Männer und Gefühle

Wer als Frau einen männlichen Partner an seiner Seite hat, kam bestimmt auch schon mal in die Situation, sich unverstanden von ihm zu fühlen, weil er nicht die Emotionalität an den Tag legte, wie wir es (als Frau) von unserem Gegenüber erwartet hatten, nachdem wir unser Herz ausschütteten. Vielleicht kam sogar direkt ein Lösungsansatz, statt der Worte: „Ich versteh was du meinst und fühle mit dir.“

Tatsache ist, dass Männer und Frauen verschieden sind, und das nicht nur im Schritt. Unsere Gehirne sind unterschiedlich ausgerichtet, aufgrund der unterschiedlichen Hormone die durch unseren Körper strömen. Diese verursachen, dass unsere Körper geringfügig anders auf Situation reagieren.

Es ist erforscht worden, warum Männer und Frauen unterschiedlich auf Situationen wie der oben beschriebenen reagieren. Es gibt zwei Gefühlssysteme: das System der Spiegelneuronen und das System der temporal-parietalen Verknüpfungen.

Beide Systeme werden von Männern als auch Frauen verwendet. Unsere unterschiedlichen Hormoncocktails im Körper bewirken jedoch, dass Frauen das System der Spiegelneuronen bevorzugt beanspruchen und damit hauptsächlich mit ihrem Gegenüber mitfühlen und das im wahrsten Sinne des Wortes, weil sie dank dieser Spiegelneuronen das fühlen, was der Gegenüber fühlt. Männer benutzen nach einer kurzen Aktivierung der Spiegelneuronen hauptsächlich die temporal-parietalen Verknüpfungen und sind dadurch in der Lage, eine scharfe Abgrenzung zwischen dem „Ich“ und dem „Anderen“ vorzunehmen. Das versetzt sie in die Lage, klar denken zu können um gezielt nach Lösungen zu suchen.

Diese analytische Vorgehensweise kommt bei uns als gefühlskalt rüber. Schnell bewerten Frauen eine solche Vorgehensweise als Zeichen dafür, dass der Partner die Gefühle nicht versteht und sie ihm gleichgültig ist. Oft sind Frauen von dem unbewegten Gesichtern ihrer Männer abgestoßen.

„Das männliche Gehirn ist nicht dafür konzipiert sich Ängsten hinzugeben: Wenn es ein Gefühl wahrgenommen hat, zapft es sehr schnell die temporal-parietalen Verknüpfungen an, um die kognitive Gefühlsverarbeitung abzuschließen.“ Zitat aus „Das männliche Gehirn“ von Louann Brizendine auf Seite 129.

Liebe Frauen, solltet ihr erneut in eine solche Situation kommen, wisset: Euer Partner ist in solchen Momenten bemüht Euer Leiden zu lindern, in dem sie versuchen, so schnell wie möglich eine Lösung zu finden. Er drückt dadurch seine Liebe und Zuneigung zu Dir aus.

In dieser Hinsicht können wir uns eine Scheibe abschneiden. Es ist im Grunde genommen von Vorteil nicht gelähmt vor Angst oder Schmerz dazusitzen, sondern das Problem bei der Wurzel zu packen.

Für mich ist das Wissen darum Gold wert und ich hoffe, dass es auch Dir ein bisschen die Augen öffnet und Du für die kommenden Konversationen sensibilisiert bist, dass wir einfach verschieden sind und die Dinge auf unterschiedliche Art und Weise anpackt.

Die 5 Sprachen der Liebe nach Gary Chapman

Im Feng Shui ist es nicht nur wichtig im Wohnraum aufzuräumen. Auch das Innere darf unter die Lupe genommen werden. Die Bedürfnispyramide nach Maslow beschreibt, dass zu aller erst, die Grund- und Existensbedürfnisse gesichert werden müssen. Sicherheitsbedürfnis bilden die Grundlage, diesem folgt das Sozialbedürfnis, Individualbedürfnis, Selbstverwirklichung und schließlich, an oberster Spitze, ist die Transzendens. Das sind die Schritte die gegangen werden müssen um ein „erfülltes“ Leben zu führen.
Zu einem der Grundpfeiler, das Sozialbedürfnis, gehört Zuwendung und das Bedürfnis, wahrhaft geliebt zu werden.

Gary Chapman hat sich zur Aufgabe gemacht, seine Beobachtungen in die Welt zu tragen und da mich seine Erkenntnisse so bewegen, möchte ich Dich nun meinerseits auch daran teilhaben lassen und hoffe, dass es auch Dir ein Stück weit die Augen für neue Herangehensweisen, im liebevollen Miteinander öffnet. Denn noch so viel Materielle Sicherheit und Reichtum, erfüllen nicht das Bedürfnis nach wahrer Liebe, denn jede Isolation zerstört die Seele.

Gary geht davon aus, dass jeder Mensch eine Art „Liebestank“ in sich trägt. Ist dieser gefüllt, fühlen wir uns geliebt.
Um diesen Tank zu füllen, bedarf es einer (oder mehrerer) Sprachen. Er hat insgesamt 5 Sprachen extrahieren können. Jeder Mensch spricht auf eine bestimmte Sprache an.
So wie es auch die großen Sprachen der Welt gibt, mit denen wir uns verständigen (oder auch nicht), so verstehen wir auch in Liebesdingen ausschließlich ausgewählte Signale als Liebesbeweis.

