Die Zweite der 5 Sprachen der Liebe von Gary Chapman, die ich Dir vorstellen möchte, ist die Zweisamkeit. Nicht zu verwechseln mit der Zärtlichkeit, denn das ist eine weitere Sprache.

Wir schenken aus Liebe. Wenn Du Deinem Partner etwas mitbringen möchtest, denkst Du beim Besorgen des Geschenks an denjenigen. Sei es, dass Du bewusst planst, was das Geschenk sein/werden soll oder Du etwas siehst und dann spontan an denjenigen denken musst, ist dabei völlig egal – der Gedanke an den geliebten Menschen wiegt dabei so herrlich schwer. Das Geschenk ist als ein Symbol für die liebevollen Gedanken des Schenkenden.

Es ist dabei nicht wichtig wie groß oder wie klein das Geschenk ist, ob es teuer war oder kostenlos. Eine Aufmerksamkeit kann auch eine kleine Grußkarte sein, die selbst gebastelt ist, so schreibt Gary Chapman in seinem Buch “Die 5 Sprachen der Liebe” und hat es dabei an vielen Klienten beobachtet, die in ihre Partnerschaft investiert haben. Oder die berühmt berüchtigten Blumen vom Wegesrand gepflückt, sind kein Filmkitsch, sondern Ausdruck wahrer Liebe.

Die Kultur des Schenkens

Auf der ganzen Welt lässt sich eine Kultur des Schenkens wieder finden. Zur Hochzeit, zur Geburt eines Kindes und alle darauf folgenden Geburtstage und viele weitere Anlässe wie Einweihungen, Einschulungen und, und, und geben immer Anlass zum schenken und werden auch dort als anerkennendes Symbol geachtet. Malt ein kleines Kind ein Bild für seine Mama, um es ihr zu schenken, geschieht dies auch aus tiefer Liebe zu ihr.

Unsere Anwesenheit an sich ist ein Geschenk für den Partner. In allen 5 Liebessprachen geht es darum, etwas zu schenken, was darauf hindeutet, dass das Schenken den Grundpfeiler der Liebe darstellt.

Der Wert des Geschenks misst sich nicht am Preis

Für den ein oder anderen mag es Geldverschwendung sein in etwas wie eine Karte Geld oder Zeit zu investieren, wirft der Beschenkte ja eh nur einen Blick hinein und danach wird sie weggeschmissen. Mit dieser Logik sollte bei solch symbolischen Werten nicht gedacht werden. Der Wert dieses Geschenks misst sich dabei in einem ganz anderen Maß als dem des materiellen. Es hat einen ideellen und emotionalen Wert, der auf keiner statistischen Skala mit zweifelsfrei ermittelt werden kann.

Die Chemie der Liebe ist eine unsichtbare Kraft, die mit viel Aufmerksamkeit und Intuition erlernt und angewandt wird. Das Interesse, den Partner glücklich zu machen ist dabei der Fokus der Handlung. Mache ich meinen Partner glücklich, sehe ihn lächeln oder vielleicht sogar vor Freude weinen, macht es mich gleich mit glücklich. Was gibt es Schöneres?! Eine Win-Win-Situation und diese ist sogar wissenschaftlich untersucht und bewiesen worden.

Mit dem Schenken stillen wir ein Ur-Bedürfnis, dass uns langfristig glücklicher und zufriedener macht und für den ein oder anderen von ganz besonders großem Wert ist.

Sei originell bei den Geschenken

Nun stellt sich die Frage, ob jede Woche viel Geld für Geschenke ausgegeben werden muss, weil der Partner vermeintlich diese Sprache am flüssigsten spricht. Nein, natürlich nicht. Wie eingangs bereits erwähnt, gibt es auch kreative und kleinere Geschenke, die keinen Cent kosten, auch wenn sie es für Deine erfüllende Beziehung wert wären.
Was der Zweisamkeit sehr nahekommt, ist das Geschenk der Anwesenheit der eigenen Person. Manchmal ist es einfach wichtig, schlicht und ergreifend Da-zu-Sein. Und es gibt die Möglichkeit kleine Dinge mit einer kommunizierten Aussage zu schenken, die Dir am Wegesrand begegnen. Wie Aschenbrödel in dem Film “3 Haselnüsse für Aschenbrödel”, sich wünschte, der Abreisende möge ihr mitbringen, was seinen Weg kreuzt. Inspiriert davon, kannst Du eine Feder, eine Muschel oder anderes sammeln und Dir eine kleine Geschichte dazu ausdenken. Beim Überreichen ergänzen die mit bedacht gewählten Worte dann das Geschenk. Beim Spaziergang am Strand könnte ein schön schimmernder Stein aufgehoben werden und Du sagst: “Du bist mein Fels in der Brandung”.

Hab keine Angst, etwas falsch zu machen. Wer keine Übung im Schenken hat, kann immer den Rat von Freunden und Familie einholen, das Internet befragen oder den Partner direkt: Worüber würdest Du Dich freuen? Ich möchte Dir so gerne was schenken, dafür dass Du immer für mich da bist/ immer für mich kochst…

Viel Spaß beim Schenken.

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