brauchst du dazu die raspel…das ist sogar würziger als das mark selbst habe ich den eindruck…)

diese, auch wieder im mixer zu einer masse verkelinert, ergibt die creme und somit dass „topping“ des kuchens, welches dann auf die beeren geschüttet wird. alles nun zusammen kommt für ein stündchen in die gefriertruhe und danach kan serviert werden…
allerdings halte ich meine rezept ncht nachahmungswürdig…auch wenn mir der geschmack zugesagt hat! es ist eindeutig besser als datteln!!!!!

an dieser erfahrung halte ich fest und experimentier so lange weiter, bis das ergebns mit den herkömmlichen rezepten mithalten kann. meine vermutung ist, dass der zucker mit dem die datteln in der produktion eingelegt werden bei meinen trockenfrüchten fehlt, weswegen der klebemoment nicht der selbe ist…

trockenfrüchte

gestern habe ich wieder ein rohkostrezept ausprobiert. mein ziel war es pistazieneis herzustellen, doch das rezept ist für meine begriffe etwas unglücklich. laut dem publizierer nehme man:

•1 avocado
•3 bananen
•1/3 tassen pistazien
•1/2 tasse datteln
•vanille

mal abgesehen von der vanille habe ich das eis wie beschrieben zusammengewürfelt, doch wie ich es instinktiv schon wusste, sagte mir der geschmack nicht zu, da die würze der bananen viel zu intensiv ist. dadruch gehen die pistazien komplett unter und auch der dattelgeschmack ist nicht meins.

was mich zu einem alten problem zurückgeführt hat: die verwendeten trockefrüchte in rohkostrezepten.

mein entschluss ist es nun die rezepte die ich gern machen möchte die datteln und dergleichen enthalten einmal nach meinem gutdünken umzuwandeln und statt datteln getrocknete äpfel nehmen. äpfel liebe ich seit je her und auch in getrockneter form finde ich sie sehr lecker, noch dazu sind es regionale früchte. in einem versuch soll sich nun zeigen, ob sie tatsächlich statt datteln eingesetz werden können. am ende fehlt dann doch die feuchtigkeit und der klebeeffekt der dattel. doch das gute ist ja, das ich im besitz eines dörrgerätes bin, wo ich ganz einfach selbst apfelringe herstellen kann und diese in die trockenform bringen kann, die ich brauche.

chia

nun goss sie noch etwas hafermilch drüber und fertig schien es, da sie die schüssel in den kühlschrank stellte. „oma? was ist das?“, fragte Tommy, der die ganze zeit über neben ihr gestanden und sie beobachtet hatte schaute sie mit seinen kindlich interessierten und großen augen an.
das ist pudding„, entgegnete die oma. Tommy sah sie ganz verwirrt an. „also wenn mutti pudding macht sieht das anders aus!“, sagte er mit herausforderndem tonfall, immerhin hatte er seiner mutter dabei auch schon oft zugeschaut und wollte nun wissen, was seine oma in wirklichkeit zubereitet hatte.

„ja, das ist richtig, nur musst du wissen, dass das ein ganz spezieller pudding ist. er besteht aus chiasamen. das ist ein samen der von ganz weit her, aus südamerika kommt. schon die hochkulturen aus längst vergangenen tagen haben diese samen wegen ihrer hohen nährwerte viel verwendet. in der mexikanischen volksmedizin heißt es das schon ein teelöfel dieser samen ausreiche um einen erwachsenen menschen für einen tag lang mit allen wichtigen nährstoffen zu versorgen. und damit hatten die medizinmänner dieses volkes auch garnicht so unrecht.
chia enthält nämlich doppelt sie viel eisen wie herkömmliche getreidesorten und hat zudem ein ausgeglichenes omega-3 und 6-fettsäuren-verhältnis.
was absolut erstaunlich ist, ist, dass in diesen kleinen samen doppelt so viel kalium zu finden ist, wie in einer banane und sie übertrifft auch spinat um das dreifache des eisengehalts. da würde popeye augen machen! was mich sehr fasziniert hat ist der fakt, dass sie ungeheure mengen antioxidantien aufweisen, dabei dachte ich die befänden sich nur in buntem obst und gemüse.
der grund jedoch warum ich die chiasamen zu mir nehme ist tatsächlich mein bauch.“, mit diesen worten schaute sie ihrem enkel tief in die augen und rieb sich mit einer hand den bauch.