Die wenigsten Ehepartner sprechen von Haus aus die selbe Sprache.
Im schlimmsten Falle, sprechen beide vollkommen versciedene Sprachen und wissen und verstehen nicht, dass der Gegenüber Gefühle der Liebe zum Ausdruck bringt, weil die Vokabeln nicht die Selben, wie in der eigenen Muttersprachen sind und deshalb nicht als Liebesbeweis verstanden werden.

Das klingt im Moment noch sehr abstrakt, deshalb möchte ich ein kleines Beispiel geben:

Es gibt die 5 Sprachen der Liebe:

Lob und Anerkennung
Zweisamkeit
Zärtlichkeit
Geschenke
Hilfsbereitschaft

Spricht also der Mann vor allem die Sprache des Lobes und der Anerkennung, wird er höchstwahrscheinlich auch seine Frau oft für das schön gekochte Essen loben und ihr damit seine Anerkennung zollen. Für sie ist das jedoch eine Selbstverständlichkeit für ihn zu kochen und registriert diese Anerkennung nur nebenher. Was sie sich wünscht, als Zeichen seiner Liebe, ist eine Umarmung zur Begrüßung und ein Guten-Morgen-Kuss, um sich seiner Liebe gewiss zu sein. Sie spricht die Sprache der Zärtlichkeit.
Beide sprechen eine vollkommen andere Sprache und zeigen sich ihre Liebe auf ihrer eigenen Muttersprache und so kommt es vor, dass sie ihn möglicherweise nicht dafür lobt, dass er, trotz das er bis spät gearbeitet hat, noch das Regal im Kinderzimmer angebracht hat. Stattdessen streichelt sie ihm vielleicht liebevoll über die Hand, küsst ihm auf die Wange und bedankt sich schlicht. Er kann mit Zärtlichkeiten nur wenig anfangen und ist enttäuscht, keine Anerkennung für sein Werk zu bekommen. Was ist passiert?
Diese kleinen und feinen Details der unterschiedlichen Ausdrucksweise der Zuneigung führen über Jahre hinweg zu dem Gefühl, nicht geliebt zu werden, da keiner von beiden das vom Partner erhält, was sein Verständnis von Zuneigung und Liebe ist, dabei sprechen beide auf ihre Weise ihre Gefühle aus. Das führt auf lange Sicht dazu, dass sich der „Liebestank“ leert und das Gefühl entsteht, vom Partner nicht geliebt zu werden.

Was wäre, wenn sie wüsste, dass ihm Lob und Anerkennung zeigen würde, wie sehr sie ihn liebt? Vielleicht würde sie nicht nur ihrem eigenen Bedürfnis nach Zärtlichkeit Raum geben und ihm Zärtlichkeiten zukommen lassen, sondern auch, um seinen „Liebestank“ zu füllen, mehr als einem schlichten „Danke“ ein paar lobende Worte finden: „Ach wie schön du das gemacht hast! Es sieht genauso aus, wie ich es mir vorgestellt habe. Du bist eben ein sehr talentierter Handwerker.“ Merkst Du den Unterschied?

Liebe ist ein Willensakt.

Die erste Phase des Verliebtseins hat nichts mit Liebe zu tun. Wir suchen uns nicht aus in wen wir uns verlieben. Und mit der rosaroten Brille auf, sehen wir nicht mehr die störenden, nervigen Macken des anderen, im Gegenteil, sie sind sogar noch bezaubernd. Wir sind verstrickt in einem Phantasiegebilde vom Partner. Wir lassen außer acht, dass auch er seine ganz eigene Vorstellung vom Leben haben könnte, da wir ja so gut zusammen passen und können uns im Traum nicht vorstellen, dass uns unser Partner einmal verletzen könnte.
Sind dann, nach durchschnittlich 2 Jahren, alle Hormone wieder auf dem Normalzustand abgesunken und aus der rosaroten Brille ist wieder eine durchsichtige geworden, kommen die ersten Macken zum Vorschein, die nicht mehr so liebenswert sind, sondern einfach nur noch nervig. Ab jetzt beginnt der Willensakt. Ich entscheide mich willentlich dafür, meinen Teil dazu beizutragen, dass es meinem Partner gut geht, dass er glücklich ist und sich geliebt fühlt. Genau aus diesem Grund, ist es von entscheidender Wichtigkeit, zu wissen, wie ich meinem Partner überhaupt das Gefühl geben kann, geliebt zu sein. Ist das eine ganz andere, mir vielleicht völlig fremde Sprache, dem Chinesischen gleich, kann es anstrengend sein, sich an die neue Sprache heranzutasten und erfordert Willensstärke.

Wie haben wir uns ineinander verlieben können, wenn wir doch so unterschiedlich sind?

In der Phase der Verliebtheit sind wir ohne große Mühe in der Lage alle Sprachen zu sprechen, erst im Laufe der Zeit, kommen wir wieder in unsere Muttersprache zurück. Am Anfang, wenn wir auf Wolke 7 schweben, bringen wir unserem Liebsten vielleicht eine kleine Blume vom Feldrand (Geschenke). Wir können die Hände nicht voneinander lassen (Zärtlichkeit), wollen jede freie Minute miteinander verbringen (Zweisamkeit), sind begeistert vom Gegenüber und was er alles kann (Lob und Anerkennung) und sind sofort da, wenn er neue Projekte startet und Unterstützung bei der Umsetzung braucht (Hilfsbereitschaft).
Ist der Hormonrausch der ersten Zeit abgeebbt, bedarf es unserer willentlichen Entscheidung unserem Partner das zu geben, was er als Liebesbeweis versteht.

