Kategorie: Wissen-ist-Macht

Die Wörterklauberei

des·po·tisch

/dɛsˈpoːtɪʃ, despótisch/

Adjektiv

• in der Art eines Despoten (unumschränkt Herrschender, Gewaltherrscher / herrischer, tyrannischer Mensch)
„ein despotischer Fürst“
• (abwertend) herrisch, keinen Widerspruch duldend, rücksichtslos
„er hat eine despotische Natur“

Die Wörterklauberei

ra·di·är·sym·me·t·risch

/radiä́rsymmetrisch/

Adjektiv

Radiärsymmetrie oder Radialsymmetrie bezeichnet in der Biologie eine spezielle drei- oder mehrzählige (polysymmetrische) Symmetrieform mit mehreren strahlenförmig durch die Längsachse verlaufenden Symmetrieebenen, bei der identische Teile kreisförmig, dreidimensional um eine zentrale Achse (Rotationsachse) angeordnet sind.
 Jede der durch die Mittelachse verlaufenden Symmetrieebenen teilt den Körper in ähnliche oder gleiche Teile.

Zitat: Wikipedia

Canis Minor – Der kleine Hund

So langsam gehen wir wieder auf die kalte Jahreszeit zu. Im Winter offenbaren sich dann am Himmel Sternenbilder, die wir im Sommer nicht sehen können.

Der kleine Hund ist auch eines der nördlichen Sternbilder, die in unseren Breitengraden ausschließlich im Winter zu sehen sind.

Klein und immer der Erste

Das Sternenbild des Canis Minor besteht lediglich aus 2 Sternen. Wie darin ein Hund gesehen werden kann entzieht sich leider meiner Vorstellungskraft.
Der hellste Stern ist Procyon, was aus dem griechischen übersetzt „Vorhund“ oder „vor dem Hund“ bedeutet. Es steht sinnbildlich dafür, dass der kleine Hund früher am Himmelszelt zu sehen ist als der große Hund. Sirius, der hellste Stern des gesamten Himmels ist Teil des großen Hundes und geht später auf als Procyon.

Sirius als auch Procyon sind sogenannte Doppelsterne. Sie haben, ähnlich unserer Erde, einen Stern, der sie umrundet.
Der Begleiter von Procoyn braucht ca. 40 Jahre für die komplette Runde um ihn herum und ist ohne professionelle Technik nicht zu sehen.


Der zweite Stern des Sternbildes des kleinen Hundes ist Gomeisa. Dieser Name übersetzt sich aus dem arabischen mit „die mit den von Tränen gefüllten Augen“.

Das Sternbild des kleinen Hundes knüpft an die mythologische Geschichte des großen Wagen an. Maira war der Hund des Ikarios und nahm sich das Leben.

Selbstmord aus Trauer

Am Sternenhimmel erscheint der kleine Hund als einer der Jagdhunde des Orion, weil Orion in unmittelbarer Umgebung zum großen, wie zum kleinen Hund am Himmel zu sehen ist.

In der Mythologie handelt es sich um den Hund Maira.
Maira war der Hund des Ikarios. Von diesem begeisterten Kelterer hast DU schon in der Geschichte des großen Wagens gehört.
Ikarios bekam zum Dank für den Obdach, den er Dionysos gab, das Wissen der Weinherstellung.
Mit Hilfe diesen Wissens kelterte er seinen ersten Wein und ließ ihn von Hirten kosten, denen er auf seinen Reisen begegnete.

Da diese die vernebelnden Eigenschaften des Alkohols nicht kannten, brachten sie Ikarios um, in dem Glauben, er hätte sie vergiftet.

Maira lief nach seinem Ableben los um seine Tochter zu holen.
Er bellte und zerrte an dem Gewand der Erigone, um sie zum Leichnam des Vaters zu führen. Sie verstand bald, dass sie ihm folgen sollte und so fand sie ihren toten Vater unter einem Baum liegend.

Vor Trauer und Verzweiflung erhängte sie sich noch am selben Baum und der Hund ertrank sich in einem nahegelegenen Brunnen.