„deine oma hat einige verdauungsprobleme, doch chiasamen haben die eigenschaft in verbindung mit flüssigkeit zu verschleimen. das regt die verdauung an, da die ballaststoffe die ausleitung der ablagerungen reguliert und auch die verdauung der lebensmittel vereinfacht. durch die angeregte verdauung wirken sie sich auch positiv auf den blutzuckerspiegel aus, da sie die umwandlung von kohlenhydraten in zucker verlangsamen, was dazu führt, dass du mehr ausdauer hast. du kannst also viel länger in der gegend herumtollen.
es ist also eine kleine nährstoffbombe, die sogar gewebeaufbauend wirkt. also wenn du dich beim herumtollen verletzt, durch die viele energie die dir die samen geben, heilen deine wunden auch schneller.“
„und wonach schmecken diese samen?“, fragte Tommy etwas verwirrt von den informationen der oma.
„im grunde genommen nach nix, das hat jedoch den vorteil, dass du sie nach allem schmecken lassen kannst, was du dir wünschst.“
„dann solltest du mir auch einen chiapudding machen. mit bananengeschmack!“

chia-pudding

ein sehr simples rezept das zimtliebhaberherzen höher schlagen lassen wird.

im grunde schmeißt du einfach alle zutaten zusammen, das einzige was jetzt nervenaufreibend sein kann wenn man sich darauf freut den pudding zu essen ist die mindestwartezeit von 6-8 stunden. das rezept ist für einen portion ausgelegt.

die zutaten:
•15g chiasamen (wirklich nur 15 gramm da man nicht mehr pro tag zu sich nehmen sollte, die samen entziehen dem körper sonst zu viel flüssigkeit.)
•hafermilch (nach gefühl aufgießen, je weniger desto dicker wird der pudding)
•zimt
•birkenzucker (wahlweise auch ahornsirup)

die masse nun gut verquirlen und dann ab in den kühlschrank damit. nach der aufquellzeit genießen.
gutes gelingen.

augenbohnen-gurken-salat

vor einiger zeit schon entdeckte ich in den hiesigen türkischen supermärkten gigantische verpackungen gefüllt mit hülsenfrüchten. da mir als veganerin nahegelegt wurde eben jene fest in meinen speiseplan zu integrieren kaufte ich sie mir vor geraumer zeit ohne sie jemals zu verwenden. doch neulich stieß ich beim küchenputz auf die packungen und dachte mir, dass es an der zeit wäre, daraus etwas zu machen und holte mir inspiration aus dem internet.
schon bald darauf entstand der nachstehende, eigends kreierte salat:
(angaben frei schnautze)

• Augenbohnen (einen tag zuvor schon in wasser einweichen und dann vor der zubereitung eine stunde kochen)
• frühlingszwiebeln
• mais
• dillöl
• senf
• eingelegte gurken (und einen schlupps von dem gurkenwasser)

alles verhälnismäßig zusammenhauen und essen.

(achtung! bitte nicht vor dem ersten date essen! die zwiebeln verhindern die verabredung zum zweiten date, denn die habens in sich!)

lecker schmecker – RAW all over

birnen-rucola-salat

nachdem ich schon das ein oder andere mal rucola probiert habe und jedes mal zu dem schluss gelangte, dass der geschmack nicht ganz dem entsprach, was ich mir von einem salat erwartete, gab ich dem kraut noch eine letzte chance.
eine süße kreation die sich perfekt ergänzt und meine meinung von grund auf ins positive wandelte.

man nehme (für ca. 3 personen):

  • 500g rucola
  • 2 birnen
  • 2 orangen (eine pressen und als saft hinzugeben)
  • 2 blutorangen (eine pressen und als saft hinzugeben)
  • gehackte mandeln
  • walnussöl

schmeiße die zutaten in eine schüssel; rühre kräftig, so dass es den anschein erweckt, es sei gut durchmischt und verspeise es genüsslich.

(warum sich die investition in walnussöl lohnt:
wallnussöl wirkt sich hervorragend auf leber und galle aus, fördert den stoffwechsel und hat einen hohen anteil an mehrfach ungesättigten fettsäuren.
da es zu den trocknenden ölen gehört können all jene leser aufhorchen, die über fettige haut klagen. einfach an stelle der creme auftragen. es zieht sehr schnell in die haut ein und ersetz sogar den fettstift bei aufgesprungenen lippen.)