Ich finde diese Beobachtung von Gary absolut herausragend und bin davon überzeugt, dass dieses Wissen, die Qualität vieler Ehen und Verbindungen rasant anheben würde, denn nichts ist frustrierender, als aneinander vorbei zu reden. Jeder sagt dem anderen auf seine Weise, dass er ihn liebt, nur ist die Sprache nicht verständlich und kommt nicht an. Das führt zu Frust und im Ernstfall zur Trennung, denn wer möchte schon mit einem Partner leben, von dem man meint, keine Liebe zu bekommen?

Um diese Erkenntnisse ein Stück nach draußen zu tragen, möchte ich nicht nur sein gleichnamiges Buch empfehlen, sondern auch in 5 weiteren Artikeln die 5 Sprachen der Liebe einzeln vorstellen. Das hilft, zu verstehen, warum es in den letzten Jahren immer und immer wieder um die selben lästigen Vorwürfe im Streit ging.

all you need is love

brief an Bärchenjäger

first cut is the deepes
gute 2 jahre liegt nun die trennung zurück.

es ist so viel passiert. ich habe so viel verstanden. ich habe so viel gelernt. ich habe viel durchlebt.

ich sitze jetzt hier. an genau der stelle wo wir einst saßen, als es zu ende ging. der raum hat sich komplett verändert. dort wo einst die couch stand ist jetzt mein bücherregal, die poledancestange und meine yogamatte… ich sitze auf dem boden, habe kerzen an und möchte endlich die dinge sagen – schreiben – die mir unausgesprochen auf dem herzen liegen und mich festhalten, an längst vergangenem. gleichzeitig blicke ich mit dem herzen schon nach vorn in eine liebevolle Zukunft.

ich möchte verzeihen. mir. dir.
ich möchte meinen glauben an liebe und Loyalität,
möchte mein vertrauen und mein offenes herz zurück.

ich möchte sagen:
es tut mir leid.

es tut mir leid, dass ich meinen willen durchdrücken wollte. ich entschuldige mich, dass ich dir so viel leid zugefügt habe. mir ist völlig klar, dass ich dich tief verletzt habe.  es tut mir von herzen leid.

ich habe nach dem unfall so wahnsinnig viel in frage gestellt. es war wie ein wach rütteln und ich sah mit so völlig klaren augen, dass das leben das ich, das wir führten, nicht das leben war, das ich wollte und gleichzeitig wusste ich keinen ausweg aus der situation und ich fühlte mich so wahnsinnig gefangen, verzweifelt und unfähig zu handeln. das war auch der grund, warum ich vorgelebte muster abspielte, die ich mir in der beziehung meiner eltern abgeguckt hatte, die ich selbst garnicht für richtig erachte.

ich habe dich nicht mehr gesehen.

du hast so viele schöne dinge gemacht.
du hast mir die glasscheiben von deiner alten arbeit organisiert, dass ich darauf malen konnte. du hast dafür gesorgt dass unsere ausrangierten, alten klamotten abgeholt wurden. du hast die regale in unserer abstellkammer gebaut. du hast eine neue couch organisiert, da meine alte schon in einzelteile zerfallend durch die wohnung flatterte. du hast die gardinenstangen angebracht.
du hast mich zum lachen gebracht.
du hast erkannt dass mir deine berührung so unsagbar wichtig war, dass du ein kuschelritual etabliert hast. du hast super gut gekocht. du hast mich jeden tag im krankenhaus besucht, obwohl das so weit von zu hause entfernt lag. du hast mir ein so zauberhauftes willkommen vorbereitet, als ich aus dem krankenhaus kam. du hast dich so sehr bemüht es mir recht zu machen und musst den eindruck gehabt haben, dass ich das in keiner weise sehe, geschweige denn wertschätze. das tut mir sehr leid. ich habe das alles gesehen und konnte dir nicht genug zeigen, wie sehr ich das wertschätze.

danke. danke für dein ziel, Mausi jeden tag glücklich machen zu wollen.
um so mehr fragte ich mich, wie du glauben kannst, dass ich schlecht über dich bei unseren freunden geredet habe?
schon in unserer beziehung habe ich so oft zu dir gesagt, dass ich es nicht verstehen kann, dass expartner schlecht von- und übereinander reden, haben sie sich doch einmal geliebt. warum glaubst du nun, ich würde das tun? kennst du mich so schlecht?
ich habe nicht schlecht von dir geredet. ich habe immer gesagt wie sehr ich dich liebe, dass ich fehler gemacht habe und habe ganz sicher auch meine enttäuschung über deine entscheidung zum ausdruck gebracht, darüber hinaus, habe ich kein schlechtes wort über dich verloren. wie könnte ich das auch? es gibt nichts schlechtes das ich erzählen könnte, zumal ich selbst auch genug bockmist fabriziert habe.

und warum war dein megafreund dein bester freund? er wusste garnichts von unseren problemen. du hast alles mit deinem bandkollegen bequatscht, der zum damaligen zeitpunkt selbst nicht eine einzige beziehung auf die reihe gekommen hat. dein megakumpel wusste von garnichts. wegen der dankeskarten meldete ich mich damals bei ihm und wir hatten kontakt und was sollte ich ihm sagen, außer die wahrheit, dass du mich verlassen hast? glaubst du wirklich ich bin zu ihm gerannt um dich vor ihm schlecht zu reden? um ihn auf „meine seite“ zu ziehen?  warum denkst du soetwas von mir?
erst vor kurzem schrieb er mich an, um mich zu fragen, wie es mir geht. und da du mir mehrmals vorgeworfen hast, ich hätte dich schlecht gemacht, weswegen er nicht mehr mit dir in kontakt sein möchte, fragte ich ihn, ob das wirklich so war. er versichter mir, dass ich dich nicht schecht gemacht habe.
wie oft habe ich vor anderen gesagt, dass ich dich liebe und dass ich einen fehler gemacht habe. es war seine alleinige entscheidung den kontakt zu dir abzubrechen. er trift eigenverantwortlich entscheidung, unabhängig von mir.