Zeus versetzte anschließend die Bilder des kleinen Hundes und der Erigone an den Himmel um an den tragischen Irrtum der Hirten zu erinnern.

Corona Borealis – Die nördliche Krone

Ausgelassen und in Liebe getränkt, schmiss Dionysos die funkelnde Krone in den Himmel. Die Hochzeit mid Ariadne war in vollem Gange.

Hier beginnt die Geschichte der Nördlichen Krone am Himmel jedoch nicht. 

Prinzessin Ariadne von Kreta verliebte sich nämlich zuvor in den starken und schönen Theseus. 

Theseus, der Sohn des Königs Aigus von Athen, kam eines Tages auf Kreta zu Besuch. Ariadne war sofort in ihn verliebt und bat ihn darum die Familienehre wieder herzustellen. Er war ein Mann von herkulischen Kräften und sein Ruf als unübertroffener Ringer eilte ihm voraus. 

Die Familiengeschichte war von einer schweren Sündentat der Mutter überschattet. Diese hatte sich in einer lustvollen Stunde einem Stier hingegeben, der Ihrem Gatten und König von Kreta Minis gehörte, dem Vater der Ariadne. 

Pasiphae gebar ein Wesen, das halb Mensch halb stier war – den Minotauros. Um die Familienschande zu verbergen, sperrte der erzürnte König Minos ihn in ein Labyrinth, das vom kunstfertigen Daidalos designt wurde. Dieses Labyrinth war so verworren, dass es niemandem gelang daraus wieder zu entkommen. 

Um den erzürnten Minotauros zu besänftigen, opferte König Minis alle 9 Jahre sieben Jungfrauen oder Jünglinge, die er in das Labyrinth entsandte und sie ihrem Schicksal überließ. 

Theseus, in seiner männlichen Kraft, erbot sich als Retter der Familienehre und wollte in den Irrgarten, um den Minotauros zu töten. Ariadne, die um sein Leben fürchtete, bat Daidalos um Rat, wohl wissend, dass der Ringer nie wieder aus dem Labyrinth finden würde. 

Daidalos überreichte ihr ein Wollknäuel und gab ihr die Anweisung, der tapfere Theseus solle den Anfang am Eingang befestigen und auf seinem Weg zum Untier den Faden entrollen. 
Der Plan des Designers ging auf und Theseus erschlug den Halbbruder der Ariadne mit bloßen Händen. 

Als Held gefeiert, segelten die beiden in den Sonnenuntergang, hin zur wunderschönen Insel Naxos. Doch kaum, dass sie das Paradies erreichten, verließ Theseus die wunderschöne Ariadne wieder uns sie brach noch am Strand vor Trauer zusammen. 

Wie sie da so einsam saß, fiel sie dem vorüberlaufendem Dionysos ins Auge, der sie schockverliebt auf der Stelle heiratete. Die Krone war ein Hochzeitsgeschenk der Aphrodite an Ariadne und Dionysos schleuderte sie fröhlich gen Himmel, wo sich die Juwelen in Sterne verwandelten.

Das Sternbild der nördlichen Krone, mit dem schönen Namen Corona Borealis, hat einen mythologischen Hintergrund, der mit anderen Sternbildern verwoben ist.

Halbkreis aus Edelsteinen

Der hellste Stern des Halbkreissternbildes ist der Gemma. Aus dem Lateinischen übersetzt bedeutet der Name „Edelstein“. In manchen Aufzeichnungen wird er auch unter arabischem Namen zu finden sein, der da lautet: Alphecca.

Die Corona Borealis ist also als Nördliche Krone im Norden am besten im Frühling und Sommer zu finden. Insgesamt sieben Sterne bilden einen nach Norden offenen Bogen. Ihr Gegenstück befindet sich auf der Südhalbkugel, wo die Corona Australes, also die Südliche Krone, zu finden ist. 

Nutzt die letzten Spätsommerabende um an den unvergleichlich schönen Sternenhimmel zu schauen. Diese Tage sind auch besonders gut, um Sternschnuppen zu sehen und Amt Wünsche gen Himmel zu senden.

Viel Vergnügen dabei. Ich gehe jetzt auf meinen Balkon und versuche mein Glück. 

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