Altes Wissen über Heilpflanzen ist vollkommen verschwunden, dafür kenne wir Marken wie Addidas und Puma. Neu aufbereitete Heilkräuterkunde.
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In Untersuchungshaft heute: die Schafgarbe.

Wie jedes begabte Wunder, ist auch dieses unter vielen Namen im Volksmund bekannt. Es ist ein Achilleskraut, ein Bauchwehkraut, ein Tausendblatt, ein Blutstillkraut und Frauendank. 

In alten Kräuterbüchern wird das Heilkraut oft als „Heil aller Schäden“ bezeichnet. Es wird dort angewendet, wo bereits vermutet wird, das Hopfen und Malz verloren sei. Die blutreinigende Kraft kann jedoch so mach jahrelang eingenistete Krankheit aus dem Körper verbannen.

 

Wo es steht und geht

Das Kraut tummelt sich gern auf Kalkböden, die nährstoffreich und trocken sind. 

Wie im Urlaub am Strand liebt das Tausendblatt den Sonnenschein und verweilt dann mehrjährig an Ort und Stelle. 

Oft treibt es sich auf Wiesen und an Wegesrändern in ganz Europa herum. Sie sucht sich gleichzeitig auch manchmal ruhigere Plötzlich wie auf Ödland oder Schuttplätzen. 

Optische Merkmale

Du erkennst das Achilliskraut an den gefiederten Blättern. Diesen Blättern ist sein Name Tausendblatt geschuldet. Der Prachtkerl kann bis zu einem Meter hoch wachsen. Die Blütenkörbe setzen sich aus mehreren kleinen rispenartigen Blütenständen zusammen und wirken dadurch wie eine Dolde. Je nach Bodenbeschaffenheit passt sich der Frauendank optisch an seine Umgebung an. Sein Blütenkleid kann von weiß, über zartrosa bis hin zu pink oder rot ausfallen.

Wofür ist es bekannt?

Man sagt dem Blutstillkraut nach ein „Allheilmittel“ bei fast allen Krankheiten zu sein. Bei Frauen lindert es Monatsbeschwerden. Alles rund um die Unterleibsbeschwerden und Wechseljahresleiden können gemildert werden. Migräne vertreibt sie ganz und gar. 

Mit Magen- und Darmerkrankungen versteht sie sich auch nicht gut und vertreibt diese aus dem Leib. Husten und Erkältungskrankheiten fürchten sie. Sie ist ein absoluter alleingänger und vertreibt sogar Gicht, Rheuma, Geschwüre, Hämorriden, Fieber, Krämpfe, Leber- und Nierenleiden. Wo das Achilliskraut auftaucht, da wird sauber gemacht, denn sie mag er reinlich und gesund. 

Heldensagen – der Ruf der ihr vorauseilt

In den Kreisen der KräuterMafia ist die Schafgabe auch unter dem Namen Achilles millefolium bekannt. 

Achillis, der Kämpfer der griechischen Mythologie heilte seine Soldaten mit der Schafgabe. Als Soldatenkraut war sie dafür bekannt Blutungen von Wunden zu stoppen und die Schmerzen zu lindern. Achillis hatte dieses Wissen vom Zentaur Chiron erhalten und gab es an seinem Waffengefährten Patroklos weiter. Die zerdrückte Schafgarbenwurzel wird mit einem Verband auf die Wunde gegeben und entfaltet dort seine Wirkung.

Millefolium bedeutet Tausendblatt. 

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