und wie kommst du dazu meine wohnung als liebeshöhle zu bezeichnen?
warum? nachdem du selbst die entscheidung getroffen hattest zu gehen, war das mein zu hause. mein alleiniges zu hause. ich darf hier schlafen mit wem ich will, so oft ich will. in unserer beziehung habe ich nicht mit einem einzigen mann in unserer wohnung geschlafen. dass ich nicht auf dich warten würde und schon garnicht ins kloster gehen würde, war auch klar. warum also schreibst du mir soetwas?

ich möchte sagen:
ich habe einen fehler gemacht.

ich weiß, dass ich einen fehler gemacht habe. ich habe alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte. so hätte ich nicht mit dir reden und umgehen dürfen. ich fühlte mich im recht und war so hilflos und verzweifelt, ohne eine idee für eine lösung, dass ich einzig und allein davon überzeugt war, mein weg sei der richtige und ließ keine anderen perspektiven zu. das war falsch von mir, das sehe ich jetzt ein.

es gibt so viele gründe, warum ich damals die dinge sagte, die ich sagte, warum ich die dinge verlangte, die ich verlangte, warum ich alles so tat, wie ich es tat.  es geht mir heute besser. ich habe so vieles verändert. sie vieles gelernt und erkannt. ich weiß jetzt, dass ich einfach hätte gehen sollen.
mir ging es beschissen. also hätte ich gehen sollen, statt dass ich verlangte, dass du mich gefälligst glücklich zu machen hast.
ich bin für mein glück selbst zuständig und ich habe mein glück damals nicht mehr hier gesehen. ich hätte gehen sollen, um wieder zu mir zu finden. um überhaupt mal meinen weg zu finden. du hättest mir ganz sicher den freiraum gegeben.

selbst nach der trennung warst du noch so bemüht mir alles recht zu machen.
du hast dir sogar gedanken über ein geschenk gemacht.
und gleichzeitig hast du damit meine bitte übergangen, mir nichts zu schenken.
du wolltest es mir auch mit der steuererklärung erleichtern. das habe ich alles gesehen. du hast dir gedanken gemacht. statt, dass wir uns zusammensetzen müssen, hast du einen steuerhilfeverein in anspruch genommen. doch warum? ohne mich vorher zu fragen? es war doch klar, dass wir am ende drauf zahlen würden, statt auch nur einen einzigen cent zurückzubekommen, und genau aus dem grund, ging die rechnung dann auch an dich, da DU den verein in anspruch genommen hast. ganz sicher mit ausschließlich guten absichten. bei mir kam das als: hinterrücks entscheidung an. bei mir kam an: du ziehst dein ding durch, ohne mich zu fragen, also im endeffekt, genau das, was du bei meinem ultimatum das ich dir gestellt hatte, zu deiner entscheidung führte, die du getroffen hast.

und warum habe ich dir deine hindernislaufkarten vorenthalten?
ich denke das weißt du.
wir haben abgemacht, dass du die miete bis märz bezahlst, ja, bis einschließlich märz, und du die karten auch noch bezahlst. das hatten wir mehrmals abgesprochen. und nach meinem 2. krankenhaus aufenthalt teiltest du mir mit, dass aus deiner sicht, die karten damit bezahlt wurden, dass du einen monat länger, als du wolltest, die miete mitbezahlt hast. ein streitpunkt, bei dem wir, zu meinem bedauern, nie zu einer einigung gelangten. hätten wir damals die wohnung gekündigt, wäre das im januar passiert. mit 3 monaten kündigungsfrist, wäre es ebenso bis märz gelaufen. und ich stand da. plötzlich mit der aufgabe 500€ mehr pro monat zu verdienen, denn nachdem ich 2 vorstellungsgespräche für potentielle mitbewohner hatte, war mir klar, dass ich das nicht konnte. ich war dir so dankbar, dass du bis märz zahltest, dass ich die zeit hatte, mein einkommen aufzustocken, um die wohnung alleine halten zu können.

und umso trauriger machte mich im mai deine entscheidung für die karten, nicht wie verabredet, zu zahlen.
ich glaube wir beide hatte wirklich kein ohr mehr für die belange des anderen. keinen respekt und kein bemühen mehr, empathisch auf den anderen für eine lösung zuzugehen.

ich möchte sagen:
es soll nie wieder vorkommen.

ich weiß, dass ich dich mit meinem verhalten tief verletzt habe und ich habe daraus gelernt. für die zukunft. und ich weiß, dass ich das nie wieder jemandem antun werde. ich werde vor allem nie wieder jemandem ein ultimatum stellen.

ich selbst mag es kein stück in die ecke gedrängt zu werden, keine möglichkeit meine eigenen bedürfnisse zu leben – mich auszudrücken. warum also habe ich das von dir verlangt? vielleicht, weil wir die regel mit dem veto hatten. vielleicht aus angst. ausweglosigkeit. verzweiflung.
ich wollte geliebt werden.

ich möchte gern sagen:
wie kann ich es wieder gut machen?

mir ist klar, dass es zu spät ist, doch in gedanken zurück versetzt vor 2 jahren, würde ich dich gern fragen: ich weiß dass ich dich tief verletzt habe und ich habe das starke bedürfnis, dir etwas zukommen zu lassen um den zugefügten schmerz lindern zu können. was könnte ich dir gutes tun?

