Kategorie: Weiter-Bilden

Die Wörterklauberei

des·po·tisch

/dɛsˈpoːtɪʃ, despótisch/

Adjektiv

• in der Art eines Despoten (unumschränkt Herrschender, Gewaltherrscher / herrischer, tyrannischer Mensch)
„ein despotischer Fürst“
• (abwertend) herrisch, keinen Widerspruch duldend, rücksichtslos
„er hat eine despotische Natur“

Die Wörterklauberei

ra·di·är·sym·me·t·risch

/radiä́rsymmetrisch/

Adjektiv

Radiärsymmetrie oder Radialsymmetrie bezeichnet in der Biologie eine spezielle drei- oder mehrzählige (polysymmetrische) Symmetrieform mit mehreren strahlenförmig durch die Längsachse verlaufenden Symmetrieebenen, bei der identische Teile kreisförmig, dreidimensional um eine zentrale Achse (Rotationsachse) angeordnet sind.
 Jede der durch die Mittelachse verlaufenden Symmetrieebenen teilt den Körper in ähnliche oder gleiche Teile.

Zitat: Wikipedia

Ist Moral rational oder irrational?

Und wieder ein kleiner Ausflug in die Philosophie, die mich seinerzeit sehr berührte. 

Oft berufen wir uns auf die Moral und auf ethisch korrektes Handeln, wenn es um schwierige Entscheidungen geht. Hinterfragen wir einmal, ob Moral wirklich immer einen klaren Weg einschlägt. Wie ich lernen durfte, ist sie eine sehr diffuse Erscheinung.

Eine kleines Gedankenexperiment

Stelle Dir folgende Situation vor:
Ein Zug ist unterwegs. Mit rasender Geschwindigkeit. Er fährt direkt auf eine Abzweigung zu. Das katastrophale daran: Der Zug ist führerlos und steuert gerade Wegs auf 5 Arbeiter zu, die Gleisreperaturen verrichten. 

Nur Du hast die Möglichkeit den Zug noch an besagter Abzweigung umzulenken. Doch die Frage wäre nicht philosophischer Natur, wenn an Deiner möglichen Handlung nicht ein Haken wäre. 

Wenn Du den Zug mit simplen Umlegen der Gleisabzweigung umlenkst, wird ein weiterer Gleisarbeiter zu Tode kommen. Er ist allein und Du kannst ihn genauso wenig warnen wie die 5 Arbeiter auf der anderen Seite. 

Wofür würdest Du Dich entscheiden? 

Fünf Tote oder nur einer? Und wie wirst Du Dich fühlen, wenn du zwar 5 Menschen das Leben gerettet hast und gleichzeitig durch aktive Handlung zum Tod eines einzigen Menschen beigetragen hast? Lässt du 5 Menschen sterben und damit 5 Familien trauern und bist gleichzeitig durch unterlassenes Handeln passiv an deren Tod schuld? Oder rettest du die 5 und bist aktiv an dem Tod eines einzelnen Menschen beteiligt? 

Solche Situationen sind natürlich nur hypothetisches Gedankenspielen und es darf hinterfragt werden, wozu das Ganze.

So dachte ich auch, bis ich die Weiterführung der Idee las, die mich aus der Fassung brachte, weil plötzlich alles so subjektiv erschien – Moral als etwas unfassbares und nahezu willkürliches.

Aus rein rationaler Sicht des Geschehens würde die Rechnung aufgehen: lieber 5 Menschen retten und dafür die traurige Bilanz eines Toten zu betrauen – fast eine Art Kollateralschaden.

Und es geht noch weiter

Halten wir uns das noch einmal gefühlsmäßig vor Augen: 1 Toter ist besser als 5, stimmst Du mir da zu? 

Was passiert nun, wenn Du am Hebel der Abzweigung stehst und den Zug zu dem einen Menschen leiten kannst, um 5 zu retten, und dieser eine Mensch ist einer Deiner Liebsten – Dein LebenspartnerIn, Ehemann/Gattin, Dein Kind, Elternteil oder Bruder/Schwester, bester FreundIn? 

Wie würde Deine Entscheidung in diesem Falle aussehen? 

Könntest Du auch dann die rationale Entscheidung treffen?

Leben in der Unendlichkeit

Ein kleiner Ausflug in die Philosophie:

Stelle Dir vor, Dein Leben würde sich wie in „Und täglich grüßt das Murmeltier“ in Dauerschleife wiederholen. Jedes noch so kleine Detail würdest Du immer und immer wieder erleben. Vom ersten Schultag, zum ersten Kuss, über beflügelnde Meisterschaften und auch Trennungen, Jobwechsel – einfach alles, was zu Deinem Leben dazu gehört, würde sich unendlichfach wiederholen. 

Hättest Du mache Entscheidungen anders getroffen, hättest Du gewusst, dass sich Dein Leben in unendlicher Wiederholung bewegen würde? oder würdest Du vielleicht in Zukunft anders leben, wenn Du wüsstest das es so wäre?

Wie würde Deine Antwort lauten?

Würdest Du alles wieder genauso tun, wie Du es bereits getan hast? Und hieße das, dass das Du Dein Leben bis jetzt authentisch gelebt hast? 

Und was bedeutet es, wenn Du Dein Leben nicht noch mal so wiederholen wollen würdest? Hieße dass, dass Du bis jetzt unauthentisch gelebt hast?

Leben wir erst dann unser Leben bewusster, wenn uns der Gedanke an eine ewige Wiederholung abschreckt, bzw. Freude bereitet?

Was wäre Deine Antwort? 

Würdest Du Dein Leben in Dauerschleife vom ersten bis zum letzten Atemzug noch einmal ganz genauso erleben wollen?

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