kurz vor der trennung lernte ich diesen einen mann kennen, mit dem ich im Liquidrom war. er erzählte mir eine geschichte von sich und seiner frau, die mich zu tiefst berührte.

sie verlor ihre mutter an krebs. das ließ sie sehr tief fallen und sie hielt sich an ihrer masterarbiet fest, in die sich sich stürzte, um in ihrer trauer darin zuflucht zu finden. doch als die masterarbeit mit 1+ abgegeben und bestanden war und sie erfolgreich aus dem studium ging, viel sie in ein so großes loch, dass sie psychisch ein völliges wrack wurde und unter anderem einen waschzwang entwickelte. sie war in der schlimmsten zeit so von ihren zwängen beherrt, dass sie nicht mehr in der lage war auf ihrer arbeit auf die toilette zu gehen und sich eines tages in die hose machte. ihr mann wurde benachrichtigt und er holte sie ab.
an sex oder zärtlichkeiten war in der beziehung schon lange nicht mehr zu denken. wovon also lebte diese beziehung noch?
das fragten sich die zwei auch. sie machten sich dazu gedanken. jeder für sich. jeder schrieb auf, was ihm zu dem anderen und der bezeiung einfiel und so vorbeiretet setzten sie sich wieder zusammen.
und sie kamen zu dem ergebnis, dass sie unterm strich, immer noch liebe füreinander empfanden.
und so fanden sie nach und nach, in so einer beschissenen lebensphase, den weg aus dem dunklen tal zurück. gemeinsam.
wie er mir das alles, detailliert im vertrauen, erzählte (und dafür bin ich ihm bis heute sehr dankbar), war mein gedanke, dass du das nicht machen würdest. ich war mir sicher, würde ich an soeinem absoluten tiefpunkt in meinem leben stehen, dass ich vor dir stehe, mit vollgeschissener hose, ich war mir sicher, du würdest nicht bei mir bleiben um mir bei seite zu stehen.

ich glaube, ich tat dir damit unrecht. denn du hast mich so gut du konntest auf händen getragen. ich habe es oftmals garnicht zugelassen. und ich habe es nicht ausreichend gewürdigt.
mittlerweile glaube ich, dass es durch meinen gedanken, du würdest das nicht machen, eine selbsterfüllende prophezeiung gleichte. wie kann ich dieses unrecht nur wieder gut machen?

ich möchte dir sagen:
möchtest du mir vergeben?

es war absolut nicht richtig was ich von dir verlangt habe, was ich gesagt habe, wie ich gehandelt habe und ich möchte dich um vergebung bitten.
ich selbst hadere mit mir, dass ich nicht anders gehandelt habe. ich wünschte, ich wäre dir gegenüber wertschätzender gewesen.
ich bin so dankbar für jeden augenblick den ich mit dir hatte und es erstaunt mich zu sagen, dass ich dankbar bin, dass du gegangen bist. nur auf diese weise konnte ich zu mir finden. und auch, wenn ich weiß, dass ich einen so großen schatz verloren habe, so weiß ich auch, dass es ein wichtiger teil meines weges war, da ich nur auf diese weise den weg finden konnte, auf dem ich jetzt unterwegs bin.

ich möchte danke sagen. danke für die schönen momente mit dir. danke für deine fröhlichkeit, dein lächeln und dein lachen. danke für deine fürsorge. danke für deine kreativität. danke für deine entdeckerlust. danke für deine verspieltheit. danke für deine entscheidungen und danke, dass du so bist, wie du bist. du bist perfekt. und ich wünsche dir von herzen das aller beste. ich wünsche dir von herzen, dass du das leben führen kannst, dass du dir von herzen wünschst. ich bin so glücklich über alles was in den letzten 3 jahren passiert ist, denn ich habe den eindruck, dass mein leben geordnet wurde, um in den bahnen zu laufen, die meine berufung auf direktem wege ansteuern. das fühlt sich unbeschreiblich gut an und ich bin einfach nur dankbar und glücklich.

ich hoffe auch du kannst mir nach den jahren verzeihen und hast dein glück gefunden.

i carry your heart with me, i carry it in my heart

Transformation

Worten Gewicht gegeben die federleicht.
gebunden an Sätze
gebunden an Glauben
Es reicht!

Muttermauern eingerissen,
die nicht zu mir gehören.
Durch Schweigen gelernt,
den Mittelpunkt erkundet.
Macht erkannt und angewandt – gesundet
Ich kann es!
Ich kann es!

Hab gekämpft, mit mir gerungen,
Diskussionen geführt im Kopf
Tag und Nacht
eine innere Schlacht.
Hab vieles erzwungen.
War von Angst durchdrungen.

180° sind gewendet
viel Zeit mit Grübeln verschwendet.
Transformation zu guten Gedanken
hab sie hinter mir gelassen,
die negativen Schranken.

Dein Weg ist mein Weg
zeitgleich geh ich den meinen.
Das kleine Mädchen nach Innen gekehrt.
Perspektivwechsel
empor, empor
aufwärtsgerichtet
Hab’ mich entschieden.
Das ist es wert!

Heitere Gelassenheit
heiter
gelassen
Ich bin befreit.

Lass uns tanzen
durchs Haus
jeder für sich
und doch zusammen,
wie lodernde Flammen.

Lass uns die Welt erkunden,
umrunden,
hoch fliegen und gemeinsam tief fallen
ohne aneinander zu krallen.
Zusammen
und doch jeder für sich,
Ich liebe Dich.

In Liebe & Dankbarkeit widme ich dieses Gedicht Mr. Poe 💋❤

ich heiratete mich selbst

die überschrift lässt vieles vermuten…zu beginn wollte ich auch erst garnicht darüber schreiben, es war mir sogar peinlich meine freundinnen zu diesen anlass einzuladen, doch wenn ich es aus scham schon nicht mit meinen liebsten teilen kann, wie ernst ist es mir dann mit meiner idee?

der gedanke der hinter dem akt sich selbst zu heiraten steckt, ist die simple tatsache, dass ich, ob ich es will oder nicht, mein ganzes leben mit mir selbst verbringen muss. und wenn ich die wahl habe, dann tue ich dass doch lieber in liebe und freude am leben und nicht in zweifel an mich selbst und hasserfüllten gedanken wie dumm ich doch wieder war. doch wie schnell haben wir manchmal den gedanken. wie oft verlangen wir dinge von uns selbst, die wir einem freund, dem partner, einem gast oder der familie nicht abverlangen würden, aber uns selbst gegenüber gibt es kein erbarmen.

nach der trennung von Bärchenjäger habe ich viele parallelen zu meiner mtter erkannt. einen rucksack voll mit eigenschaften und handlungsweisen, die ich nicht leben wollte. den satz: „du bist wie deine mutter!“ oder eben für die männlichen leser: „du bist wie dein vater!“ hören, so schätze ich, die wenigsten gerne und sehen es schon garnicht als kompliment, da dieser satz auch in den seltensten fällen in einem positiven kontext fallen gelassen wird.
im grunde ist sein weggang das beste das mir hätte passieren können, da er mich dadurch auf eine reise geschickt hat, die ich in der form nicht hätte erfahren können, wären wir noch zusammen.

ich bin das kind meiner eltern und das ist auch gut so. meine eltern sind wundervolle, genauso imperfekte menschen wie jeder andere auch. ich habe sehr viel gutes von ihnen gelernt, das mich schon sehr weit gebracht hat. und ich habe auch einige steine in meinen rucksack gepackt bekommen, die ich nun alle mal hervorkramen kann und sie betrachten darf und am ende anerkennen und mit etwas durchhaltevermögen vielleicht sogar auspacken kann. und an dieser stelle wandelt sich der satz: „du bist wie…!“ in einen einfachen satz, der keinen angriff mehr darstellt. weil ich mich liebe, so wie ich bin. es erfordert richtiges in sich hineinhorchen um das bedürfnis zu erkennen, das hinter dem steckt, was mich gerade in eine auserordentliche gefühlsladung wie wut versetzt. warum bin ich wütend auf den und den? was steckt dahinter? welches bedürfnis von mir wurde nicht erfüllt oder angegriffen und was kann ich dagegen unternehmen?

ich bin ein wundervoller mensch. ich lebe ein leben, wie ich es gestalte und ich habe den freien willen es auf die weise zu tun, wie es mir am besten gefällt. und dafür bin ich dankbar. sich so anzunehmen wie man ist, setzt sehr viel kraft frei, weil aus meiner erfahrung der fokus nicht mehr auf sich selbst und seine unzulänglichkeiten liegt, sondern auf die stärken und die daraus resultierenden möglichkeiten die sich eröffnen (soll aber nicht heißen, die augen vor den fehlern zu verschließen, ganz im gegenteil. hinschauen, bewusst werden und entscheidungen treffen). es erfordert richtiges in sich hineinhorchen um das bedürfnis zu erkennen, das hinter dem steckt, was mich gerade in eine auserordentliche gefühlsladung wie wut versetzt. warum bin ich wütend auf den und den? was steckt dahinter? welches bedürfnis von mir wurde nicht erfüllt oder angegriffen und was kann ich dagegen unternehmen?

am 13.05.2018 war es dann so weit. ich lud meine liebsten mädels ein, zeuge meines schwurs an mich selbst zu sein. ich bereitete eine kleine lauschige ecke in einem park ganz in der nähe meines zu hauses mit decken, kissen, kerzen und girlanden vor und wie wir alle beieinander saßen bedankte ich mich für ihre unterstützung. dass sie immer für mich da waren und das ich weiß, dass ich niemals allein sein werde. dass ich ein teil vom großen ganzen bin und ich dankbar bin, sie an meiner seite zu wissen.
das war ein wirklich sehr bewegender moment für mich und ich muss zugeben, geweint zu haben, womit ich garnicht gerechnet hatte, doch wie ich so in die runde sah und meine liebsten um mich rum betrachtete, war ich einfach dankbar und voller liebe für jeden moment, den ich mit ihnen hatte und noch haben werde.

und dann, verlaß ich meinen ehegelübde:
Ich liebe mich. Ich liebe mich von ganzem Herzen.
Heute möchte ich mir vor Euch allen das Versprechen geben mich zu lieben und zu ehren. Ich verspreche mir selbst Sicherheit zu geben, mir Trost zu spenden, mich um mich zu kümmern in guten wie in schlechten Zeiten.
Ich schwöre mir immer Mut zu machen, meine Träume zu verwirklichen, auf meine Bedürfnisse zu hören und für mich selbst einzustehen.
Ich wertschätze mich und werde das in Wort und Tat für alle Zeit unter Beweis stellen.
Ich bin meine einzig wahre Liebe.
Ich werde ehrlich zu mir sein, freundlich, geduldig und nachsichtig.
Ich werde mich darauf Konzentrieren meinen Zweck der Existenz zu erfüllen, zu lieben, zu lernen, zu inspirieren und zum Denken anzuregen.
Ich verspreche meine Worte mit Bedacht zu wählen.
Ich verspreche nichts persönlich zu nehmen.
Ich verspreche keine voreiligen Schlüsse zu ziehen.
Ich verspreche immer mein Bestmögliches zu geben.
Ich verspreche richtig zuzuhören.

zu guter letzt und wie sich das zu einer hochzeit gehört, steckte ich mir einen ring an den finger und all meine trauzeuginnen unterzeichneten meinen schwur. dann stießen wir an und aßen kuchen, der tag hätte nicht schöner sein können!

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es ist wichtig zu verstehen, dass wir alle verantwortung für unser leben haben und dass wir wie das sprichwort es schon seit jahrhunderten sagt: unser eigenen glückes schmied sind. wenn wir das verstanden haben, ist es egal was andere menschen tun oder eben nicht tun, es ist meine alleinige entscheidung wie ich damit umgehe.

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seit her, gerade an tagen, an denen alles schief zu laufen scheint, betrachte ich meinen ring und ich erinner mich an das verprechen das ich mir gegeben habe. auch wenn es für den ein oder anderen mehr als absurd oder sogar lächerlich klingt, so kann ich nur für mich selber sprechen und sagen, dass mir diese zeremonie, nach vielen jahren in denen ich oft über selbstmord nachgedach habe ein echter und sehr befreiender moment war und mir das vertrauen in mich und meine zukunft gegeben hat, dass es immer weiter gehen wird, solange ich an mich selbst glaube. ich bin mir sicher, dass es auch weiterhin momente geben wird, an denen ich vor einem so tiefen abgrund stehen werde, dass mir alles perspektivlos erscheinen wird, aber genau dann, und davon bin ich überzeugt, genau dann, kommen meine trauzeuginnen, die für mich da sind und die mir aufhelfen werden, denn jeder von uns braucht ein mal ein bisschen hilfe. danke, an all die lieben helfer da draußen.

vom kleinsten gemeinsamen nenner – The Bond

heute soll es einmal um atome gehen, denn nur wenn wir die zusammenhänge im kleinen verstehen, können wir auch die zusammenhänge im großen begreifen. auch wenn jetzt der ein oder andere leser denkt: atome?! ich hasse chemie! das interessiert mich nicht!, kann ich nur sagen, lies weiter! es lohnt sich, denn was jetzt kommt, ist der absolute wahnsinn!

zunächst einmal möchte ich euch fragen, ob auch ihr in der schule gelernt habt, das ein atom aus einem atomkern besteht, um den sich elektronen und positronen drehen? ich für meinen teil habe das so gelernt, doch die heutige wissenschaft hat nun herausgefunden, dass ein atom eine kleine wolke aus wahrscheinlichkeiten ist, die an vielen orten gleichzeitig existieren kann, das nennt sich „superposition“. ziemlich cool oder? es gleicht einer idee aus einem science fiction roman, dabei ist es reine wirklichkeit. ein subatomares teilchen existiert gleichzeitig an mehreren orten und experimentiert mit dem optimalen weg, bevor es sich zu einer endgültigen reaktion entscheidet. es sieht ganz so aus, als würde sich das atom für den optimalen weg in einem rückwärts gerichteten zeitablauf entscheiden.

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„subatomare partikel sind auf unserer grundlegendsten ebene des seins nicht nur kein definierbares etwas, sondern sie bleiben auch nicht immer die selben. die kleinen dinge, aus denen sich die großen im universum zusammensetzen, verändern sich ständig. alle subatomaren teilchen tauschen andauernd infomationen mit ihrer umgebung aus und werden ständig in einem dynamischen muster neu arrangiert. unser universum enthält eine unbestimmte zahl vibrierender energiepakete, die in einem quantenmeer aus licht, wie in einem endlosen basketballspiel, permanent energie hin und her werfen. im grunde sind sie nicht einmal die ganze zeit vorhanden, sondern verlieren sich immer wieder in das hintergrundfeld der energie, tauchen kurz auf und verschwinden dann wieder.
alle elementarteilchen stehen miteinander in wechselwirkung durch etwas, dass man für temporäre oder „virtuelle“ quantenpartikel hält. in weniger als einem augenblick verbinden sie sich miteinander oder löschen sich gegenseitig aus. außerdem hat jede art von partikel ihr schattenselbst in form von antimaterie oder einem antipartikel, dessen verhalten – von der gegenteiligen ladung abgesehen – genau dem der „positiven“ variante enspricht. für jedes quark gibt es also ein antiquark, für jedes elektron ein positron. und sollten sich die beiden je begegnen, verbinden sie sich einfach, so dass die oberflächliche erscheinung einer einheit in den zustand unbestimmter energie zurückkehrt.“ (The Bond, Lynne McTaggart, seite 48-49)

das bedeutet, dass wir, auch wenn wir im äußerlichen schein gleich aussehen, in jedem augenblick ein völlig neues bündel an subatomarer energie sind. und vom kleinsten teil ausgehend, verbindet uns der raum dazwischen. nur durch die verbindung der partikel und deren energieaustausch im raum dazwischen, dem hintergrundfeld, können wir materie wahrnehmen wie wir sie sehen. jedes objekt, jedes ding, jeder mensch ist also im grunde eine ansammlung elektrischer ladung die mit anderen energien interagiert. wir sind also alle unzertrennlich miteinander verbunden und beeinflussen uns auch energetisch andauernd und egal aus welcher entfernung.
sobald subatomare teilchen einmal kontakt zueinander hatten und sie sich der existenz des anderen immer noch bewusst sind, beeinflussen sich diese unabhängig von zeit und raum, auf der selben oder entgegengesetzten richtung und ohne erkennbaren grund. das klingt alles sehr abstrakt und nicht ganz zu begreifen oder?!

sind diese teilchen also erst einmal miteinander verschmolzen, kann man sie nicht wieder trennen. was dem einen teilchen geschieht, passiert auch dem anderen. es geht so weit, dass sie ihre individualität ein stück weit verlieren und sich nur noch als riesige welle verhalten – was einem partikel passiert, wirkt sich auch sofort auf die gesamte gruppe aus, einer laolawelle im fußballstadion ähnlich.

in einem experiment wurde entdeckt, dass der beobachter des experiments, anscheinend in der lage war, das potenzielle erscheinungsbild des subatomaren teilschens in ein messbares ergebnis zu verwandeln. es bedarf also lediglich lebendigem bewusstseins, um das in erscheinung treten zu lassen, was der beobachter sehen möchte. bzw. erwartet. wir sind also maßgeblich daran beteiligt, was im hier und jetzt geschieht, unabhängig von zeit und raum. das sprichwort: jeder ist seines eigenen glückes schmied, erhält nun mit wissenschaftlichen erkenntnissen, eine ganz neue bedeutung.

materie können wir also nicht länger als etwas eigenständiges, isoliertes, von allem getrennten sehen. es ist ein komplexes beziehungsnetz, in dem alle partikel, für immer miteinander verbunden sind. „das leben vollzieht sich nicht in einem ding, sondern in der beziehung, dem raum zwischen zwei dingen: zwischen subatomaren teilchen, dem hintergrundfeld und zwischen geist oder bewusstsein und materie.“ (The Bond, Lynne McTaggart, seite 58-59)

ich finde dadurch erklärt sich, warum ich, wenn ich ein buch lese und in der u-bahn nach links und rechts schaue, ganz viele buchleser um mich herum habe oder warum genau dann alle zur kasse wollen, wenn auch ich zur kasse möchte, wo doch beim betreten des ladens die kasse so schön leer war. wir schwingen alle mehr oder weniger im einklang, wenn wir das selbe ziel haben, als großer organismus, der sich gegenseitig beeinflusst und lenkt. das gesetz der anziehung, von dem ich so gern und oft rede, ergibt mit dieser erklärung auch endlich substanziellen sinn.

alles ist miteinander verflochten

da es ja keine zufälle gibt, war es wohl vorsehung, dass ich mit einem sehr wichtigen menschen wieder im Dussmann, meinem lieblingsbuchladen, landete. dort bekamen wir ein mini roulettspiel in die hand, bei dem es viele JA’s und vereinzelte NEINˋs zu erspielen gab. wir fragten das roulett, ob wir uns heute jeder etwas aussuchen durften und siehe da. unser beider kugel landete auf einem JA-feld.

ich nutze die gelegenheit und griff zu einem buch, dass ich schon sehr lange ins auge gefasst hatte.
The Bond – Die Wissenschaft der Verbundenheit von Lynne McTaggart

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dieses buch ist absolut empfehlenswert!

„was mit der quantenphysik begann, setzt sich in vielen anderen wissenschfatsrichtungen fort: neue forschungen liefern immer mehr beweise dafür, dass kein ding isoliert für sich existiert, sondern alles durch ein unsichtbares energetisches band miteinander verbunden ist. nicht auf das trennende sollten wir uns konzentrieren, sondern auf das verbindende: THE BOND.
wenn wir diese erkenntnis berücksichtigen, verändert das unsere art zu leben von grund auf. konkurrenz und kampf ums dasein werden abgelöst von gegenseitiger hilfe und verantwortung füreinander. die bekannte wissenschaftsjournalistin Lynne McTaggart ermöglicht ein neues verständnis von sein und bewusstsein und öffnet uns die augen für die wechselseitige verbundenheit allen lebens.“ (buchrücken)

noch während ich das buch las, entwickelte sich bei mir ein umfassenderes verständis für unsere existenz und unser zusammenleben. ich bin so fasziniert von dem geschriebenen, dass ich euch gerne in folgeartikeln an dem gelesenen teilhaben lassen möchte. mit zahlreichen beschriebenen experimenten belegt sie ihre thesen, so dass ich als leser nicht einfach vor unbewiesenen, unglaublichen behauptungen sitzen gelassen werde, sondern mit beweisen belegte theorien, die es leichter machen, das unlaubliche zu glauben.
zu beginn steht das verhalten der kleinsten aller teilchen (quantenphysik) im vordergrund und zum ende des buches beschreibt sie bewegungen von netzwerken in denen sich menschen als eine einheit zusammengeschlossen haben, so dass jeder sich als individuum und einzigartigen menschen wahrnehmen kann und doch den zusammenhalt der gruppe spürt in der man als einheit zusammenfindet.

ein sehr inspirierendes werk das lust auf folgeliteratur zu diesem thema macht und zum glück: das literaturverzeichnis am ende des buches umfasst stolze 32 seiten.
doch fürs erste werde ich dieses buch ein zweites mal lesen und wie wild anstreichungen machen. es ist wie beim film gucken: je öfter du einen film sieht, desto mehr details entdeckst du.
freut euch auf die artikelreihe zu diesem buch, es wird euch in staunen versetzten, wie sehr uns der raum zwischen uns miteinander verbindet.

zitat

ob du denkst du kannst es oder du kannst es nicht: du wirst auf jeden fall recht behalten.

Henry Ford